doch – Wiktionary (original) (raw)

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Worttrennung:

doch

Aussprache:

IPA: [dɔx]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild doch (Info), Lautsprecherbild doch (Info)

Reime: -ɔx

Bedeutungen:

[1] trotzdem, dennoch

Herkunft:

althochdeutsch: doh, mittelhochdeutsch: doch. Das Wort geht zurück auf germanisch *þau-h. [Quellen fehlen]

Sinnverwandte Wörter:

[1] aber, dennoch, trotzdem

Beispiele:

[1] Sie ist dann doch gekommen.

[1] Das war spät, doch nicht zu spät, hoffe ich.

[1] Freundlich, doch bestimmt, verweigerte er der Gruppe den Eintritt.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] dann/denn doch

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „doch

[1] The Free Dictionary „doch

[1] Duden online „doch_Adverb

Worttrennung:

doch

Aussprache:

IPA: [dɔx]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild doch (Info), Lautsprecherbild doch (Info)

Reime: -ɔx

Bedeutungen:

[1] drückt bei der Beantwortung von Entscheidungsfragen, die eine Negation enthalten, einen Widerspruch aus (Bejahung des in der Frage verneinten Sachverhalts)

Herkunft:

althochdeutsch: doh, mittelhochdeutsch: doch. Das Wort geht zurück auf germanisch *þau-h. [Quellen fehlen]

Sinnverwandte Wörter:

[1] klar!, oh ja!

Beispiele:

[1] „Du willst ihn aber nicht heiraten?“ – „_Doch._“

[1] „Hast du sie nicht angerufen?“ – „_Doch!_“

[1] „Das hast du wohl nicht gedacht, was?“ – „_Doch!_“

[1] „Es ist nicht zu spät, oder?“ – „_Doch!_“

[1] „Ist keiner zu Hause?“ – „_Doch!_“

[1] Bejahung des in der Frage verneinten Sachverhalts

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „doch

[1] The Free Dictionary „doch

[1] Duden online „doch_Adverb

Worttrennung:

doch

Aussprache:

IPA: [dɔx]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild doch (Info), Lautsprecherbild doch (Info)

Reime: -ɔx

Bedeutungen:

[1] betont und intensiviert, zum Beispiel einen Sachverhalt, eine Frage oder eine Aufforderung

[2] schwächt ab und gestaltet freundlicher, zum Beispiel einen Befehlssatz, der so Wunsch oder Vorschlag wird

[3] schriftsprachlich, nur und obligatorisch in Kausalsätzen mit Verberststellung: drückt aus, dass das Ausgesagte bekannt oder unstrittig ist

Herkunft:

althochdeutsch: doh, mittelhochdeutsch: doch. Das Wort geht zurück auf germanisch *þau-h. [Quellen fehlen]

Sinnverwandte Wörter:

[1] schließlich

[2] nur, schon

Beispiele:

[1] Ich würde ja gerne kommen, aber ich habe doch eine Verabredung.

[1] Nun ist es aber doch ganz schön spät geworden.

[1] Du hast doch gefragt, oder?

[1] Komm doch mal her, mein Fräulein! Was ist das hier?

[2] Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald herbei!

[2] Bring doch gleich etwas zu trinken mit!

[2] ironisch: Schlag doch zu!

[2] ironisch: Mach doch was du willst!

[3] Er hat sie sehnsüchtig angesehen, liebte er sie doch.

[3] Danach zog sie aufs Land, wollte sie doch dem Lärm der Stadt entkommen.

Redewendungen:

aber ja doch

aber klar doch

aber nein doch / aber nicht doch

aber sicher doch

ach hör mir doch auf / ach, hör mir doch auf

da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt! – Ausdruck des Erstaunens

das darf doch nicht wahr sein

das gibt's doch nicht / das gibts doch nicht

das ist doch der Gipfel!

das kann doch nicht wahr sein

das merkt doch ein Blinder / das merkt doch ein Blinder mit Krückstock

das sieht doch ein Blinder / das sieht doch ein Blinder mit Krückstock

geh doch nach Buxtehude

ich bin doch nicht blöd[1]

ja doch! – ungeduldige Beschwichtigung

lass doch

nein doch / nicht doch! – Ausdruck des Abwehrens, Ablehnens

[1] betont und intensiviert, zum Beispiel einen Sachverhalt, eine Frage oder eine Aufforderung

[2] schwächt ab und gestaltet freundlicher

[1, 2] The Free Dictionary „doch

[1] Duden online „doch_Partikel

[3] Karin Pittner: Dialog in der Grammatik: Doch in Kausalsätzen mit Verberststellung. 2007 in: Sabine Döring, Jochen Geilfuß-Wolfgang (Herausgeber): Von der Pragmatik zur Grammatik. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2007. Seiten 39–56. PDF-Datei

Quellen:

  1. Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – Sprichwörterbuch „doch
Dieser Eintrag oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Hilf bitte mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.Folgendes ist zu überarbeiten: klarer schildern und belegen

Anmerkung:

Wortart: Im Gegensatz zum Konjunktionaladverb doch (2) steht die gleichbedeutende Konjunktion doch (1) nicht im Vorfeld, sondern außerhalb des Satzes. Dies äußert sich beispielsweise darin, dass dem Konjunktionaladverb doch direkt das finite Verb folgt. In diesem Fall ist es auch durch allerdings, nicht durch aber ersetzbar. Eine Gegenüberstellung und Veranschaulichung dessen kann man den Beispielen [1] und [2] entnehmen.

Worttrennung:

doch

Aussprache:

IPA: [dɔx]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild doch (Info), Lautsprecherbild doch (Info)

Reime: -ɔx

Bedeutungen:

[1] Adversative Konjunktion, betont einen Gegensatz: aber

[2] Adversatives Konjunktionaladverb, betont einen Gegensatz: allerdings, jedoch

Herkunft:

althochdeutsch: doh, mittelhochdeutsch: doch. Das Wort geht zurück auf germanisch *þau-h. [Quellen fehlen]

Sinnverwandte Wörter:

[1] jedoch, aber

[2] jedoch, allerdings, hingegen

Beispiele:

[1] Ich lud ihn ein, doch er wollte nicht kommen.

[1] Er wollte nach Paris, doch seine Freundin wollte nach Rom.

[2] Er wollte nach Paris, doch wollte seine Freundin nach Rom.

[1] Adversative Konjunktion, betont einen Gegensatz: aber

[2] Adversatives Konjunktionaladverb, betont einen Gegensatz: allerdings, jedoch

[3] Konzessive Subjunktion, in der Wendung „wenn auch – (so) doch“

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „doch

[1] The Free Dictionary „doch

[1] Duden online „doch (Konjunktion)

In diesem Eintrag oder Abschnitt sind die Referenzen noch nicht geprüft und den Bedeutungen gar nicht oder falsch zugeordnet worden. Bitte hilf mit, dies zu verbessern!

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Docht, Dock, noch