auftun – Wiktionary (original) (raw)
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
| Person | Wortform | |
|---|---|---|
| Präsens | ich | tue auf |
| du | tust auf | |
| er, sie, es | tut auf | |
| Präteritum | ich | tat auf |
| Konjunktiv II | ich | täte auf |
| Imperativ | Singular | tu auf |
| Plural | tut auf! | |
| Perfekt | Partizip II | Hilfsverb |
| aufgetan | haben | |
| Alle weiteren Formen: Flexion:auftun |
Worttrennung:
auf·tun, Präteritum: tat auf, Partizip II: auf·ge·tan
Aussprache:
IPA: [ˈaʊ̯fˌtuːn]
Bedeutungen:
[1] veraltet: etwas (zum Beispiel eine Tür) öffnen/aufmachen
[2] reflexiv, gehoben: sich von selbst öffnen
[3] reflexiv, übertragen, über Möglichkeiten und Chancen: sich ergeben
[4] umgangssprachlich: Essen auf den Teller bringen
[5] regional: eine Kopfbedeckung aufsetzen
[6] (nach längerem Suchen etwas Seltenes/Skurriles an ungewöhnlichem Ort) finden
[7] regional: ein Geschäft eröffnen
Herkunft:
gebildet aus der Partikel auf als Verbzusatz und dem Verb tun
Sinnverwandte Wörter:
[1, 2] öffnen
[1, 7] aufmachen
[1] aufsperren
[3, 7] eröffnen
[3] anbieten, darbieten, ergeben, erschließen
[4] austun, servieren, vorlegen
[5] aufsetzen, überstülpen
[6] entdecken, finden, auftreiben, ausgraben
Gegenwörter:
[1, 2] schließen
Beispiele:
[1] Beim Essen soll man den Mund nicht zum Reden auftun.
[2] „Die Erde tat sich auf, und Tungdil verschwand in einem Loch.“[1]
[2] „Lässest allem seinen Lauf: / Berge leuchten, Wälder klingen, / Ströme rauschen, Geigen singen, / und die Himmel tun sich auf.“[2]
[3] Mit dem Abschluss in der Tasche taten sich ihr ganz neue Möglichkeiten auf.
[3] „Nun lehnte der Staat weitere Hilfen ab, nachdem sich eine akute Deckungslücke in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages _aufgetan hatte._“[3]
[4] Soll ich dir noch eine Kelle Kartoffelsuppe auftun?
[5] „Grete durfte denn mit und hatte ihre beste Mütze aufgetan und ihre beste Schürze angetan, indem sie doch nun eine Doktorfrau geworden und sogar zu einem Grafen mitfuhr.“[4]
[6] Wo hast du den denn aufgetan, der ist ja unglaublich kitschig.
[6] Ich habe einen neuen Italiener aufgetan.
[7] „Da kunnt er a Werkstatt einrichten und an Laden auftun.“[5]
Charakteristische Wortkombinationen:
[5] einen Hut auftun
[1] veraltet: etwas (zum Beispiel eine Tür) öffnen/aufmachen
[2] reflexiv, gehoben: sich von selbst öffnen
[3] reflexiv, übertragen, über Möglichkeiten und Chancen: sich ergeben
[4] umgangssprachlich: Essen auf den Teller bringen
[5] regional: eine Kopfbedeckung aufsetzen
[6] (nach längerem Suchen etwas Seltenes/Skurriles an ungewöhnlichem Ort) finden
[7] regional: ein Geschäft eröffnen
[1, 2, 4, 7] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „auftun“
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „auftun“
[1–4, 6] The Free Dictionary „auftun“
[1–6] Duden online „auftun“
Quellen:
- ↑ Die Zwerge, Markus Heitz. Abgerufen am 3. August 2019.
- ↑ Träume. In: Simplicissimus. 26, Nummer 17, München 20. Juli 1921, Seite 216 (http://www.simplicissimus.info/uploads/tx_lombkswjournaldb/pdf/1/26/26_17.pdf, abgerufen am 17. September 2019)
- ↑ FTI beantragt Insolvenzverfahren – alle Reisen abgesagt. In: Spiegel Online. 3. Juni 2024, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 3. Juni 2024) .
- ↑ Viola und Holdherz: das Buch der Märchen, Jürgen Jahn, Harald Metzkes, 1977. Abgerufen am 3. August 2019.
- ↑ Edelweißkönig, Ludwig Ganghofer. Abgerufen am 3. August 2019.