Tyrann – Wiktionary (original) (raw)

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Singular Plural
Nominativ der Tyrann die Tyrannen
Genitiv des Tyrannen der Tyrannen
Dativ dem Tyrannen den Tyrannen
Akkusativ den Tyrannen die Tyrannen
[1, 2] Tyrann
[3] Scherenschwanz-Königstyrann

Worttrennung:

Ty·rann, Plural: Ty·ran·nen

Aussprache:

IPA: [tyˈʁan]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild Tyrann (Info)

Reime: -an

Bedeutungen:

[1] ein absoluter Herrscher, der ohne jede Beschränkung regiert

[2] jemand, der seine Mitmenschen unterdrückt oder terrorisiert

[3] amerikanischer Sperlingsvogel (Unterordnung Tyranni)

Herkunft:

im 14. Jahrhundert von lateinisch tyrannus → la entlehnt, das auf griechisch τύραννος (tyrannos) → grc zurückgeht; weitere Herkunft unsicher[1]

Synonyme:

[1] Diktator, Gewaltherrscher, Despot, Autokrat

[2] Terrorist

[3] Schreivogel, Neuweltfliegenschnäpper

Gegenwörter:

[3] Singvogel

Weibliche Wortformen:

[1, 2] Tyrannin

Oberbegriffe:

[1] Herrscher, Staatsoberhaupt

[3] Sperlingsvogel, Vogel, Tier

Unterbegriffe:

[2] Haustyrann

[3] Königstyrann

Beispiele:

[1] Nero war ein Tyrann.

[2] Als Kind war mein Bruder ein richtiger Tyrann.

[2] „Dieser alte Tyrann mochte es sogar, wenn Käthe ihm widersprach.“[2]

[3] Tyrannen verteidigen ihr Revier mit lautem Rufen und gewagten Flugmanövern.

Wortbildungen:

[1] Tyrannei

[1, 2] Tyrannenmord, tyrannisieren

[1] ein absoluter Herrscher, der ohne jede Beschränkung regiert

[2] jemand, der seine Mitmenschen unterdrückt oder terrorisiert

[3] amerikanischer Sperlingsvogel (Unterordnung Tyranni)

[1–3] Wikipedia-Artikel „Tyrann

[3] Wikipedia-Artikel „Tyrannen

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Tyrann

[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalTyrann

[1, 2] The Free Dictionary „Tyrann

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: „Tyrann“, Seite 937.
  2. Alfred Andersch: Winterspelt. Roman. Diogenes, Zürich 1974, ISBN 3-257-01518-6, Seite 223.