binden – Wiktionary (original) (raw)
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Siehe auch:
| Person | Wortform | |
|---|---|---|
| Präsens | ich | binde |
| du | bindest | |
| er, sie, es | bindet | |
| Präteritum | ich | band |
| Konjunktiv II | ich | bände |
| Imperativ | Singular | bind |
| Plural | bindet! | |
| Perfekt | Partizip II | Hilfsverb |
| gebunden | haben | |
| Alle weiteren Formen: Flexion:binden |
[1] Schnürsenkel binden
Worttrennung:
bin·den, Präteritum: band, Partizip II: ge·bun·den
Aussprache:
IPA: [ˈbɪndn̩]
Bedeutungen:
[1] transitiv: durch ein Band zusammenhalten
[2] reflexiv: sich verpflichten
[3] transitiv: dickflüssig, sämig machen
[4] intransitiv: Töne legato spielen
[5] transitiv: ein Buch mit einem Einband versehen
Herkunft:
mittelhochdeutsch binden, althochdeutsch bintan, germanisch *bend-a- „binden“, indogermanisch *bhendh- „binden“, belegt seit dem 8. Jahrhundert[1]
Synonyme:
[1] schnüren, fesseln, verknüpfen, festmachen, zusammenfügen, befestigen
[2] verpflichten
[3] andicken, dicken, eindicken, verdicken
[4] verbinden
[5] einbinden
Gegenwörter:
Unterbegriffe:
[1] anbinden, aufbinden, entbinden, hochbinden, umbinden, unterbinden, verbinden, vorbinden, zubinden, zusammenbinden
[3] abbinden
[5] einbinden
Beispiele:
[1] Sie band das Boot an den Steg.
[1] „Einmal band er sich eine Woche lang den Arm auf den Rücken, um sich mit Unbill und Schmerz vertraut zu machen.“[2]
[2] Er fühlte sich an sein Versprechen gebunden.
[2] „ ‚Er [der Uno-Migrationspakt] ist rechtlich nicht bindend, und deshalb steht Deutschland dazu‘, hat Angela Merkel auf einer Pressekonferenz in Warschau erklärt.“[3]
[3] Zum Schluss die Suppe mit etwas Mehl binden.
[4] Hier ist gut zu hören, wie die Violinen die tieferen Töne binden.
[5] Mir ist die gebundene Fassung lieber, aber Paperbacks sind natürlich billiger.
Redewendungen:
jemandem sind die Hände gebunden – nicht handeln können)
jemandem etwas nicht auf die Nase binden – keinen Einblick geben)
jemandem etwas auf die Nase binden – belügen)
auf die Seele binden – dringend anempfehlen)
sich etwas ans Bein binden – sich belasten)
Wortbildungen:
bindend, gebunden, ungebunden, unverbindlich, verbindlich (davon: Verbindlichkeit)
Angebinde, Ausbund, Band, Binde, Bindedraht, Bindegarn, Binder (Buchbinder, Kabelbinder), Bindegewebe, Bindehaut, Bindemittel, Binderei, Bindestrich, Bindeton, Bindewort, Bindfaden, Bindung, Bund, Einband, Gebinde, Verbund
[1] transitiv: durch ein Band zusammenhalten
[2] reflexiv: sich verpflichten
[3] transitiv: dickflüssig, sämig machen
[4] intransitiv: Töne legato spielen
[5] transitiv: ein Buch mit einem Einband versehen
[3, 5] Wikipedia-Artikel „binden“
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „binden“
[1–5] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „binden“
[1–3] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „binden“
Quellen:
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: „binden“, Seite 124.
- ↑ Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. 4. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2005, ISBN 3498035282, Seite 38
- ↑ Jan Fleischhauer: Warum Deutschland den Migrationspakt nicht unterzeichnen darf. In: Spiegel Online. 22. November 2018, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 22. November 2018) .
Ähnliche Wörter (Deutsch):
ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Binde