Durst – Wiktionary (original) (raw)

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Siehe auch:

Singular Plural
Nominativ der Durst
Genitiv des Durstsdes Durstes
Dativ dem Durstdem Durste
Akkusativ den Durst
[1] William-Adolphe BouguereauDurst (1886)
[1] Der Hund hat Durst.

Worttrennung:

Durst, kein Plural

Aussprache:

IPA: [dʊʁst]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild Durst (Info), Lautsprecherbild Durst (Info)

Reime: -ʊʁst

Bedeutungen:

[1] (heftiges) Verlangen zu trinken

[2] übertragen: heftiges Verlangen nach etwas

Herkunft:

mittelhochdeutsch durst, althochdeutsch durst, thu(r)st, westgermanisch þurstu- „Durst“, das Wort geht letztlich auf indogermanisch *ters- „trocknen, dorren“ zurück; es ist seit dem 9. Jahrhundert belegt[1]

Synonyme:

[1] (eine) trockene Kehle (haben), umgangssprachlich: Brand

[2] Forderung, Hunger, Jibber, Wunsch

Gegenwörter:

[1] Hunger, Sättigung

Oberbegriffe:

[1] Gefühl

[2] Regung

Unterbegriffe:

[1] Bierdurst, Kaffeedurst, Mordsdurst, Nachdurst, Riesendurst

[2] Abenteuerdurst, Benzindurst, Blutdurst, Freiheitsdurst, Rachedurst, Tatendurst, Wissensdurst

Beispiele:

[1] Mama, ich habe Durst!

[1] „Der Durst hatte nachgelassen.“[2]

[1] „Sein Durst schien unstillbar.“[3]

[1] „Im Cockpit wird Geburtstag gefeiert und kräftig Durst gelöscht.“[4]

[1] „Er wäre gern in eine Schenke gegangen, um seinen Durst zu stillen, aber er besaß nur noch wenige Schillinge.“[5]

[2] Er las jedes Buch, das er in die Hände bekam; so groß war sein Durst nach Wissen.

Redewendungen:

ein Glas / eins / einen über den Durst trinken – zu viel Alkohol trinken

österreichisch nur: über den Durst trinken – zu viel Alkohol trinken

Sprichwörter:

Durst ist schlimmer als Heimweh – Lebensnotwendiges steht über Emotionen. Dem deutschen Landser während des Afrikafeldzugs zugeschrieben.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein brennender / großer / quälender / übermäßiger Durst; Durst bekommen / haben / fühlen / kriegen / verspüren; seinen Durst (mit etwas) löschen / stillen; unter großem Durst leiden; vor (lauter) Durst fast umkommen / vergehen; (etwas) macht Durst (auf mehr); Durst auf (etwas) / nach (etwas) haben; die Zunge klebt (schon) vor (lauter) Durst am Gaumen; Hunger und Durst

[2] einen (brennenden) Durst haben nach (etwas); den Durst nach Freiheit stillen; Durst nach (etwas) empfinden

Wortbildungen:

Adjektive: durstig, durstlöschend, durststillend

Substantive: Durstgefühl, Durstlöscher, Durstperiode, Durststrecke, Durststreik, Dursttod, Durstzeit

Verben: dursten, dürsten, verdursten

[1] (heftiges) Verlangen zu trinken

[2] übertragen: heftiges Verlangen nach etwas

[1] Wikipedia-Artikel „Durst

[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Durst

[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Durst

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Durst

[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Durst

[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalDurst

[1, 2] The Free Dictionary „Durst

[1, 2] Duden online „Durst

[1, 2] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Durst

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: „Durst“, Seite 223.
  2. Jens Rehn, Nachwort von Ursula März: Nichts in Sicht. Schöffling, Frankfurt/Main 2018, ISBN 978-3-89561-149-0, Seite 14. Erstmals 1954 erschienen.
  3. Edgar Hilsenrath: Der Nazi & der Friseur. Roman. 15. Auflage. dtv, München 2017, ISBN 978-3-423-13441-5, Seite 72. Zuerst 1977 erschienen.
  4. Frank N. Stein: Böse Witze. Mit Illustrationen von Harry Madcock. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2001, ISBN 3-423-62060-9, Seite 124.
  5. Halldór Laxness: Islandglocke. Roman. Suhrkamp Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 1975, ISBN 3-518-06728-1, Seite 140. Isländisch 1943-1946.