dreschen – Wiktionary (original) (raw)

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Person Wortform
Präsens ich dresche
du drischstdrischtdreschstdrescht
er, sie, es drischt
Präteritum ich droschdreschte
Konjunktiv II ich dröschedreschte
Imperativ Singular drischdreschedresch!
Plural drescht!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gedroschengedrescht haben
Alle weiteren Formen: Flexion:dreschen
[1] Dreschflegel zum Dreschen
[1] Dreschen von Reis in Nepal

Anmerkung zur Konjugation:

Die konjugierte Form „du drescht“ ist in Österreich zulässig, da gemäß dem Österreichischen Wörterbuch (ÖWB) bei Verben mit dem Stammauslaut …sch „auch die Endung -t (ohne vorangehendes s) korrekt“ ist (siehe im Anhang des ÖWBs unter „Konjugation der Verben (Zeitwörter)“, Punkt 1.4 „Stammauslaut“ der Punkt 1.4.4[1]). Diese Verbform wird jedoch auch im gesamten deutschen Sprachgebiet umgangssprachlich verwendet.

Die regelmäßige Konjugation ist gemäß Duden ebenfalls möglich.[2]

Worttrennung:

dre·schen, Präteritum: drosch, dresch·te, Partizip II: ge·dro·schen, ge·drescht

Aussprache:

IPA: [ˈdʁɛʃn̩]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild dreschen (Info)

Reime: -ɛʃn̩

Bedeutungen:

[1] transitiv, Landwirtschaft: bei Getreide, Hülsenfrüchten und dergleichen durch Trampeln, Schlagen, Walzen oder mit einer Dreschmaschine die Körner vom Stroh trennen

[2] transitiv: jemanden prügeln oder auf jemanden oder etwas schlagen, draufhauen, drauftreten

[3] grob und gefühllos auf einem Tasteninstrument spielen

[4] Karten spielen, besonders auch: Skat spielen

Herkunft:

[1] mittelhochdeutsch dreschen, althochdeutsch dreskan, germanisch *þresk-a- „dreschen“. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[3]

Synonyme:

[2] prügeln, schlagen, verhauen

Oberbegriffe:

[1] arbeiten, ernten

Beispiele:

[1] Früher wurde mit dem Dreschflegel gedroschen.

[2] Es gelang ihm, den Ball aus kürzester Entfernung über das Tor zu dreschen.

[2] Der Angreifer drosch ihm den Gewehrkolben ins Gesicht.

[2] Sie drosch dem Hund eins über.

[2] Wenn du nicht aufpasst, dresche ich dich windelweich!

[3] Torben drischt hemmungslos in die Tasten und hat dabei augenscheinlich einen Mordsspaß.

[4] Wollen wir eine Runde Skat dreschen?

Redewendungen:

[1] leeres Stroh dreschen, Phrasen dreschen

[3] in die Tasten dreschen

[4] einen dreschen (Karten spielen)

Sprichwörter:

[1] einem dreschenden Ochsen soll man nicht das Maul verbinden[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] jemanden windelweich dreschen (Lautsprecherbild Audio (Info))

Wortbildungen:

Konversionen: Dreschen, dreschend, gedroschen

Substantive: Drasch, Dreschboden, Dresche, Drescher, Dreschflegel, Dreschgut, Dreschmaschine, Drusch

Verben: abdreschen, ausdreschen, durchdreschen, eindreschen, losdreschen, niederdreschen, verdreschen, wegdreschen, zerdreschen

[1] die Körner vom Stroh trennen

[2] jemanden prügeln oder auf jemanden oder etwas schlagen, draufhauen, drauftreten

[3] grob und gefühllos auf einem Tasteninstrument spielen

[4] Karten spielen, besonders auch: Skat spielen

[1] Wikipedia-Artikel „dreschen

[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „

[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „dreschen

[2] Uni Leipzig: Wortschatz-Portaldreschen

[1, 2, 4] The Free Dictionary „dreschen

[1, 2] Duden online „dreschen

Quellen:

  1. ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Vollständige Ausgabe mit dem amtlichen Regelwerk. Aktualisierte 44. Auflage. ÖBV, Wien 2025, ISBN 978-3-209-13686-2 (Bearbeitung: Stefan Dollinger et al.; Redaktion: Christiane M. Pabst, Magdalena Eybl-Vyhnanek) , Seite 930
  2. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 8. Auflage. Band 4, Dudenverlag, Mannheim u. a. 2009, ISBN 3-411-04048-3 , Seite 485, Randziffer 704.
  3. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: „dreschen“, Seite 214.
  4. nach 5. Mose 25,4