holen – Wiktionary (original) (raw)
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| Person | Wortform | |
|---|---|---|
| Präsens | ich | hole |
| du | holst | |
| er, sie, es | holt | |
| Präteritum | ich | holte |
| Konjunktiv II | ich | holte |
| Imperativ | Singular | hole |
| Plural | holt! | |
| Perfekt | Partizip II | Hilfsverb |
| geholt | haben | |
| Alle weiteren Formen: Flexion:holen |
Worttrennung:
ho·len, Präteritum: hol·te, Partizip II: ge·holt
Aussprache:
IPA: [ˈhoːlən]
Hörbeispiele:
holen (Info),
holen (Info)
Bedeutungen:
[1] etwas oder jemanden herbeischaffen
[2] in Verbindung mit Luft und Atem: einatmen
[3] umgangssprachlich: sich eine Unpässlichkeit einfangen
[4] in Verbindung mit Aberglauben: entführt werden
[5] in diversen festen Wendungen wie zum Beispiel „den Sieg holen“ = gewinnen; „Rat holen“ = sich beraten lassen
Herkunft:
von mittelhochdeutsch holen → gmh, holn → gmh, althochdeutsch halōn → goh, holōn → goh „herbeirufen, rufen“; etymologisch verwandt mit hell[1][2]
Sinnverwandte Wörter:
[1] beibringen, nehmen, heranschaffen, herbringen, herbeibringen, herbeischaffen, herschaffen
Gegenwörter:
[1] fortbringen, fortschaffen
[2] anhalten
Unterbegriffe:
[*] abholen, anholen, aufholen, ausholen, beiholen, dichtholen, einholen, erholen, fortholen, heimholen, herabholen, heranholen, heraufholen, herausholen, herbeiholen, hereinholen, herholen, herunterholen, herüberholen, hervorholen, hierherholen, hochholen, nachholen, niederholen, kielholen, niederholen, ranholen, rausholen, reinholen, rüberholen, runterholen, überholen, verholen, vorholen, wegholen, wiederholen, zurückholen, zusammenholen
Beispiele:
[1] Ich geh' mal eben Zigaretten holen.
[1] Geh lieber die Kinder aus dem Kindergarten holen.
[1] Hol doch bitte die Gläser aus dem Schrank!
[2] Atme tief durch, du musst Luft holen!
[3] Ich glaube, ich habe mir eine Erkältung geholt.
[3] Pass auf, dass du dir da keine Flöhe holst!
[3] Mach das Fenster zu, ich hol mir noch den Tod!
[4] Geh nicht in den Keller, da holt dich der Schwarze Mann!
[5] Die Mannschaft von Trainer Pepe holte dann doch noch den Sieg.
[5] Du könntest bei deiner Schwester Rat holen.
[5] Hol mal das eine Ende der Großschot!
[5] Nun hol doch mal jemand einen Krankenwagen!
Redewendungen:
die Kartoffeln aus dem Feuer holen / die Kastanien aus dem Feuer holen / die Kohlen aus dem Feuer holen
jemandem zeigen, wo Barthel den Most holt
jemanden auf den Boden der Tatsachen holen
jemanden mit ins Boot holen / jemanden ins Boot holen
jemanden soll der Teufel holen
wissen, wo Barthel den Most holt / wissen, wo der Barthel den Most holt
Charakteristische Wortkombinationen:
[3] Erkältung, Flöhe, Grippe, Halsschmerzen, Husten, Infektion, Läuse Schnupfen geholt
[5] Arzt, Ende, Hilfe, Krankenwagen, Medaille, Polizei, Rat, Sieg, Titel holen, jemanden mitten in der Nacht aus dem Bett holen
Wortbildungen:
[1] etwas oder jemanden herbeischaffen
[3] sich eine Unpässlichkeit einfangen
[5] in diversen festen Wendungen
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „holen“
[1–5] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „holen“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „holen“
[1–3, 5] The Free Dictionary „holen“
[1, 3, 5] Duden online „holen“
Quellen:
- ↑ Duden online „holen“
- ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 3. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-04073-4
Worttrennung:
ho·len
Aussprache:
IPA: [ˈɦoː.lə(n)]
Grammatische Merkmale:
- Plural des Substantivs hol
holen ist eine flektierte Form von hol.
Alle weiteren Informationen findest du im Haupteintrag hol.
Bitte nimm Ergänzungen deshalb auch nur dort vor.