Hauch – Wiktionary (original) (raw)

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Siehe auch:

Singular Plural
Nominativ der Hauch die Hauche
Genitiv des Hauchsdes Hauches der Hauche
Dativ dem Hauchdem Hauche den Hauchen
Akkusativ den Hauch die Hauche
[2] Hauch
[2] Hauch

Anmerkung:

Der Plural ist relativ selten.

Worttrennung:

Hauch, Plural: Hau·che

Aussprache:

IPA: [haʊ̯x]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild Hauch (Info)

Reime: -aʊ̯x

Bedeutungen:

[1] schwacher Atem

[2] sichtbarer Atem

[3] leichter Luftzug

[4] dünne Schicht

[5] leichter, schwacher Anschein

[6] geringes Maß

Herkunft:

Bildung des Substantivs durch Rückbildung zum Verb hauchen

Synonyme:

[5] Andeutung, Anflug, Atmosphäre, Flair, Gran, Odeur, Spur, Touch

[6] Spur

Gegenwörter:

[3] Wind

Unterbegriffe:

[1] Atemhauch

[3] Abendhauch, Gifthauch, Lufthauch, Windhauch

Beispiele:

[1] Sein Atem war nur noch als Hauch wahrnehmbar.

[1] „Ich spüre den warmen aasigen Hauch aus seinen Nüstern.“[1]

[2] Durch den Frost stand ihm ein deutlicher Hauch vor dem Mund.

[3] Durch das Haus wehte ein leichter Hauch.

[4] Auf dem Blech hatte sich ein Hauch von Kondenswasser gebildet.

[5] Die Gesellschaft vermittelte einen Hauch von Exklusivität.

[5] „Zuweilen fühlten sie ein Erschauern wie den Hauch eines Gedankens; im Augenblick, wo sie ihn greifen wollten, war er verschwunden.“[2]

[5] „Dieses Plenum wurde von ihnen nur noch Kahlschlag-Plenum genannt, kein staatlicher Leiter würde es mehr wagen, Projekte zu unterstützen oder zu genehmigen, in denen auch nur der geringste Hauch einer kritischen Haltung gegenüber dem Staat und der Partei zu erahnen war.“[3]

[6] Er hatte nicht den Hauch einer Chance auf den Sieg.

Charakteristische Wortkombinationen:

[5] Hauch der Geschichte, Hauch des Todes, ein Hauch von Tüll

Wortbildungen:

hauchdünn, hauchfein

[5] leichter, schwacher Anschein

[1] Wikipedia-Artikel „Hauch

[1, 3, 6] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Hauch

[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Hauch

[1–3, 6] The Free Dictionary „Hauch

[1–6] Duden online „Hauch

[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalHauch

Quellen:

  1. Else Buschheuer: Ruf! Mich! An!. Roman. Wilhelm Heyne Verlag, München 2001, ISBN 3-453-19004-1, Seite 116.
  2. Gustave Flaubert: Bouvard und Pécuchet. Roman. Diogenes, Zürich 1979 (übersetzt von Erich Marx), ISBN 3-257-20725-5 , Seite 168. Französisch 1881.
  3. Christoph Hein: Das Narrenschiff. Roman. 7. Auflage. Suhrkamp, Berlin 2025, ISBN 978-3-518-43226-6 , Seite 441. 1. Auflage 2025.