Die Dekonstruktion des Welthandelszentrums, Teil II (original) (raw)

INTEGRAL WORLD: EXPLORING THEORIES OF EVERYTHING

Ein Forum f�r eine kritische Diskussion �ber die integrale Philosophie von Ken Wilber

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gleitenden Kette von Signifikanten leben wird

II: Integrale Politik

Lesa sah auf, �berlegte einen Moment und sagte: �Ich habe einen Satz Notizen, die ich zur Vorbereitung auf ein Gespr�ch �ber integrale Politik benutze. Sie befassen sich direkt mit diesem Punkt. Soll ich denn eben diese Notizen vorlesen, und vielleicht k�nnt ihr alle dabei mithelfen ?"

�Warum bezieht sich die integrale Politik auf das Thema der verschiedenen Antworten auf die terroristische Attacke ?" fragte Morin.

�Weil soviel von der Diskussion �ber die Attacke � was sie bedeutet, weshalb sie geschah und vor allem, wer tats�chlich daf�r verantwortlich ist � mit politischen Worten und politischen Verbindungen verbunden ist, die im wesentlichen alle betr�chtlich weniger als integral sind. Sowohl die konservativen als auch die liberalen Antworten sind gebrochen, fragmentiert, verfremdet und entfremdend. Doch das kann nur im Kontrast zu einem integraleren Rahmen erkannt werden. Macht das Sinn ?"

�Sicherlich, sicherlich", antwortete Morin. �Lies ruhig die Vorlesung, und wir werden etwas Feedback geben. Wenn du dann dabei bist, m�ssen wir zu den Antworten auf die Terrorattacken zur�ckkommen, die von den h�heren, transpersonalen, spirituellen Wellen des Bewusstseins erwartet werden k�nnten, ja ?"

Weshalb leiden die Menschen?: Die liberalen und konservativen Antworten

�Okay, dies ist ein roher Entwurf, seid also geduldig mit mir. In dem Gespr�ch benutze ich die Trag�die des WTC, um ein paar Punkte zu illustrieren. So sage ich," � Lesa begann zu lesen � �um es noch schlimmer zu machen, dass wir eigentlich keine integrale politische Theorie haben, die f�r eine ad�quatere Analyse dieser Situation aus einer Perspektive des zweiten Rangs ben�tzt werden k�nnte. Um es ganz deutlich zu sagen: Alles was wir jetzt haben, sind die konservativen Realpolitik-Haltungen � von der Sorte: �Ihr Terroristen sagt, dass ihr erz�rnt seid, weil Amerika soviel Reichtum und Macht hat und alle anderen erdr�ckt. Nun, wir haben den Reichtum und die Macht, weil wir sie verdient haben; wenn ihr etwas Reichtum haben wollt, dann geht und verdient ihn selbst, ansonsten k�nnt ihr uns mal. Versucht, unseren Reichtum zu nehmen oder zu zerst�ren, und wir werden euch in die Steinzeit zur�ckbomben." Lesa lachte. �Das ist eine dumme Drohung, weil sie schon in der Steinzeit sind. Doch diese konservative Interpretation des blauen Meme vers�umt, jede Art einer AQUAL [�alle Quadranten, alle Ebenen']-Analyse in Betracht zu ziehen, die zuteilende Macht und zuteilende �konomische Strukturen aufdecken k�nnte, die genealogisch in die Existenz kommen unter dem Einfluss von Faktoren, die sogar das blaue Meme selbst f�r UNFAIR halten w�rde; und so ist der Anspruch, dass �wir unseren Wohlstand verdient haben', �berhaupt gar nicht wahr, indem diese unfairen Infrastrukturen tats�chlich einen Teil eures Wohlstands f�r euch verdient haben. Diese Option wird selten von konservativen Analysten bedacht. Sie wurden..." Sie sah auf, grinste und sagte: �Sie wurden auf der dritten Ebene geboren und haben ihr Leben verbracht, indem sie dachten, sie h�tten einen dreifachen Sieg errungen."

�Ach ja, die liberale Interpretation ist nun genauso schlimm schief, doch diesmal in die andere Richtung. Wir alle kennen den allgemeinen Unterschied zwischen den typisch konservativen und liberalen Ans�tzen genau � es ist nicht etwa so, dass einer an der Vergangenheit und der andere an der Zukunft orientiert w�re, einer reaktion�r und der andere progressiv, einer aristokratisch und der andere egalit�r w�re � auch wenn all dies eine Rolle dabei spielt. Doch der fundamentale Unterschied wurde zuerst von einem unserer IZ-Mitglieder in Halbzeit der Evolution ausgesprochen. Welche ist die wirkliche Unterscheidung zwischen liberal und konservativ ? Nun, wenn man die einfache Frage stellt -- Weshalb leiden menschliche Wesen ? � bekommt man zwei unterschiedliche Grundantworten. Die Konservativen werden sagen: Ihr leidet aus eigener Schuld; die Liberalen werden sagen: Ihr leidet, weil ein anderer Schuld hat."

�Warum sind zum Beispiel manche Menschen arm ? Die Konservativen werden sagen: �Weil sie faul sind, sie arbeiten nicht hart genug, sie erwarten die ihnen zustehende Quote, sie sind tr�ge: Ich habe f�r mein Geld hat gearbeitet, lass sie f�r ihr Geld arbeiten!' Die Liberalen werden sagen: �Ihr seid arm, weil ihr unterdr�ckt seid, euch wurde keine faire Chance gegeben, ihr seid mit F��en getreten worden, ihr seid Opfer � es ist nicht euer Fehler, sondern der der Gesellschaft.' Die Konservativen schieben die Schuld innerhalb zu; die Liberalen au�erhalb."

�Deshalb sagen die Konservativen zur Schusswaffenkontrolle: erzieht Kinder, die Familienwerte haben, und die werden Waffen nicht unverantwortlich gebrauchen; Liberale sagen: Nehmt alle Waffen weg. Zum wirtschaftlichen Wohlergehen sagen die Konservativen: Bringt ihnen Werte von pers�nlichem Flei� und dem Kapitalismus des freien Marktes bei, und die Verdienstvollen werden gedeihen; die Liberalen sagen: verteilt den Wohlstand neu. Zur Abtreibung sagen die Liberalen: Abtreibung auf Wunsch; die Konservativen dagegen: praktiziert verantwortlichen Sex und Enthaltsamkeit und ihr werdet Abtreibung gar nicht erst ben�tigen. Zu den Obdachlosen sagen die Liberalen: erm�glicht Wohnbeschaffung auch den Entrechteten; die Konservativen dagegen: lehrt die Werte der Selbstverantwortlichkeit und des Flei�es, und ihr werdet viel weniger Bed�rftige haben. Zum Welthungerproblem sagen die Liberalen: ern�hrt die Hungrigen; die Konservativen dagegen: Lehrt sie, sich selbst zu ern�hren."

�In jedem Fall empfehlen die Konservativen innere Ver�nderungen, die Liberalen �u�ere Ver�nderungen. Wenn es zur sozialen Ver�nderung kommt, empfehlen die Konservativen gleicherma�en innere Entwicklung (Charakterbildung, Familienwerte, Flei�, Selbstverantwortung); die Liberalen empfehlen �u�ere Entwicklung (materielle Verbesserung, wirtschaftliche Umverteilung, universelle Gesundheitsf�rsorge, den Wohlfahrtsstaat). Es gibt nat�rlich auch Ausnahmen. Doch in den meisten F�llen ist das die echte Grundunterscheidung bei der gesellschaftspolitischen Orientierung zwischen Konservativen und Liberalen."

�Wir haben jedoch ein kleines Problem bei der Terminologie, weil �liberal' und �konservativ' auf viele Weisen ben�tzt worden sind. Deshalb lasst mich betonen, dass es hier zwei unterschiedliche Themen gibt: eins ist die aktuelle Kausalit�tsskala f�r menschliches �bel: Ist es innerlich oder �u�erlich ? Und zweitens haben wir es mit den Namen von politischen Orientierungen zu tun (liberal, konservativ, sozialistisch, libert�r etc.), jede von ihnen ist eine Mischung der Innen-au�en-Skala, von der wir gerade sprechen, zus�tzlich einigen anderen wichtigen Skalen, wie etwa die Durchschnittsebene oder die Entwicklungsebenen, die die politische Partei am meisten unterst�tzt (z.B. Blau, Orange, Gr�n etc.); die Betonung, die auf individuelle gegen�ber kollektiven Werten gelegt wird ; die Natur der empfohlenen politischen Ver�nderung (graduell, revolution�r, traditionell) und so weiter. Eine integrale oder Alle-Quadranten-alle-Ebenen-Politik zieht alle diese Skalen in Betracht, um eine umfassendere Sicht der menschlichen politischen M�glichkeiten zu gestalten � und eine umfassendere, ausbalanciertere, effektivere Form der politischen Nachfrage und Aktion. Einige unserer Kollegen arbeiten schon daran (siehe Gregory Wilpert, �Integrale Politik: Ein spiritueller dritter Weg, Tikkun, 16,4 Juli/August 2001; siehe auch �Eine kurze Geschichte des Kosmos' und seine Anmerkungen; und die Arbeiten von Drexel Sprecher, Thomas Jordan, Don Beck, Maureen Silos, Jack Crittenden, Sean Hargens, Paul van Schaik, Mike McDermott, Lawrence Chickering, Mark Gerzon, Tyler Norris, Kees Breed, Ray Harris, Mark Palmer, Karin Swan, Michael Ostrolenk und anderen IZ-Mitgliedern).

�Lasst mich deshalb sagen, dass wir uns in dieser Diskussion besonders auf die Innen-au�en-Skala konzentrieren, und dann kann man dieses Verst�ndnis auf die verschiedenen politischen Parteien anwenden, hier oder im Ausland und sehen, wohin sie auf dieser Skala fallen (und wie sie sich zu einer integraleren oder ausbalancierteren Sicht bewegen m�gen). Wie es sich herausstellt, scheinen sich die traditionellen konservativen und liberalen Parteien in Amerika beinahe perfekt auf dieser Skala einzureihen: die Konservativen glauben fast v�llig an die innere Verursachung des menschlichen Elends, und die Liberalen glauben fast ausschlie�lich an die �u�ere Verursachung des menschlichen Leidens. Wie ihr alle wisst, bedeutet das ganz einfach, dass die Konservativen die Wichtigkeit der linken Quadranten betonen, w�hrend die Liberalen die rechten Quadranten betonen. (Lasst euch hier nicht von �links' und �rechts' verwirren � die politische Linke betont die rechten Quadranten und die politische Rechte die linken Quadranten). Damit die Welt ein besserer Ort wird,will der Konservative mit den inneren (linken) Quadranten hantieren, und der Liberale m�chte die �u�eren (rechten) Quadranten steuern."

�Dementsprechend wird der Konservative, wenn er gefragt wird, was m�glicherweise die Terroristen dazu bewegt haben mag, sich bei solch hoffnungslosen Akten zu beteiligen, ohne zu z�gern buchst�blich die gesamte Schuld den Terroristen selbst zuschreiben: sie sind b�se, sie sind untermenschlich, ihnen fehlen jegliche Werte, auch Charakter und sogar der wahre Gott und dieses oder jenes, und es ist ihre Schuld, Punkt. Es ist ein inneres Problem. Und der typische Liberale wird ins andere Extrem gehen und die �u�eren zur Verantwortung ziehen: nat�rlich sind die Terroristen f�r diese Akte verantwortlich, doch etwas Schreckliches in ihrer Umgebung veranlasste sie dazu. Und in diesem Fall ist dieses andere Schreckliche ein kurzes Schimpfwort: der Westen."

�Beide dieser Sichtweisen haben einen Grad an Wahrheit in sich (einfach weil alle Gelegenheiten sowohl linke als auch rechte Quadranten haben!). Die konservative Position erkennt richtig die Notwendigkeit f�r innere Entwicklung, wenn irgendeine Art echter Werte, Kultur und Bewusstsein Wurzeln fassen sollen. Mit anderen Worten: sie betonen zu Recht die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Entwicklung in den linken Quadranten. Nat�rlich erkennen die meisten Konservativen nur linke Wellen und Werte bis zu Blau-Orange; deshalb meinen sie mit �Werte einfl��en' oft ethnozentrische Werte: Nationalismus, Familienwerte, Militarismus, Patriotismus, Patriarchalismus, gute alte biblische Vorschriften und Moralforderungen � daher stammt ihre starke Betonung des inneren �Charakters' �ber die �u�ere �F�higkeit' eines Pr�sidenten. Doch die allgemeine Wahrheit bei alldem ist die entschiedene Notwendigkeit einer inneren Entwicklung, weil n�mlich ansonsten Purpur und Rot regieren: eine eingegrenzte Barbarei ist das H�chste, worauf eine Kultur hoffen kann. Die negative Seite ist nat�rlich, dass es h�here Werte als Blau-Orange gibt, die die Konservativen gew�hnlich verleugnen und bek�mpfen bei allen m�glichen Gelegenheiten."

�Daher haben die Konservativen Recht damit, dass die Entwicklung der linken Hand absolut notwendig f�r jede Art Zivilisation ist; Unrecht haben sie, wenn sie sagen, dass die blauen Werte die h�chsten Werte im KOSMOS sind."

�����Doch diese Art traditioneller, konservativer politischer Theorie � die auf der mythischen Teilhabe und der blauen Meme basiert � war die dominante Sicht des Herrschens im �berwiegenden Teil der zivilisierten Geschichte der Menschheit, im Osten und Westen, von der Achsenzeit an bis zur Aufkl�rung im Westen, wo ein radikal neuer Typ politischer Philosophie geboren wurde: der Liberalismus. Der Liberalismus war vieles auf einmal: eine Bewegung von einer ethnozentrischen Tunnelsicht zu weltzentrischen Perspektiven; von der Aristokratie zur Demokratie; von der Sklaverei zur Gleichheit; von einer durch Mythen informierten Gesellschaft zu einer durch Naturwissenschaft informierten; von einer Rollenidentit�t zu einer Egoidentit�t; von Pflicht und Ehre zu W�rde und Anerkennung; von ethnozentrischen Werten zu universellen Werten (vor allem Freiheit, Gleichheit, Br�derlichkeit)."

��� �Kurz, es war eine Bewegung von Blau nach Orange, von ethnozentrisch nach weltzentrisch, von konventionell nach postkonventionell. Es war die Geburt des Liberalismus in der modernen Aufkl�rung."

�Doch es war nat�rlich auch vieles Andere mehr, doch nicht alles davon war gesund. Nur wenige der von mir oben erw�hnten Werte kamen in ihrer vollen gesunden Form. Denkt an die Dialektik des Fortschritts � die gemischten Segnungen � der Moderne: die gute Nachricht war, dass die Gro�en Drei (von Ich, Wir und Es; oder Kunst, Moral und Naturwissenschaft) schlie�lich differenziert wurden und zugelassen, ihre eigenen Wahrheiten auf ihre eigene Weise zu verfolgen, was in einem betr�chtlichen Fortschritt bei allen resultierte; die negative Seite war, dass sich die Gro�en Drei nicht einmal differenzierten, sie dissoziierten schlie�lich, und dies erlaubte einer aggressiven und imperialistischen Naturwissenschaft, die anderen Wertsph�ren zu kolonisieren, indem sie auf katastrophale Weise Kunst und Moral � das Sch�ne und das Gute � auf unn�tige Besitzentziehungen auf dem Pfad der instrumentellen Rationalit�t reduzierten. Um es unverbl�mt zu sagen: Es wurden die inneren Dimensionen von Ich und Wir � die linken Quadranten � alle auf Epiph�nomene der rechten Welt der sensomotorischen Es-heiten und des �u�eren reduziert: der naturwissenschaftliche Materialismus wurde geboren."

�Und der Liberalismus wurde ebenfalls geboren. Der Liberalismus wuchs in der gleichen Flachlandatmosph�re auf, in der Atmosph�re, die nur �u�eres anerkennt � genau deshalb k�nnen die meisten Liberalen bis heute nur in annehmbarer Weise an die �u�eren Bed�rfnisse denken, die in Ordnung gebracht werden m�ssen, um die Gesellschaft verbessern zu k�nnen. An das Verbessern von Innerem zu denken, w�rde beinhalten, dass einiges Innere anderem Inneren unterlegen w�re, und Liberale schrecken gew�hnlich vor dieser Folge zur�ck � so l�hmen sie ungewollt jede effektive innere Entwicklung und konzentrieren sich fast ausschlie�lich auf das �u�ere Steuern der sozialen Systeme."

�Doch da gibt es auch einen positiven Grund f�r die liberale Abneigung, innere Entwicklung zu diskutieren, und der muss sorgf�ltig gew�rdigt werden, n�mlich: die Trennung von Kirche und Staat. Die vorherige politische Philosophie (die sich schlie�lich in den Konservatismus ausformte), stammte von der Welle der mythischen Teilhabe (Rot-Blau) ab und war haupts�chlich eine Philosophie der Verschmelzung von Kirche und Staat: der Pharao, Caesar, der Zar oder K�nig war entweder Gottheit oder ein Repr�sentant der Gottheit, ein politisches System, in dem eine Partei Befehle gab und alles kontrollierte, das direkt in eine ethnozentrische Religion eingelassen war. Der Liberalismus wollte �ber diese ethnozentrische Herrschaftsform hinausgehen zu einer weltzentrischen, universellen Regierung, die nicht auf spezifischen religi�sen Werten oder konventionellen Familienwerten basierte, sondern auf postkonventionellen Freiheiten, die auf m�glichst viele Menschen ausgedehnt werden. Deshalb lautet die allgemeine liberale Haltung, dass der Staat nicht offen eine spezifische oder favorisierte Version der Gottheit oder des Guten Lebens bewirken sollte � und dies wird oft als die Trennung von Kirche und Staat zusammengefasst. Der Liberalismus empfiehlt eine prozedurale Republik (wo das Recht dem Guten vorangeht), nicht eine substantive Republik(wo das Gute dem Recht vorangeht); er verteidigt im allgemeinen die negativen Freiheiten (schade niemandem), keine postiven Freiheiten (man sollte dies wertsch�tzen). Die liberale Haltung bef�rwortet daher theoretisch einen Typ von Gleichheit und sogar Egalitarismus: alle pers�nlichen oder inneren Werte sind eine private Auswahl, nicht allgemein f�r �ffentliche Beurteilung offen; es gibt keine Hierarchie pers�nlicher Werte mit irgendeiner Art zwischen-individueller Anwendbarkeit."

�Doch hier liegt die Schwierigkeit bei einem solchen traditionellen Liberalismus: gerade die F�higkeit, universelle Gleichheit zu besch�tzen und zu f�rdern, ist das Produkt von wenigstens f�nf Stufen von innerem hierarchischem Wachstum (Beige nach Purpur nach Rot nach Blau nach Orange). Die liberale Haltung, die sagt, dass alle Menschen gleich seien und keine Werte intrinsisch besser als andere, ist selbst ein Elitewert, der nur von einer Minorit�t der Bev�lkerung zur Zeit erreicht wurde. Der Liberalismus ist das Produkt von f�nf hierarchischen Wachstumsstufen, und dann dreht er sich um und verleugnet die Wichtigkeit von hierarchischen Wachstumsstufen."

�Der Liberalismus verleugnet auf diese Weise genau den Pfad, der Liberalismus produziert. Und einer der Hauptgr�nde, weshalb er das tut, ist vermutlich � was auch eine integrale Historiografie aufgedeckt hat � dass der Liberalismus in einem Flachlandklima geboren wurde, einem Klima des naturwissenschaftlichen Materialismus, des �konomischen Reduktionismus, die behaupteten, dass all die wirklich wichtigen Realit�ten nur �u�ere/sensorische Angelegenheiten sind. Sogar die mit dem Liberalismus aufgewachsenen psychologischen Systeme � Empirismus, Behaviorismus, Positivismus � behaupteten, dass die innere Welt nichts als eine Serie von Bildern der �u�eren Welt sei, die die wirkliche Welt sei (wieder: die liberale Naturwissenschaft behauptet, es gebe nur Fakten, jedoch keine Interpretationen: d.h. nur �u�eres, kein wirkliches Inneres)."

�Von Anfang an hat der Liberalismus also die Genese seiner eigenen Haltung missverstanden. Er hat das Verst�ndnis verfehlt, dass liberale Werte nur aufkommen durch eine Serie von hierarchischen Wachstumsstufen � und sie sind dabei ziemlich sp�t auftauchende Werte (Beige nach Purpur nach Rot nach Blau nach Orange...). Deshalb hat der Liberalismus � weil er tats�chlich eine postkonventionelle, weltzentrische, universelle Welle der Fairness, Gerechtigkeit und Toleranz ist � sofort den Status der Gleichwertigkeit auf alle anderen Haltungen ausgeweitet: �Wir halten diese Wahrheiten f�r selbst-evident: dass alle Menschen gleich erschaffen wurden.' Gut, alle Menschen m�gen gleich erschaffen sein, doch sehr bald erreichen sie unterschiedliche Entwicklungswellen, von denen nur die h�heren beginnen, liberale Werte zu produzieren. Daraufhin beginnen liberale Werte, die immer noch in Flachland gefangen sind, eindringlich innere hierarchische Werte zu verleugnen und l�sen damit wirksam ihre eigene Genese auf, damit arbeiten sie sehr hart daran, den Pfad zu zerst�ren, der sie hervorgebracht hat."

�Anstelle von innerer Entwicklung wird blo�e �u�ere Entwicklung von dem Flachlandliberalen bef�rwortet. Materielle Verbesserung und �konomische Umgruppierung werden zu Hauptzielen des Regierens � (Neu)verteilung des materiellen Wohlstands, Schaffung von Gesundheitsf�rsorge f�r alle, Schaffung von Unterkunft f�r alle, Schaffung von Nahrung f�r alle, Schaffung von Wohlbefinden f�r alle. Das �berl�sst alle Werte, alles Innere, alle Bedeutung, alle Tiefe und alle G�ttlichkeit den Konservativen, die eine niedrigere Entwicklungswelle repr�sentieren, die jedoch wenigstens nicht das Innere vergessen haben !"

�Gespr�che �ber Inneres � �ber Werte, Religion, Charakter und Bedeutung � werden somit weitgehend in den H�nden der Konservativen belassen. Der Liberale sieht sich dann die typischen blauen-Meme konservativen Werte an � die oft ethnozentrisch und dieser Welle angepasst (und unvermeidbar) sind, die jedoch leicht in Hass gegen�ber Homosexuellen und deren Verfolgung, Sexismus und Frauenhass, Militarismus und Imperialismus abgleiten k�nnen � und sagt dann: �Wenn es das ist, was sie mit �Einfl��en von Werten" meinen, dann bleibe ich lieber aus diesem Wertespiel ganz heraus!' � dabei verfehlt er die Erkenntnis, dass die eigene weltzentrische Fairness schlichtweg die n�chste Welle der sich hierarchisch entfaltenden Werte ist. So versucht das Liberale, von den ethnozentrischen Werten wegzukommen, nicht indem es sich offen f�r die eigenen h�heren weltzentrischen Werte einsetzt, sondern indem es sich f�r wertneutral und egalit�r erkl�rt, wohingegen es die n�chste Welle der Wertstrukturen verteidigt, die n�chste Welle des Inneren, doch dabei vers�umt es zu erkennen, dass es dann dem Umherpfuschen in Flachland nachgibt. Anstatt eine neue Welle von Gespr�chen �ber das Innere � h�here Werte, h�here Religion, h�heren Charakter, h�here Bedeutung � einzuleiten, spricht es nur �ber lauwarmen Egalitarismus, eine Pluralit�t von authentischen h�chsten Zielen, pfadlosen Multikulturalismus, kein Inneres ist besser als ein anderes, bla...bla...bla.... Dar�ber hinaus wird jedem Inneren, wie niedrig auch immer, nicht nur gleiche Achtung sondern auch gleicher Wert zugesprochen, Punkt � und der regressive Alptraum f�ngt schon an. Der Liberalismus ist viel nobler als das, viel h�her als das..."

�������brigens ist es oft vermerkt worden, dass �konservativ' und �liberal' in einigen wichtigen Hinsichten seit der Aufkl�rung ihre Positionen gewechselt haben. Was den Liberalismus urspr�nglich repr�sentiert hatte � Individualismus �ber Kollektivismus, Freiheit von staatlicher Intervention und die Politik des freien Marktes � wird jetzt von einem Zweig des Konservatismus vertreten, w�hrend viele Liberalen begonnen haben, eine Politik zu empfehlen, die verd�chtig wie der alte Konservatismus aussieht (staatliche Intervention, Kollektivismus, Eingriffe in den Markt, Aussetzung von individuellen Rechten, Betonung auf Kommunalismus)."

�Es gibt eine Menge von Alle-Quadranten-alle-Ebenen-Gr�nden f�r diesen gr��eren Rutsch, doch der einfachste ist: weil der konservative Impuls genau so ist, -- konservativ oder die Vergangenheit konservierend � dass er dazu neigt, nur die Praktiken zu verteidigen, die historisch ihre Wirksamkeit bewiesen haben. Sie sind nicht progressiv oder revolution�r � in der Zukunft nach einer Art von Chance oder Erl�sung suchend � sie sind traditionell, sogar reaktion�r: in der Vergangenheit nach stabilen, bew�hrten Ankerpl�tzen suchend."

�Nun, zur Zeit der Aufkl�rung sollte der Konservatismus blau gewesen sein, denn das war schlie�lich �ber tausend Jahre gut gegangen; die orange Aufkl�rung war andererseits sehr neu und revolution�r (und daher liberal oder progressiv). Anstelle von blauem Kollektivismus und mythischer Teilhabe brachte sie orangen Individualismus und die Wahlfreiheit (wenn n�tig durch revolution�re Mittel)."

�����Sogar jetzt noch wird in den W�rterb�chern der Hauptunterschied zwischen konservativ und liberal so angegeben: der Konservative ist traditionell, der Liberale ist progressiv. Und dabei ist eine Menge Wahrheit. Doch die Wahrheit ist gleitend...."

�Das hei�t auch, dass der Liberalimus so gut gearbeitet hat (sogar in seiner Flachlandform) � in der Wirtschaft, der Naturwissenschaft, bei technischen Steuerungsproblemen, bei der Produktion des Wohlstands am freien Markt � dass mit der Zeit, als 300 Jahre vergangen waren, diese orangen Praktiken langsam....konservativ geworden sind. Die neue f�hrende Welle war dann nat�rlich gr�n, und deshalb musste man, um liberal oder progressiv zu sein, nun in seinen Werten dem gr�nen Meme angeh�ren � und das bedeutete, dass man als guter Liberaler beginnen musste, die vorangegangenen orangen Werte zu bek�mpfen. So wurden genau die Werte, die ein paar Jahrhunderte vorher die f�hrenden (und buchst�blich revolution�ren) liberalen Werte waren, jetzt genau die Werte vieler Konservativer geworden waren, die tats�chlich begannen, die Aufkl�rungswerte von Individualismus und Praktiken des freien Marktes zu umfassen und zu verteidigen � genau die Werte, die sie drei Jahrhunderte vorher so energisch bek�mpft hatten! Nat�rlich bleibt die andere h�chst einflussreiche Untergruppe der Konservativen n�her bei den �altmodischen' konservativen blauen Werten, weshalb der Konservatismus heute eine eigenartige Mischung aus Blau und Orange ist, so wie der Liberalismus heute eine eigenartige Mischung aus Orange und Gr�n ist."

�����Dies war ein gewaltiger Umschwung, als die Konservativen nach Orange und die Liberalen nach Gr�n wanderten. Weil die Liberalen, die von Orange nach Gr�n gewandert waren, nicht mehr l�nger individuelle Freiheit sondern Kollektivismus empfahlen; nicht mehr Freiheit vom Staat sondern staatliche Intervention; nicht mehr akademische Freiheit sondern politisch korrektes Gruppendenken. Und diese kollektivistischen Liberalen vom gr�nen Meme � Pomo- (postmoderne; A.d.�.) Liberale � wurden nun im Namen der individuellen Freiheit von den Konservativen vom orangen Meme angegriffen, die Aufkl�rungswerte platzieren (die gleichen Werte, die sie damals verachteten)! Und gr�ne Pomo-Liberale begannen die Werte der Aufkl�rung und des Westens wutentbrannt anzugreifen � und griffen ihre eigenen Eltern an! Noch unheimlicher: gr�ne Liberale und blaue Konservative befinden sich nun oft in der beunruhigenden Situation, dass sie sich zusammentun m�ssen, um Regierungskontrolle von individueller Freiheit zu ermutigen: liberale Feministinnen und fanatische Konservative z.B. bestehen beide auf dem staatlichen Verbot pornografischen Materials."

�Das macht alles Sinn, wenn ihr daran denkt, dass die Konservativen auf den gestrigen Wellen, die Liberalen auf den Avantgarde-Wellen reiten. Doch zur Zeit ist keiner von ihnen in der Lage, die gesamte Spirale zu reiten. Und das ist genau das Problem. Sowohl die konservative als auch die liberale Position sind parteiisch, fragmentiert, verfremdet und entfremdend."

�Dementsprechend haben wir heute folgendes: die typische konservative Position erkennt richtig die Wichtigkeit der inneren Entwicklung an (oder die linken Quadranten), doch nur bis hinauf nach Blau-Orange; und sie wertet das �u�ere generell ab. Um integral zu werden, m�sste der Konservatismus daher anerkennen, dass 1) �u�ere Entwicklung und Verteilung (Faktoren der rechten Quadranten) f�r viele Menschen oft ungleich und unfair sind und dass dies f�r den Hauptteil ihres Leidens verantwortlich ist; und dass 2) im Inneren h�here Bewusstseinsebenen vorhanden sind � und h�here Werte � als Blau-Orange, und das gesamte Bewusstseinsspektrum und die entsprechenden Werte m�ssen anerkannt und an jedes politische Herrschaftssystem adressiert werden, das umfassend und daher der wirklichen Welt angemessen sein will, hier und au�erhalb."

�Auf der anderen Seite bewegt sich die typische liberale Position entscheidend von den ethnozentrischen (rot-blau) zu den beginnenden weltzentrischen Wellen (Orange nach Gr�n) hin � eine wirklich h�here evolution�re Entwicklung � doch nur, um im Flachland eingeschlossen zu werden und entleert somit die Wichtigkeit der inneren Wachstumshierarchie, die ihre eigene noble Haltung zuallererst hervorgebracht hat. Die Werte des Liberalismus sind immer von den postkonventionellen Wellen gekommen (ob in der modernen Aufkl�rung oder in den postmodernen pluralistischen Formen). Doch gefangen im Flachland, verfehlt der Liberalismus in all seinen Formen die Einsicht, dass Liberalismus deshalb NICHT eine andere Version von Egalitarismus ist, sondern von Elitismus: die Haltung des Liberalismus erfordert selbst das Wachstum und die Entwicklung von Bewusstsein und Kultur zu den postkonventionellen, weltzentrischen Wellen hin � die bislang in der Geschichte nur eine Minderheit von Menschen einbeziehen. Das hei�t, dass die liberale Haltung der Gleichbehandlung aller Menschen eine nur von einer Minderheit von Menschen rund um die Welt eingenommene Haltung ist. Das ist nicht schlecht; weit gefehlt: das erinnert schlichtweg daran, dass der Liberalismus aus den h�heren � und deshalb relativ seltenen � postkonventionellen Wellen der psychologischen und kulturellen Evolution entspringt."

�(Ganz abgesehen von der Tatsache, dass der Liberalismus dann, wenn er sich in genealogischem Dunkel und einem Egalitarismus eines falschen Bewusstseins abm�ht, gew�hnlich die niedrigen, pr�konventionellen Wellen verteidigt und f�rdert, Wellen, die authentisches liberales Bewusstsein fast herabsetzen, indem sie seine liberalen Slogans aggressiv als Geisel nehmen. Ich will jetzt nicht diese Pr� ost-Verwirrung diskutieren, die heutzutage die Hallen des Liberalismus heimsucht, wie wichtig dies auch sein mag; ich will mich lieber auf die f�hrenden liberalen Werte selbst konzentrieren und die innewohnenden Schwierigkeiten, die einer h�heren Bewusstseinswelle �berall in der Welt entgegenwirken.)"

����Weil der Liberalismus selbst relativ hohen Entwicklungswellen entspringt, folgen viele schwierige Probleme auf dem Fu�e. Genau deshalb weil der Liberalismus historisch die Avantgarde der Bewusstseinsentwicklung repr�sentiert � die f�hrende, wachsende Spitze � (noch anders ausgedr�ckt: weil er n�mlich progressiv ist) � deshalb hat der Liberalismus bisher die h�chsten Entwicklungsebenen der psychologischen Toleranz, der kulturellen Umfassung und der politischen Einschlie�ung repr�sentiert: nicht egozentrische Politik (was f�r mich gut ist), nicht ethnozentrische Politik (was f�r meinen Stamm gut ist), sondern weltzentrische: was f�r alle St�mme, alle V�lker, alle Rassen gut ist. Als die Welt ethnozentrisch blau war (als sie einen rigiden und dogmatischen Glauben an einen absolutistischen Gott, die Unterwerfung unter einen Monarchen, Tod allen Heiden und Ungl�ubigen forderte), erhob sich der Liberalismus als weltzentrisches Orange (und forderte die universellen Menschenrechte, unabh�ngig von Rasse, Geschlecht, Hautfarbe oder Glauben). Als die Welt selbst, oder besser ihre elit�ren Regierungssysteme, sich dann ausdr�cklich nach Orange bewegten (indem sie universelle liberale Werte umfassten, die zur Abschaffung der Sklaverei, dem Aufkommen des Feminismus, der revolution�ren Einsetzung der repr�sentativen Demokratien rund um die Welt f�hrten), da bewegte sich der Liberalismus sogar noch weiter nach Gr�n (und forderte, dass diese universellen liberalen Werte wahrhaftig allen V�lkern zukommen sollten, ohne eines an den Rand zu dr�ngen oder zu unterdr�cken).

�Bei all diesen Gelegenheiten repr�sentierte der Liberalismus die n�chste, gro�e, h�chste Bewusstseinswelle der Entwicklung und Einschlie�ung � und deshalb war der Liberalismus selbst die treibende Kraft f�r alle diese haupts�chlichen Ausdehnungen der politischen Theorie und Praxis, indem er politische Toleranz und Umfassung vom Ethnozentrischen zum wahrhaft Weltzentrischen ausdehnte und vorantrieb (und so ritt er auf der f�hrenden Kante der Bewusstseins- und kulturellen Evolution selbst, die, wie wir oft gesehen haben, die Tendenz hat, vom Egozentrischen zum Ethnozentrischen zum Weltzentrischen zu flie�en)."

�Deshalb hat der Liberalismus in jedem Teil seiner noblen Geschichte auf der f�hrenden Kante der Bewusstseinsevolution gesessen � einer ELIT�REN f�hrenden Kante, die niemals jedoch zu mehr als 10% der Gesamtbev�lkerung einer Zeit anstieg � und dennoch fand er generell g�tige Weisen, seinen Elitismus anderen aufzuzwingen. Die amerikanische Verfassung ist zum Beispiel meistenteils ein Dokument der f�nften moralischen Stufe � eine Aussage des orangen Memes, auf den Werten der Aufkl�rung basierend. Doch als dieses Dokument geschrieben wurde � und schlie�lich als das Gesetz des Landes eingesetzt wurde � befand sich weniger als 10% der amerikanischen Bev�lkerung auf der moralischen Stufe 5. Die Brillanz der Gr�ndungsv�ter lie� sie einen Weg finden, diese seltene elit�re Haltung einzunehmen � indem sie Gleichheit und Freiheit f�r alle forderten � und sie der gesamten Bev�lkerung als das R�ckgrat einer Folge von legalen und verhaltensm��igen Kodices aufzuzwingen, die verlangten, dass sogar Individuen, die sich in ihrem Inneren nicht auf der moralischen Stufe 5 befanden, ihr �u�eres Verhalten den Regeln anpassen sollten, die mit einer Handlung der moralischen Stufe 5 vereinbar sind (z.B.: Ihr m�sst mich nicht lieben, doch wenn ihr auf mich schie�t, werdet ihr eingelocht). So verk�rperten die amerikanischen Gesetze auf ihrer besten Seite einen Versuch, h�here, postkonventionelle, weltzentrische Antworten zu chiffrieren � ohne Ansehen von Rasse, Geschlecht, Hautfarbe oder Glaubensbekenntnis � eingesetzt mit der Zustimmung der Regierten (der Gesellschaftsvertrag der f�nften moralischen Stufe), auch wenn diese Gesetze von der Entwicklung her �ber den meisten der Regierten standen. Die gesetzgebenden, richterlichen und politischen Strukturen der Vereinigten Staaten handelten so in ihren besten Instanzen sowohl als eine der gesamten Bev�lkerung auferlegte h�here elit�re Haltung und als ein Magnet der psychologischen und kulturellen Entwicklung seiner V�lker, die in die weltzentrischen Werte von Freiheit und Gleichheit hineinwachsen konnten, die in die Kodices eingebettet waren und sie formten. Kurz gesagt: Die Verfassung war ein Schrittmacher der Transformation � sie dr�ckte dem Land einen Satz von postkonventionellen, weltzentrischen, liberalen Werten ein � doch dies waren nicht vererbte Werte oder aristokratische Werte oder nur an wenige Auserw�hlte gegebene und allen �brigen verweigerte Werte: nein, sie waren Entwicklungswerte � d.h. Werte, in die alle Menschen hineinwachsen k�nnten: es war ein Elitismus, doch ein Elitismus, zu dem alle eingeladen waren."

�War der Liberalismus dazu berechtigt, so etwas zu tun ? Sicherlich. Warum ? Weil der Liberalismus in seinem Kern einen wirklich h�heren, weiteren, ausgedehnteren Satz von Werten repr�sentierte, die von der h�chst zu erwartenden Entwicklungswelle jener Zeit stammten (zuerst Blau nach Orange und dann Orange nach Gr�n und dann vielleicht....noch h�her ? Lasst uns darauf etwas sp�ter zur�ckkommen)."

�Nun zu den Problemen. Sie sind so ausgedehnt wie die des Konservatismus und wesentlich aus dem gleichen Grund: keine Haltung ist integral. Sowohl die liberalen als auch die konservativen Haltungen repr�sentieren sehr wichtige Strecken des gesamten Spektrums, doch keine repr�sentiert das Spektrum selbst � beide sind parteiisch , fragmentiert und letztlich unterdr�ckend."

�Der Liberalismus fordert, dass alle Menschen vor dem Gesetz und politisch gleich behandelt werden � was an diesem sich entfaltenden Punkt sicherlich richtig ist � doch dies bedeutet nicht und kann im Zusammenhang nicht bedeuten, alle Menschen so zu behandeln, als h�tten sie gleiche kognitive, moralische oder spirituelle F�higkeiten, die sie erwiesenerma�en nicht haben. Der Liberalismus wei� das ganz und gar, doch er vergisst dies st�ndig und tendiert dahin, von dem gehobenen, im ganzen noblen Standpunkt, dass �alle Werte fair behandelt werden m�ssen und nicht voreingenommen sein d�rfen hinsichtlich der Rasse, des Geschlechts, des Glaubens oder Bekenntnisses' � in die fade, sich selbst widersprechende Bemerkung abzugleiten, �dass alle Werte daher gleich sind, Punkt.'"

�Die meisten Liberalen wissen das, doch wenn sie �Freiheit, Gleichheit und demokratischen Egalitarismus' als Aush�ngeschild nehmen, als wenn dies tats�chlich alle liberalen Werte w�ren, dann beg�nstigen sie eine Flachland-Weltsicht, die nicht bemerkt, dass weltzentrische Werte besser als ethnozentrische Werte sind, die wiederum besser als egozentrische Werte sind � und somit verleugnen sie tats�chlich die Wachstumshierarchie, die ihren eigenen Standpunkt hervorgebracht hat � und damit entmutigen sie subtil das innere Wachstum und den holarchischen Fortschritt � wenn diese Agenda tats�chlich durchgef�hrt werden sollte, w�rde sie die aktuelle Quelle aller liberalen Werte zerst�ren � n�mlich die postkonventionellen Wellen der Entwicklung."

�Sowohl der orange Aufkl�rungsliberalismus und der gr�ne postmoderne Libralismus weiden das Innere schwerwiegend aus, pl�ndern die linken Quadranten und dann legen sie fast die gesamte Betonung auf das Ausbessern des �u�eren (materiell und �konomisch) als die einzigen Mittel zur Linderung des menschlichen Leidens, dabei �bersehen sie, dass es ohne ein begleitendes inneres Wachstum von Bewusstsein und Kultur (oberer linker und unterer linker Quadrant) nichts gibt, das die �u�ere Entwicklung im Rahmen halten kann. Der gr�ne Liberalismus behauptet besonders, dass keine Werthaltungen besser oder schlechter als andere seien und das f�hrt nat�rlich geradewegs zu dem gemeinen gr�nen Meme und den Schrecken von Boomeritis, mit freundlicher Genehmigung einer massiven Pathologie an der Spitze des Trends. Und glaubt mir, an der Spitze des Trends will man am wenigsten Pathologie sehen."

�Damit der Liberalismus integral werden kann, muss er daher seine eklatanten Defizite aufarbeiten (wie es auch der Konservatismus tun muss): beide von ihnen werden dann beim Finden der ersten wirklich integralen Politik in der Geschichte wetteifern. Wir sahen bereits die vom Konservatismus verlangten Hauptz�ge (das �u�ere generell und h�here Werte als Blau-Orange anerkennen). Die entsprechenden Schritte f�r die Liberalen w�ren: 1) das Innere generell anerkennen; d.h. die inneren Wachstumswellen erkennen � die Wachstumsholarchie � die seinen eigenen noblen, ausgedehnten, weltzentrischen Standpunkt hervorgerufen haben und auf Wege hinarbeiten, dieses innere Wachstum zu f�rdern (es nicht zwingen, sondern f�rdern, indem die Bedingungen f�r dieses Wachstum allen frei zug�nglich gemacht werden � eine der originalen Bestimmungen einer wahrhaft liberalen Erziehung). Der typische Liberalismus hat einen von Kants Hauptpunkten vergessen: �Freiheit hei�t nicht, dass man alles tun kann, was man will; sondern seinen eigenen h�chsten Diktaten zu folgen. Ich wiederhole: �Freiheit hei�t nicht, dass man alles tun kann, was man will (und deshalb bedeutet pers�nliche oder politische Freiheit nicht Anarchie im Verhalten); Freiheit bedeutet, seinen eigenen h�chsten Diktaten zu folgen ( und deshalb verlangt pers�nliche und politische Freiheit innere Entwicklung). Eine egozentrische Person ist nicht frei, sondern ist ihren Impulsen unterworfen; eine ethnozentrische Person ist nicht frei, sondern ihren Vorurteilen unterworfen; erst eine weltzentrische Person beginnt, die Luft einer auf alle ausgedehnten Freiheit und Gleichheit zu atmen."

�Kurz gesagt: man ist nicht frei geboren, �berall wird man in Ketten geboren. Doch man kann frei werden und �ber seine engen Perspektiven hinauswachsen, um schlie�lich eine weltzentrische, globale, nichtausschlie�ende Bewusstheit zu umfassen � und in deren Freiheit und F�lle befreit zu werden."

�Setzt unsere Worte ein: man ist nicht frei durch den blo�en Besitz allen vorstellbaren materiellen Komforts, weil jemand in Rot ein Sklave seiner Zw�nge ist, jemand in Blau ist ein Sklave der Herdenmentalit�t, jemand in Orange ist ein Sklave seines Profitstrebens, jemand in Gr�n ist ein Sklave seiner Subjektivit�t. Erst im zweiten Rang beginnt eine Person, diese niedrigeren Impulse, Antriebe und Diktate zu transzendieren und sich an deren Stelle zu einer Vision des fl�ssigen, flie�enden Ganzen zu erheben, das einem erlaubt zu beginnen, wirklich Frei und wirklich Ganz in einer integralen Umfassung zu sein, die f�r alle Platz schafft."

�Daher ist der zweite Schritt f�r den Liberalismus, um integral zu werden...Nun, wenn Schritt 1) die Anerkennung der Notwendigkeit sowohl inneren als auch �u�eren Wachstums ist, dann involviert Schritt 2) die Notwendigkeit, noch h�here innere Wellen �ber Orange und Gr�n hinaus anzuerkennen�. Wie der traditionelle Konservatismus h�here Wellen als Blau-Orange anerkennen muss, muss der heutige postmoderne Liberalismus Wellen h�her als Orange-Gr�n anerkennen. Doch jenseits von Gr�n ist .... der zweite Rang. Und, Freunde, das wird wohl alles ver�ndern."

Integral: Eine Union von Konservativen und Liberalen

�����Powell sah auf. �Ist das soweit Okay ?"

������Das machst du toll, meine Liebe," sagte Margaret.

������Das definierende Hauptcharakteristikum des zweiten Rangs ist vielleicht, dass er das ganze Bewusstseinsspektrum verstehen kann und die volle Entwicklungsspirale (wenigstens bis zur heutigen Leitkante, die jetzt T�rkis ist). Das bedeutet, dass der NEUE Liberalismus als die heutige Leitkante der Kultur � d.h. ein Liberalismus, der sich von Gr�n nach Gelb/T�rkis bewegt hat � etwas tun w�rde, was keine politische Philosophie in der Geschichte jemals geschafft hat: die gesamte Spirale der Entwicklungswellen (bis zu T�rkis) anerkennen, harmonisieren, verflechten und integrieren � NICHT durch den Gebrauch von Flachland-Pluralismus (der gr�ne Versuch beim Integralen) sondern eines holarchischen Pluralismus (d.h. eine eingenistete Wachstumshierarchie, die eine anwachsende Ausweitung von Achtsamkeit und Bewusstsein repr�sentiert). Jedes Meme, jede Ebene, Stufe und Welle hat dennoch eine wichtige Rolle zu �bernehmen und ist noch ein unsch�tzbarer Teil der gesamten Spirale, nicht nur weil jede �ltere Welle ein notwendiger Bestandteil der sp�teren Wellen ist (keine Atome, keine Molek�le), sondern weil jedes Holon, Junior oder Senior, auf seiner eigenen Ebene eine lebenswichtige Rolle zu spielen hat. Nichts geht jemals verloren; alles wird einbezogen, wenn diese bewundernswerte Spirale ihren Weg von den Atomen zur Ewigkeit geht."

�Eine wahrhaft integrale Politik w�rde daher wirksam sein, alle Wellen und Memes �ber wenigstens zwei Hauptdimensionen zu integrieren: weil jede Welle in ihrem eigenen Recht wichtig ist und weil die meisten Individuen ihr Erwachsenenleben auf einer bestimmten Welle verbringen werden (hoch oder niedrig oder dazwischen), dann w�rde eine Kultur im Idealfall Wege anbieten, um die vier Quadranten auf wirklich jeder Welle zu integrieren. Diese horizontale Integration w�rde jedem gestatten, Selbst, Kultur und Natur (Ich, Wir und Es) zu integrieren, auf welcher Ebene sie auch sein m�gen. Dar�ber hinaus w�rde eine wahrhafte integrale Politik des zweiten Rangs ein Verflechten der verschiedenen Wertstrukturen �ber das gesamte Bewusstseinsspektrum und die Entwicklungsspirale erlauben � eine vertikale Integration. Nicht l�nger w�rde dann ein Satz an Werten als der einzige Satz betrachtet werden, der Regierungssysteme informieren sollte. Die gesamte Spirale der Entwicklungsm�glichkeiten w�rde f�r einen integralen Prozess der Entscheidungsfindung in Betracht gezogen werden. Technische Steuerungsprobleme k�nnten immer noch von der Naturwissenschaft der rechten Systeme behandelt werden, doch die Regierungspolitik, Normen und Ideale w�rden das gesamte Spektrum menschlicher Werte bedenken, wie sie in der Kultur zu jeder Zeit gegeben sind und wie sie sich in der Gesellschaft, die somit selbstregierend ist, ausfalten und entwickeln. Dann handelt die Spirale in den und durch die politischen F�hrer, die regieren werden und nicht dies oder jenes Teilmeme. Ist das Management-Elitismus ? Ja, in der Tat, genau wie es die liberale F�hrungskante immer getan hat. Doch noch einmal: es ist ein Elitismus, zu dem alle eingeladen sind."

�Lasst mich diesen Abschnitt zusammenfassen: Zur Zeit sind weder Konservatismus noch Liberalismus integral � keiner von beiden ist �alle Quadranten, alle Ebenen'. Der typische Konservative verteidigt die blauen-bis-orangen Wellen und ignoriert oder wertet die rechten Quadranten ab. Der typische Liberale verteidigt die orangen-bis-gr�nen Wellen und ignoriert oder wertet die linken Quadranten ab. Um integral zu werden, m�ssten beide ihre Ungleichgewichte korrigieren, indem sie die ignorierten Quadranten und Ebenen ansprechen: die Konservativen, indem sie ausdr�cklich die rechten Quadranten und die Ebenen h�her als Orange einbeziehen; und die Liberalen, indem sie ausdr�cklich die linken Quadranten und die Ebenen h�her als Gr�n einbeziehen. Wir haben jeden dieser Punkte weiter oben diskutiert."

�Jedoch wird eine solche Politik nicht l�nger konservativ oder liberal sein, nicht wie wir sie bisher erfahren haben. Sogar der Liberalismus, der ansonsten in der Lage sein m�sste, das Banner der integralen Politik voranzutragen � einfach weil er die F�hrungskante der kulturellen Evolution ist, w�rde auch als erster in den zweiten Rang hineinschlagen � doch selbst dann w�rde er eine Art Liberalismus werden, den niemand, absolut niemand, vorher gesehen hatte: ein Liberalismus, der NICHT gegen�ber dem Konservatismus beanspruchen w�rde, dass �wir Recht haben und ihr Unrecht habt', wie es ein drolliger Titel eines liebenswerten f�hrenden liberalen Vielredners ausdr�ckt (es ist James Carville), sondern vielmehr: �Wir haben beide Recht, was zum Henker machen wir denn jetzt ?"����

Als sich das Lachen gelegt hatte, l�chelte Lesa Powell und fuhr fort, aus ihren Notizen zu lesen. �Deshalb nennen wir diese neue integrale Politik mit beiden Bezeichnungen als postkonservativ und postliberal, obwohl wir glauben, dass die F�hrungskante wahrscheinlich von den hochentwickelten Liberalen kommen wird, die zum zweiten Rang durchgebrochen sind und damit erkennen, dass 1) alle vorherigen Memes, Werte, Stufen und Wellen in einem holarchischen Pluralismus geachtet werden m�ssen; 2) das bedeutet, dass nicht nur die gesamte Entwicklungsspirale integriert werden muss (vertikale Integration), sondern 3) dass sowohl der rechte als auch der linke Quadrant oder das Innere und das �u�ere integriert werden m�ssen (horizontale Integration); so dass 4) �progressiv' aufh�ren m�sste, nur Fortschritt unter materiell-�konomischen Bedingungen zu bedeuten, sondern dass er Wachstum und Bewusstseinsentwicklung einschlie�en w�rde und m�sste; das w�rde ein radikal progressiver Standpunkt sein, der auch 5) zutiefst konservativ sein w�rde dadurch, dass alle gestrigen Memes geachtet, bewahrt und in das stattfindende Ausfalten von Bewusstsein und Kultur aufgenommen w�rden."

Nach dieser langen Rezitation machte Lesa eine Pause; sie hatte fast eine Stunde lang vorgelesen. �Nun, so weit bin ich mit der Vorlesung gekommen. Ich muss sie jetzt mit einem Umriss der integralen politischen Position selbst abschlie�en. So gut wie Empfehlungen f�r Antworten � individuell und kollektiv. Ich dachte, ihr k�nntet mir alle dabei helfen." Sie sah sich in der Tischrunde um.

Carla Fuentes war die erste, die etwas sagte. �Verdammt scharf! Was f�r eine Fahrt. Ich wei�, dass wir jetzt zu den transpersonalen und spirituellen Antworten auf die Terroristenattacke kommen werden, doch w�hrend du das vorgelesen hast, konnte ich nicht umhin, an das WTC und die verschiedenen politischen Kommentare dar�ber zu denken. Und traurig, traurig, es ist doch die Wahrheit � weder konservativ noch liberal sind in irgendeiner existierenden Form integral; keiner von beiden spricht alle Quadranten in all ihren Ebenen und Linien an. Ein Ansatz aller Quadranten und Ebenen w�rde das Beste von beiden �bernehmen und ihre l�hmenden Beschr�nkungen und Parteilichkeiten �ber Bord werfen. Eine Kurze Geschichte des Kosmos fasst diesen Ansatz kurz zusammen, doch dieses Buch sagt selbst, dass wir auf eine detaillierte Anwendung dieses integralen Ansatzes zu verschiedenen Themen warten. �brigens wiederholt sich dieser Autor st�ndig, meint ihr nicht auch ?"

�Jedenfalls haben wir gerade die konservativen und die liberalen ideologischen Interpretationen nur einseitig behandelt. Was wir haben, sind alles sehr intelligente Menschen wie Samuel Huntington, die uns eine konservative blaue Meme �Lesung vom Kampf der ethnozentrischen Kulturbl�cke geben; oder ein wundervoller orange-Meme-Theoretiker wie Thomas Friedman, der �ber die Weltlage in Worten der Globalisierung des Marktes redet; oder gr�ne Liberale wie Laclau und Mouffe, die alles auf den Diskurs als eine neue Weise reduzieren, um �ber die Brutalit�t des Westens herzuziehen. Abgesehen von ihren Teilwahrheiten, sind alle diese blauen, orangen und gr�nen Analysen bis in den Kern verk�mmert, indem sie sich auf einen Satz von Wertinterpretationen verlegen, die Fakten durch diese Linsen sehen und dann unbewusst die �brigen Fakten in einer Weise verdrehen, der sie selbst gegen�ber blind sind. Jeder von ihnen hat ein unglaublich wichtiges Teil des Puzzles; keiner von ihnen sieht den ganzen Elefanten."

�����Carla Fuentes sch�ttelte den Kopf und holte tief Luft. �Es bringt �berhaupts nichts, mit einem nur-�u�eren liberalen Geschrei zu �u�ern, dass die U.S.-Interventionen in anderen Kulturen um die sechs Millionen Menschen �berall in der Welt get�tet haben. Durch eine Analyse aller vier Quadranten und Ebenen m�sste man zeigen, wie hoch die Verluste gewesen w�ren, wenn nicht die USA interveniert h�tten, sondern wenn ein anderer, wom�glich schlimmerer Teufel die Oberhand gehabt h�tte. Noch dazu muss man zeigen, welche die aktuellen realistischen Alternativen gewesen w�ren, begr�ndet auf einer genealogischen Forschung und nicht auf der liberalen Psychologie und Politik des Flachlands."

������Nat�rlich ist die amerikanische Macht irgendwie ein b�ser Bube in dieser besonderen Hinsicht; Globalisierung � gemeint ist in diesem Fall eine kapitalistische Expansion des orangen Meme � ist teilweise f�r die Usachen des Terrorismus verantwortlich zu machen. Etwas sp�ter werde ich euch mehr sagen, was ich �ber dieses Zeug denke ! Doch was ich gern sehen m�chte, ist wie ein anderes Land � Frankreich, Japan, Iran, Deutschland, Indonesien, Ruanda, Peru, Irak � mit dem gleichen Anteil an Macht auf einer Weltskala umgehen w�rde. W�rden sie es besser, schlechter oder viel schlechter machen ? Habt ihr das Bild verstanden ? Soweit ich es beurteilen kann, kann oder k�nnte kein Land diesen Anteil an Macht gut handhaben � mit der m�glichen Ausnahme von Holland, wahrscheinlich das einzige gesunde Land auf dem Antlitz der Erde, doch sie sind zu sehr damit besch�ftigt, gut zu leben, um so machtbesessen zu werden. Doch es ist h�chstwahrscheinlich, dass jeder andere schlimmer als Amerika w�re, einige durch verbl�ffende Gr��enverh�ltnisse � die gleichen L�nder, die am lautesten schreien, welche Kriminellen die Amerikaner seien. Welche pathetische Scheinheiligkeit, diese vulg�ren Kritiker. Doch b�se ist b�se, und Amerika ist b�se genug in dieser Hinsicht. Bleibt zu zeigen: Wenn man Terrorismus verhindern will, dann gehe man zu den Grundursachen des Terrorismus, ja ? Doch man kann nur die wirklichen Grundursachen sehen, wenn man durch eine integrale Linse schaut."

�����Carla holte wieder tief Luft und fuhr dann rasch fort. �Einer der Gr�nde, weshalb wir uns damit aufhalten, �Gr�n herauszuangeln', ist dass es die am h�chsten zu erwartende Ebene ist, die in gro�er Anzahl in der kulturellen Elite zu finden ist. Es dominiert die akademische Welt, die liberale Politik, die sozialen Einrichtungen, das Erziehungswesen. Und deshalb verursacht sein fauler Zauber Probleme, die sich schnell vervielf�ltigen und durch das soziale System niederpl�tschern, eine Form von Tr�pfeninfektion. Boomeritis, um eine aktuelle Bezeichnung zu benutzen, ist ein machtvoller Multiplikator. Und deshalb bewahren wir eine besondere, sagen wir mal, Bosheit f�r das gemeine gr�ne Meme, obwohl die Probleme mit Rot, Blau und Orange katastrophal sind. Gr�n antwortet: �Ich bin sehr beunruhigt wegen dieses unsensiblen Tons, ihr etwa nicht ?'

�Das ist ein Teil des Problems. Das gr�ne Meme betrachtet die gegenw�rtigen politischen Situationen hier und im Ausland, und mit seiner unbewussten Fixierung auf Flachland ist es gezwungen, wann immer es ein hierarchisches Ungleichgewicht sieht, anzunehmen, dass dieses besagte Ungleichgewicht -- nicht von irgendwelchen inneren Faktoren (weil Flachland keine inneren Faktoren anerkennt) -- ausgel�st wird, sondern blo� von �u�eren Faktoren, die der Situation von einer imperialen, unterdr�ckenden, b�sartigen Macht auferlegt werden � in der Regel vom Westen � und daher ist es blind gegen�ber irgendwelchen inneren Faktoren, die zur Situation beitragen m�gen (wie etwa die Tatsache, dass der Westen die einzige Kultur ist, die legalerweise postkonventionelle Werte institutionalisiert hat, wenn auch unvollst�ndig ausgef�hrt). Der Westen wird zum Teufel � und alles Nichtwestliche, wie die netten Taliban, m�ssen unschuldige Opfer sein. Die liberale Kritik sieht die Komplizenschaft des Westens; die konservative Kritik sieht die Schuld der Taliban; keiner sieht das Ganze. Der Westen ist viel weniger verantwortlich, als die Liberalen vom gr�nen Meme es glauben, und viel mehr verantwortlich, als es die Konservativen sehen k�nnen."

�����Margaret Carlton nickte. � Ich war besonders betroffen durch die Tatsache, dass der postmoderne Liberalismus � nun, wie ihr wisst, greift der postmoderne Poststrukturalismus zur Zeit den traditionellen Liberalismus sehr aggressiv an, daher behaupten die Postmodernen, dass sie �berhaupt keine Liberalen mehr sind. Doch wie du vermutest, Lesa, ist dies nur ein Angriff von gr�nen Liberalen auf orange Liberale. Der gleiche evolution�re Schub, der zwei Hauptunterabteilungen des Konservatismus hervorgebracht hat �n�mlich den traditionell blauen (dessen vormoderne Werte dazu neigen, die Werte der modernen Aufkl�rung zu bek�mpfen) und das Orange des freien Marktes (das sich zur Umfassung der meisten Werte der Aufkl�rung entwickelt hat) � und er hat gleicherma�en zwei Hauptunterabteilungen des Liberalismus hervorgebracht � n�mlich die orangen Liberalen (die die originalen Aufkl�rungswerte von individueller Freiheit und Gleichheit repr�sentieren) und die gr�nen Liberalen (die die moderne Aufkl�rung vehement angegriffen und ihre Werte von individueller Freiheit durch Gruppenrechte ersetzt haben; wie wir alle wissen, sind die meisten gr�nen Aussagen zu dieser Zeit in der Geschichte mit Boomeritis und dem MGM durchl�chert, daher m�ssen gr�ne Liberale noch ihren gesunden Ausdruck finden. Und gleicherma�en greifen viele starke orange Linke, die an �u�eren Ursachen orientiert sind � z.B. Chomsky, Albert, Callinicos, Harvey � aggressiv die Pomolinken an � z.B. Zizek, Rorty, Laclau � was zeigt, dass dasjenige, was sie trennt -- die Werteebenen des Bewusstseins � genauso wichtig ist wie das, was sie vereint � die �u�ere Verursachung. Dennoch w�rde jeder Konservative sie alle als, nun ja, nichtkonservativ ansehen)."

������Das hei�t: orange Liberale und gr�ne Liberale sind beide Liberale in unserem Sinne: sie legen die Hauptverantwortung f�r menschliches Leiden auf �u�ere Umst�nde (leidet jemand, dann ist es NICHT sein Fehler); deshalb schlagen sie progressive soziale Verbesserungen vor, die meistenteils auf �u�erer, materieller und �konomischer Neuverteilung (rechte Ver�nderungen) beruhen und im Fall von Gr�n ausgedehnte soziale Kontrolle offensiven Sprachgebrauchs; beide ignorieren die inneren (linken) Wachstumshierarchien� greifen jedoch ihre Erw�hnung an -- , die ihren eigenen noblen Standpunkt hervorgebracht haben, und folglich f�llt ihnen nichts dazu ein, wie sie ihr Einf�hlungsverm�gen in Andere wiederherstellen k�nnten (zum Gl�ck ist die Evolution nicht auf sie angewiesen!); ob es nun akzeptiert wird oder nicht, beide repr�sentieren dennoch zur Zeit die F�hrungskante der Evolution (obgleich beide eine intensive Flachlandphilosophie haben, die das verleugnen w�rde); und beide agitieren zu Recht f�r einen progressiven politischen Wechsel, um den Kreis der Umfassung und Toleranz zu vergr��ern (egozentrisch zu ethnozentrisch zu weltzentrisch)."

����Schnell eine Frage", unterbrach Derek. �Zugegeben, dass Liberale generell die meisten Ursachen f�r menschliches Leiden als �u�erlich definieren. Doch die gr�nen oder Pomolinken reden die ganze Zeit �ber Subjektivit�t und Gef�hle und Interpretation und Inneres � einfach weil Gr�n st�ndig �ber Inneres redet. Ist das denn keine innere Verursachung ?"

�Es ist inneres Gerede, aber nicht innere Verursachung. Der gr�ne postmoderne Linke spricht tats�chlich �ber Inneres, Sensibilit�t, F�rsorge, eine nichtausgrenzende Haltung zu haben und so weiter. Doch sobald es zu den Ursachen deines Leidens kommt, sind alle von denen �u�erlich. Das hei�t, du leidest nicht, weil du es vers�umt hast, dein eigenes Bewusstsein zu entwickeln; du leidest, weil ein anderer (n�mlich die westliche Aufkl�rung) dich unterjocht, weil sie dir gegen�ber unsensibel ist, dich ausgrenzt und so weiter. Wenn du leidest, dann deswegen weil du ein Opfer bist und nicht ein verantwortlicher Agent in deinem eigenen Zustand. Wenn man �ber deine Werte redet, dann k�nnen sie nicht niedriger eingestuft werden, weil sie �berhaupt nicht beurteilt werden k�nnen, und dies schafft die innere Verursachung vom Tisch."

����� �Habe ich geschnallt."

������Wie ich anfangs jedenfalls sagte, ist es wirklich traurig, dass der gr�ne postmoderne Liberalismus so sehr mit der Stimme den Werte-Egalitarismus verteidigt hat und dabei aufgeh�rt hat, in einer durchg�ngigen Weise progressiv zu sein. Da ihnen eine zusammenh�ngende Sicht fehlt, wie und warum die Gesellschaft auf der Basis von normativen, entwicklungsm��igen, evolution�ren und progressiven Werten verbessert werden soll, fallen sie auf ein Programm sozialer Verbesserungen zur�ck, das auf nichts anderem beruht als �konomischer Neuverteilung und verhaltensm��igem Totalitarismus, und das ist niemals eine gl�nzende Idee. Und deshalb, worauf Kritiker von Habermas bis Taylor hingedeutet haben, enden die Postmodernen so oft als Reaktion�re. Der wahre Fluch der Postmoderne: sie ist zutiefst reaktion�r, weil sie, verloren im Flachland-Pluralismus, keine Schiene finden kann, um eine normative, progressive Entwicklung in einen besseren Gesamtzustand einzusetzen (abgesehen von ihrer Standardforderung, dass alles viel besser w�rde, wenn jeder einfach mit ihnen �bereinstimmen und universell die Idee umfassen w�rde, dass es keine umfassenswerten Universalien gebe). Anstatt anzuerkennen, dass die Werte der nichtausgrenzenden Gleichheit nur aus h�heren Wellen erwachsen k�nnen, weiten sie Bemerkungen von Gleichheit auf Menschen aus, die das Kompliment nicht erwidern werden, und sie k�nnen nicht herausbekommen, weshalb das nicht klappt ! Die Gesellschaft geht am Ende dann nirgendwohin oder gleitet r�ckw�rts ab � besonders von weltzentrischen Rechten zu blo� ethnozentrischen Rechten � und deshalb werden die postmodernen Pluralisten am Ende zutiefst reaktion�r und ausschlie�end, wie es die PC Gedankenpolizei bezeugt." Carlton atmete tief durch und lachte. �Nun ja, Jessesmaria."

������Jesusmaria ? Gut. Ich meine, das Hauptproblem beim Versuch, �ber die Tatsachen mit sowohl den Konservativen als auch den Liberalen zu streiten, ist dass ihre Fakten gr��tenteils korrekt sind.," bot Charles Morin an. �Ich meine, du hast das erw�hnt, Lesa. Es ist zum Beispiel nicht so, dass Amerika nicht die Hand im Spiel hat bei Millionen von Toden rund um die Welt, wie die Liberalen sagen. Das Problem ist, dass jene Fakten eine Auswahl aus Millionen anderer Fakten in diesem Fall sind, und typische Liberale, die durch eine orange oder gr�ne Linse schauen, werden und k�nnen einfach nicht sehen, welche anderen Fakten gleicherma�en relevant sein k�nnten. Deshalb werden sie diese Fakten auch nicht berichten. Ihre Gesamtinterpretationen werden daher f�rchterlich schief sein. Wie Lesa sagte, legen besonders Liberale eine sehr starke Betonung auf die rechten oder �u�eren Faktoren und berichten daher niemals �ber die linken oder inneren Faktoren, die ebenso wichtig sind -- und gew�hnlich wichtiger -- beim Entscheiden von Angelegenheiten als �u�ere Faktoren. Doch ihre �u�eren Faktoren sind generell korrekt, wenn auch h�chst selektiv, und indem sie jene Fakten diskutieren, sind sie deshalb davon �berzeugt, dass sie in ihrer Analyse absolut richtig liegen -- oder jedenfalls richtiger als alternative Interpretationen."

�Oh, sie sind oft korrekter als die Alternativen, weil die Alternativen noch bescheuerter sind!" warf Fuentes ein.

�Ja, klar, dar�ber gibt es keinen Streit. Doch der Konservative kommt nun an � Huntington ist ein feines Beispiel � und sagt zu dem Liberalen (um es mit unseren Worten zu sagen): �He, warten Sie einen Moment, ihr Liberalen argumentiert orange �konomie oder gr�ne Menschenrechte, doch das meiste der Welt � so etwa 70% von ihr � ist auf Rot und Blau. Es geht nicht um Geld oder Rechte; es geht um Kultur und Identit�ten. Und ihr Liberalen k�nnt gerade nicht sehen, dass die gr��ten Bedrohungen in der heutigen Welt von einem Kampf der Kulturen und Werte kommen, nicht Materie oder Geld � sie kommen von roten St�mmen und blauen religi�sen Fanatikern."

������Richtig", sagte Jefferson. �Ihr wisst, eines der gro�en R�tsel der modernen Soziologie ist immer gewesen: weshalb geht Religion nicht weg ? Mit �Religion' meinen Soziologen nat�rlich die gemeine purpurne Magie und rot-blaue Mythen. Sie meinten, dass die orange Rationalit�t mit all dieser Magie und den Mythen ein Ende machen w�rde � und als dies definitiv nicht geschah, kratzten sie sich die K�pfe. Doch die erstaunlichste Sache bei der Entwicklungsspirale ist, dass jeder, in jeder Kultur, auf Platz 1 geboren wird, auf Beige geboren wird und seine Entwicklung von dort machen muss. Deshalb produziert die Welt, wann und wo immer Menschen Sex haben, einen frischen Nachschub an roten St�mmen und blauen Fundamentalisten. Weil eben jeder bei Beige beginnt und sich durch jene Wellen hindurch entwickelt � wieder und immer wieder. Und wenn diese roten und blauen Abteilungen nicht in einer orangen oder h�heren Kultur aufwachsen, werden sie nichts anderes als Rot und Blau bleiben; ihre Aktionen werden nicht in einer Kultur enthalten sein, die ihnen postkonventionelle Verhaltenskodices auferlegt (wie zum Beispiel solche: Du darfst nicht jemanden erschie�en, weil er eine andere Religion hat als deine). Und deshalb werden auf die eine oder andere Weise jene egozentrischen und ethnozentrischen Kulturen allen weltzentrischen Kulturen den Krieg erkl�ren. Nat�rlich werden auch die roten und blauen Subkulturen in orange-gr�nen Gesellschaften den weltzentrischen Werten den Krieg erkl�ren, wie die Stra�enbanden jeder amerikanischen Stadt und die Tele-Evangelisten es bescheinigen werden. Doch fr�her oder sp�ter werden die weltzentrischen Werte das herausfinden."

�Herausfinden, mit anderen Worten, dass die wirklichen Bedrohungen nicht per se von anderen Kulturen kommen, sondern von den niedrigeren Ebenen der Bewusstseinsentwicklung in jeder Kultur, einschlie�lich der eigenen � UND jene �niedrigeren Ebenen' sind und werden immer ein entscheidender Bestandteil und ein Fundament aller h�heren Ebenen sein, deshalb kann man sie nicht...nun, man kann sie nicht erschie�en, vergasen, unterjochen, unter Druck setzen oder ausgrenzen, weil sie buchst�blich unsere eigenen Wurzeln sind � und deshalb ist es gem�� der Prim�ren Direktive unsere Pflicht, die Gesundheit der gesamten Spirale zu besch�tzen und zu f�rdern und nicht irgendeine bestimmte Welle oder Meme, wie �niedrig' sie auch immer erscheinen m�gen."

�Der faschistische Zug � der Auschwitz-Zug � hat die Entwicklungshierarchie vage verstanden, doch er hat unwissend und b�sartig gemeint, man k�nne die Wurzeln abschlagen und die Bl�tter werden trotzdem weiter gedeihen. Der kommunistische Zug � der Gulag-Zug � hat ebenso vage die Entwicklungshierarchie verstanden, doch er hat unwissend und b�sartig gemeint, man k�nne den egalit�ren Wurzeln helfen, indem man die Bl�tter abhackt. Faschismus zerst�rt das, was es als niedriger erachtet, um dem H�heren zu helfen; der Kommunismus macht es umgekehrt. Bl�de Schei�er, alle beide. Man kann nicht die Spirale halbieren und erwarten, dass die andere H�lfte weiterlebt.

�Nun, um zum Punkt zur�ckzukommen", l�chelte Jefferson. �Welchen Handlungskurs wir auch einschlagen, wir brauchen � zuerst und vor allem � eine sehr viel integralere Analyse der nationalen und internationalen Situation, eine Analyse aller Quadranten, Ebenen und Linien � AQUAL � eine integrale Historiografie der gegenw�rtigen Zust�nde, um eine angemessenere Antwort zu verstehen. Anders k�nnen wir nicht wirklich sagen, was eine angemessene Antwort sein soll, weil niemand � und ich meine niemand � zuerst die integrale Analyse unternommen hat. Ich f�rchte, dass wir selbst einfach nicht alle n�tigen Informationen haben, viel davon ist geheim, die uns mit einem AQUAL-�berblick weitermachen lie�en. Ein weiterer Grund daf�r, dass wir integrale F�hrer hier und ausw�rts ben�tigen."

������Das ist es, weshalb wir so wenigen politischen Kommentatoren auf der Szene trauen," f�gte Morin hinzu. �Wie ich gerade sagte, gibt es nicht blo� so etwas wie gerade nur die Fakten berichten, weil alle Fakten eine Selektion sind, und jede Selektion wird durch eine Wertlinse gesehen. Fakten werden nicht von Werten geschaffen, doch sie werden von ihnen selektiert. Der blaue Konservative wird von den Aktivit�ten eines abscheulichen weltweiten Netzwerks von Terroristen berichten. Das ist wahr. Blau wird dann sagen, dass dies ein klarer Fall von Gut gegen B�se sei und dass wir unschuldig angegriffen wurden. Doch gr�ne Liberale werden betonen, dass viele jener Terroristen tats�chlich von Amerika trainiert worden seien. Dies ist auch wahr. (Usama bin Laden wurde von der CIA trainiert und einberufen, um gegen die Sowjets in Afghanistan zu k�mpfen � einige sagen, um die Sowjets zu reizen, �berhaupt zu k�mpfen.) Gr�ne Liberale werden dann sagen, dass wir offensichtlich durch unsere eigenen Aggressionen und Machtbestrebungen leiden, und wenn wir nicht unsere Methoden �nderten, h�tten wir kein Recht, anderen die Schuld zuzuweisen. Und so geht die Schlacht der endlos fragmentierten Interpretationen weiter. Beide Faktensammlungen sind wahr; doch beide Interpretationen sind parteiisch, verzerrt, verdreht und verdrehend. Nur nach einer zu handeln, wird zu mehr Problemen als zu L�sungen f�hren."

�Was ich st�ndig h�re", sagte Powell, �ist dass Amerika die gro�e idealistische Show vortr�gt, sie jedoch selten oder niemals auch verwirklicht. �Wir besch�tzen den Frieden und die Freiheit' sind nur amerikanische Kodew�rter f�r �meine Freiheit, euch kulturell zu dominieren und zu vergewaltigen.'

�Nat�rlich kann Amerika seine Ideale nicht in die Tat umsetzen," antwortete Carlton, �weil wir � wie jeder andere auch � rote und blaue Memes �berall verstreut haben, die die h�heren Strukturen f�r ihren eigenen moralisch schwerf�lligen oder sogar kriminellen Nutzen als Geiseln nehmen. Dies ist kein Grund, die h�heren Strukturen selbst zu verdammen, auch wenn sie, wei� Gott, selbst auch nicht perfekt sind. Noch einmal: man muss die realistischen Optionen bedenken, im Hinblick auf die Historiografie der Welt, um Glaubw�rdigkeit und Schuld einzusch�tzen. Nat�rlich muss man nicht dar�ber reden, dass irgendein Land so gro� und m�chtig wie Amerika �berall den Anderen auf die Zehen tritt, und dass die Welt ein Recht hat, dies �belzunehmen. Doch bei diesem Bild muss auch eine Art Ausgeglichenheit vorkommen."

����� �Deshalb hei�t die Frage: Was ist der integrale Ansatz f�r diese Situation ?" sagte Morin. Es herrschte eine lange Stille, doch dann brach jeder in ein l�rmendes Gel�chter aus.

������Ja, und was genau ist die Antwort zu Gott, Leben, Universum und Alles ?"

�Du hast auch nicht die Antworten des dritten Rangs auf die Attacke beschrieben," sagte Margaret Carlton, indem sie Lesas Hand sacht ber�hrte. Wieder einmal f�hlte ich Elektrizit�t in meinem K�rper.

����� �Ein Wunder auf einmal," lachte Joan.

�Lasst uns das versuchen," schlug Morin vor. �Lasst uns die generelle Antwort der transpersonalen oder spirituellen Wellen auf diese Attacke der Terroristen diskutieren, dann eine Pause machen und �ber einen integralen Gesamtansatz f�r das Problem nachdenken. Wie h�rt sich das an ?"

Jeder nickte. Jefferson schaute um sich. �Okay, wer m�chte die Runde �ber die Antwort des dritten Rangs anf�hren ? Wie soll ich das taktvoll ausdr�cken....Von wem meinen wir, dass er die Antwort des dritten Rangs am besten versteht?" Nach einigen Augenblicken der Stille sagten verschiedene Stimmen entweder �Joan" oder �Lesa".

�Joan, Liebes, du machst es doch, ja ?" fragte Lesa. �Ich bin total erschossen".

���Aus irgendeinem Grund blickte Joan direkt mich an, der Himmel kollidierte mit dem Himmel und lie� eine gl�nzende Unendlichkeit frei, Sterne tauchten in den Synapsen meines Gehirns auf, ein krachender Donner ersetzte das Schlagen eines zerrissenen und zerfetzten Herzens � alles in einer Nanosekunde. Joan: wie kann ich es ihr je vergelten ?