Lam (original) (raw)

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Wappen Deutschlandkarte
LamDeutschlandkarte, Position des Marktes Lam hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 12′ N, 13° 3′ O49.19472222222213.053611111111622Koordinaten: 49° 12′ N, 13° 3′ O
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 622 m ü. NHN
Fläche: 33,38 km²
Einwohner: 2586 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93462
Vorwahl: 09943
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 138
LOCODE: DE ZAE
Marktgliederung: 28 Gemeindeteile
Adresse der Marktverwaltung: Schulweg 4 93462 Lam
Website: www.markt-lam.de
Erster Bürgermeister: Paul Roßberger jun. (CSU / BWV)
Lage des Marktes Lam im Landkreis Cham
KarteKarte

Lam von Nordwesten

Rathaus, St. Ulrichs-Kirche und Umgebung

Lam ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Cham in Bayern.

Der Markt Lam liegt in der Nähe zur tschechischen Grenze im Bayerischen Wald im engen Tal des Lamer Winkels zusammen mit den Gemeinden Arrach und Lohberg. Das Tal wird begrenzt von den Bergen Arber, Osser, Kaitersberg und Hoher Bogen. Durch den Lamer Winkel fließt der Weiße Regen, der aus dem Kleinen Arbersee am Fuße des Großen Arbers entspringt.

Es gibt 28 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Im Markt Lam gibt es die Gemarkungen Lam und Engelshütt.

Der Marktplatz von Lam

Der Ort wurde erstmals am 29. Mai 1279 in einer Urkunde von Bischof Heinrich von Regensburg erwähnt. Die ersten Siedler, die den Urwald am Fuße des Ossers urbar machten, stammten aus St. Ulrich am Pillersee in Tirol. Diese hatten das Land zwischen Osser, Arber und Zwercheck vom Kloster Rott am Inn gegen Zahlung des Neubruchzehnten geschenkt bekommen. Bis 1679 übte das Kloster die Grundherrschaft aus.

Ab 1463 setzte in der nächsten Umgebung von Lam ein reger Silber-, später auch Kupfererzbergbau ein. 1522 erhob Herzog Wilhelm IV. Lam ebenso wie Bodenmais zur gefreiten Bergstadt. 1732 wurde das Bergwerk wegen technischer Schwierigkeiten geschlossen. Im Jahr 1961 wurde Lam verwaltungstechnisch ein Markt.

Seit dem 12. Januar 1998 wird die Fürstenzeche als Besucherbergwerk sowie Heil- und Therapiestollen betrieben.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1978 die Gemeinde Engelshütt in den Markt Lam eingegliedert.[4]

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 3095 auf 2599 um 496 Einwohner bzw. um 16 % – der höchste prozentuale Verlust im Landkreis im genannten Zeitraum.

Der Marktgemeinderat hat 14 Mitglieder. Die Gemeinderatswahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:[5]

Sitze Stimmenanteil
CSU – Bürgerliche Wählervereinigung 5 33,3 %
FREIE WÄHLER – Freie Wähler Lam 1 9,5 %
Unabhängige Frauenbewegung Lam 4 25,8 %
Freie Wähler – Lam hat Zukunft 2 15,7 %
Freie Wähler – Umland 2 15,7 %
Gesamt 14 100,0 %

Die Wahlbeteiligung betrug 69,4 %.

Erster Bürgermeister ist Paul Roßberger jun. (CSU/Bürgerliche Wählervereinigung).[6] Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 55,6 % der gültigen Stimmen gewählt und am 15. März 2020 mit 72,6 % der gültigen Stimmen für weitere sechs Jahre bestätigt.[7]

Wappen Markt LamWappen Markt Lam Blasonierung: „In Rot auf einem mit silbernem Wellenbalken belegten grünen Dreiberg eine zweitürmige Kirche in Vorderansicht; dahinter schräg gekreuzt ein goldener Spaten und ein goldener Schlägel.“[8]
Wappenbegründung: Die Kirche symbolisiert das Benediktinerkloster Rott am Inn, das früher die Grundherrschaft ausübte, der Spaten steht für die Rodung im 13. Jahrhundert und der Schlägel für den ehemaligen Silbererzbergbau.Dieses Wappen wird seit 1957 geführt.

Pfarrkirche St. Ulrich

Die Hauptverkehrsadern in Lam sind die Staatsstraßen 2138 und Staatsstraße 2154.

Lam ist Endbahnhof der Bahnstrecke aus Cham–Bad Kötzting. Es verkehren Dieseltriebzüge des Typs Regio-Shuttle, die von der Oberpfalzbahn, einer Marke der Regentalbahn, betrieben werden.

Größter Arbeitgeber ist die Simba-Dickie-Group, die Holzspielwaren unter dem Namen HEROS herstellt; zukünftig wird Heros unter der Traditionsmarke Eichhorn geführt. Weitere Arbeitsplätze bietet die Zollner Elektronik AG aus Zandt in ihrer Betriebsstätte Lam (Werk 3). Hauptwirtschaftszweig in dem staatlich anerkannten Luftkurort Lam ist der Tourismus.

Es gibt neben mehreren Hotels und Gasthäusern viele kleine Pensionen und Ferienwohnungen. Außerdem ist im außerhalb gelegenen Ortsteil Lambach ein Kolpinghaus bzw. eine Familienferienstätte, das Familienhotel Lambach. Ebenso findet man in Lam einen Campingplatz.

Bereits 1923 wurde im Ort die SpVgg Lam gegründet. Aktuell besteht der Verein aus den Abteilungen Fußball, Ski Alpin und Ski Nordisch. Die aktuelle Mitgliederzahl beträgt etwa 610.

Die erste Mannschaft der Sparte Fußball spielte 2013 in der Landesliga Mitte. Die Heimspiele werden am ortsansässigen Schulsportplatz an der Ginglmühler Straße ausgetragen.

Commons: Lam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Lam in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. April 2021.
  3. Gemeinde Lam, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. Dezember 2021.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 643 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  5. Gemeinderatswahl 2020, abgerufen am 15. August 2020
  6. Marktrat. Gemeinde Lam, abgerufen am 6. September 2020.
  7. Bürgermeisterwahl 2020, abgerufen am 15. August 2020
  8. Wappen von Lam in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  9. Geologie und Geschichte des Silberbergwerk Fürstenzeche Lam. In: Besucherbergwerk Fürstenzeche. Abgerufen am 28. November 2025.