bestellen – Wiktionary (original) (raw)
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
| Person | Wortform | |
|---|---|---|
| Präsens | ich | bestelle |
| du | bestellst | |
| er, sie, es | bestellt | |
| Präteritum | ich | bestellte |
| Konjunktiv II | ich | bestellte |
| Imperativ | Singular | bestell |
| Plural | bestellt! | |
| Perfekt | Partizip II | Hilfsverb |
| bestellt | haben | |
| Alle weiteren Formen: Flexion:bestellen |
Worttrennung:
be·stel·len, Präteritum: be·stell·te, Partizip II: be·stellt
Aussprache:
IPA: [bəˈʃtɛlən]
Hörbeispiele:
bestellen (Info),
bestellen (Info)
Bedeutungen:
[1] eine Ware oder Dienstleistung zur Lieferung in Auftrag geben
[2] eine Nachricht ausrichten, überbringen
[3] Landwirtschaft: den Boden bearbeiten
[4] jemanden bestellen zu: jemandem ein Amt (einen Dienstposten) übertragen
Mehrere Bedeutungen fehlen noch.
Herkunft:
etymologisch: althochdeutsch bistellen, mittelhochdeutsch bestellen „besetzen, umstellen, anordnen“; von anordnen leitet sich die heutige Bedeutung „in Auftrag geben“ ab. Siehe hierzu auch unter bestallen.[1]
strukturell: Derivation (Ableitung) zum Verb stellen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) be-
Synonyme:
[1] anfordern, ordern, buchen, reservieren
[2] ausrichten, überbringen
[4] bestallen
Gegenwörter:
[1] abbestellen
[3] brach liegenlassen
Beispiele:
[1] Ich habe mir eben eine Pizza bestellt.
[1] Ich habe beim Italiener für heute Abend einen Tisch bestellt.
[1] Könnten Sie mir bitte ein Taxi bestellen?
[1] „Lucy nahm eines der aquamarinblauen Telefone und bestellte Kaffee und etwas zu essen.“[2]
[2] Kannst du ihm einen schönen Gruß bestellen?
[2] Bestell ihr, sie kann mich mal!
[3] Im Frühjahr werden die Äcker bestellt.
[3] Die UN warnen vor einer Hungersnot im Bürgerkriegsland Südsudan. Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht und konnten ihre Felder nicht bestellen.[3]
[4] „Der Abgeordnete Noonan wurde, 18 Monate nach seinem Einzug ins Parlament, zum Justizminister bestellt, anschließend führte er kurz das Wirtschaftsministerium.“[4]
Redewendungen:
dastehen wie bestellt und nicht abgeholt
Charakteristische Wortkombinationen:
[1] einen Tisch bestellen, ein Produkt/Taxi bestellen, eine Ware bestellen
[2] einen Gruß bestellen, beste Wünsche bestellen
Wortbildungen:
Adjektive: bestellbar
Substantive: Bestellen, Bestellformular, Bestellkarte, Bestellmenge, Bestellmöglichkeit, Bestellnummer, Bestellschein, Bestellung
Verben: abbestellen, einbestellen, mitbestellen, nachbestellen, herbestellen, hinbestellen, umbestellen, vorbestellen
[1] eine Ware oder Dienstleistung zur Lieferung in Auftrag geben
[2] eine Nachricht ausrichten, überbringen
[3] Landwirtschaft: den Boden bearbeiten
[4] jemanden bestellen zu: jemandem ein Amt (einen Dienstposten) übertragen
[1–4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „bestellen“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „bestellen“
[1–3] The Free Dictionary „bestellen“
[1–3] Duden online „bestellen“
[1–3] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „bestellen“ auf wissen.de
Quellen:
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 115
- ↑ Mario Puzo: Der Pate. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1990, ISBN 3-499-11442-9, Seite 332
- ↑ Sarah Steffen / Friederike Müller: Südsudan - Hungersnot bedroht Südsudan. In: Deutsche Welle. 1. August 2014 (URL, abgerufen am 7. März 2015) .
- ↑ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Juli 2011, Seite 8 Spalte 6