Inhaber – Wiktionary (original) (raw)
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Inhaber | die Inhaber |
| Genitiv | des Inhabers | der Inhaber |
| Dativ | dem Inhaber | den Inhabern |
| Akkusativ | den Inhaber | die Inhaber |
Worttrennung:
In·ha·ber, Plural: In·ha·ber
Aussprache:
IPA: [ˈɪnˌhaːbɐ]
Bedeutungen:
[1] umgangssprachlich: jemand, der eine bestimmte Sache besitzt
[2] Träger eines bestimmten Titels
[3] Deutschland, Privatrecht: derjenige, dem ein Recht oder eine Forderung zusteht
Abkürzungen:
[1, 3] Inh.
Herkunft:
belegt seit dem 14. Jahrhundert; Ableitung vom Stamm des Verbs innehaben mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -er (plus Kürzung von inne zu in)[1]
Synonyme:
[1] umgangssprachlich: Besitzer, Eigentümer
[2] Träger
Gegenwörter:
[3] Eigentümer
Weibliche Wortformen:
[1, 2] Inhaberin
Oberbegriffe:
[1] Mann
Unterbegriffe:
[1] Aktieninhaber, Alleininhaber, Amtsinhaber, Anteilsinhaber, Betriebsinhaber, Bordellinhaber, Büroinhaber, Daten-Inhaber, Depotinhaber, Firmeninhaber, Funktionsinhaber, Geschäftsinhaber, Hotelinhaber, Karteninhaber, Konteninhaber, Kontoinhaber, Konzessionsinhaber, Kreditkarteninhaber, Ladeninhaber, Lehrstuhlinhaber, Lizenzinhaber, Medieninhaber, Mitinhaber, Monopolinhaber, Passinhaber, Patentinhaber, Posteninhaber, Rechteinhaber, Rekordinhaber, Sichtkarteninhaber, Sitzplatzinhaber, Stelleninhaber, Unternehmensinhaber, Weltrekordinhaber, Wohnungsinhaber, Zeitkarteninhaber
Beispiele:
[1] Der Inhaber des Restaurants beschwerte sich bei der Polizei über vandalierende Jugendliche.
[1] „Die Inhaber vermieteten ihren Gasthof seit vielen Jahren an Vereine, die nicht unbedingt große öffentliche Präsenz anstrebten.“[2]
[1] „Auch zu Inhabern des grünen Turbans kamen wir.“[3]
[1] „Ein zweiter Glücksfall sind Herr und Frau Gleumann, die Inhaber der Klenziner Mühle.“[4]
[2] Der erste Inhaber des Bundesverdienstkreuzes war der Bergmann Franz Brandl.
[3] Der Inhaber einer Forderung ist regelmäßig zur Zession berechtigt.
Wortbildungen:
Inhaberschaft, Inhaberschuldverschreibung, Inhaberwechsel, Inhaberwertpapier
[1] umgangssprachlich: jemand, der eine bestimmte Sache besitzt
| Bosnisch: vlasnik → bs m, posednik → bs m Englisch: proprietary → en, owner → en Esperanto: posedanto → eo Französisch: propriétaire → fr m, détenteur → fr m Kurdisch:Kurmandschi: xwedî → kmr m Lettisch: īpašnieks → lv m Mazedonisch: власник (vlasnik☆) → mk m, поседник (posednik☆) → mk m, сопственик (sopstvenik☆) → mk m Mizo: neitu → lus Niederländisch: eigenaar → nl Polnisch: właściciel → pl m Rumänisch: proprietar → ro m, titular → ro m Russisch: владелец (vladelec☆) → ru m Schwedisch: innehavare → sv Serbisch: власник (vlasnik☆) → sr m, поседник (posednik☆) → sr m Serbokroatisch: власник (vlasnik☆) → sh m, поседник (posednik☆) → sh m Slowakisch: vlastník → sk m, majiteľ → sk m Slowenisch: lastnik → sl m, posestnik → sl m Spanisch: propietario → es m Tschechisch: vlastník → cs m, majitel → cs m Türkisch: sahip → tr Vietnamesisch: sở hữu → vi Weißrussisch: уладальнік (uladalʹnik☆) → be m |
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[2] Träger eines bestimmten Titels
[3] Deutschland, Privatrecht: derjenige, dem ein Recht oder eine Forderung zusteht
[1–3] The Free Dictionary „Inhaber“
[1] Wikipedia-Artikel „Inhaber“
[1–3] Duden online „Inhaber“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Inhaber“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Inhaber“
[3] Klaus Vieweg/Almuth Werner: Sachenrecht, 4. Auflage 2010, § 3, Rdnr. 4
Quellen:
- ↑ Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1995, ISBN 3-423-03358-4 , Stichwort „Inhaber“.
- ↑ Wladimir Kaminer: Ausgerechnet Deutschland. Geschichten unserer neuen Nachbarn. Goldmann, München 2018, ISBN 978-3-442-48701-1, Seite 149.
- ↑ Knut Hamsun: Im Märchenland. Rütten & Loening, Berlin 1990 (übersetzt von Cläre Greverus Mjoën, Gertrud Ingeborg Klett), ISBN 3-352-00299-1, Seite 188. Norwegisches Original 1903.
- ↑ Christian Graf von Krockow: Die Stunde der Frauen. Bericht Pommern 1944 bis 1947. Nach einer Erzählung von Libussa Fritz-Krockow. 11. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/München 2000, ISBN 3-421-06396-6 , Seite 161. Erstauflage 1988.