kosten – Wiktionary (original) (raw)

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Siehe auch:

Person Wortform
Präsens ich koste
du kostest
er, sie, es kostet
Präteritum ich kostete
Konjunktiv II ich kostete
Imperativ Singular koste!
Plural kostet!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gekostet haben
Alle weiteren Formen: Flexion:kosten

Worttrennung:

kos·ten, Präteritum: kos·te·te, Partizip II: ge·kos·tet

Aussprache:

IPA: [ˈkɔstn̩]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild kosten (Info), Lautsprecherbild kosten (Info), Lautsprecherbild kosten (Österreich) (Info)

Reime: -ɔstn̩

Bedeutungen:

[1] intransitiv, mit doppeltem, einfachem oder dreifachem Akkusativ oder mit Dativ und einfachem oder doppeltem Akkusativ, [jemanden/jemandem] etwas kosten, umg. sich etwas einen Geldbetrag oder etwas kosten lassen: [jemandem] etwas (zum Beispiel in Form von Geld) wert sein, einen Wert oder bestimmten Preis haben

[2] intransitiv, mit doppeltem Akkusativ oder seltener mit Dativ und Akkusativ, jemanden oder jemandem etwas kosten: etwas bringt jemanden um etwas

Herkunft:

mittelhochdeutsch kosten → gmh wurde aus altfranzösisch coster → fro/couster → fro entlehnt, das über mittellateinisch costare → la auf lateinisch constare → la zurückgeht[1]

Beispiele:

[1] Diese Vase hat ihn sehr viel Geld gekostet.

[1] „Einen Heißluftballon erwarben französische Ballonfahrer für den Schnäppchenpreis von 6400 Euro - normalerweise kostet ein solches Fluggerät mehrere zehntausend Euro.“[2]

[1] Das hat die Familie einen großen Haufen Geld gekostet.

[1] Das kostet zusammen 19,30 €.

[1] Das kostet dich eine Runde!

[1] „Internetverbindungen wurden damals nach Dauer abgerechnet und kosteten mehrere Pfennige (später Cent) pro Minute.“[3]

[2] Die verletzungsbedingte Zwangspause kostete ihn/ihm den Meistertitel.

[2] „Ein HSG-Doktorand twittert zehn Tage lang über China. Das kostet ihn drei Jahre Forschungsarbeit.“[4]

Redewendungen:

etwas kann jemandem den Kopf kosten

jemandem den Hals kosten / jemandem Kopf und Kragen kosten

jemandem den letzten Nerv kosten

Körner kosten

nicht die Welt kosten

sich etwas etwas kosten lassen

viel Schweiß kosten

Sprichwörter:

[1] koste es, was es wolle

[1] umsonst ist der Tod, und der kostet das Leben

[1] was nichts kostet, ist nichts wert[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Geld kosten

Wortbildungen:

Adjektive: kostbar, kostspielig

Substantive: Kosten, Kostfracht

[2] etwas bringt jemanden um etwas

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „kosten

[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalkosten

[1, 2] Duden online „kosten (betragen, beanspruchen)

[1, 2] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „kosten“ auf wissen.de

Quellen:

  1. Wahrig Herkunftswörterbuch „kosten“ auf wissen.de
  2. Jürgen Schwenkenbecher: Das kleine Luftschiff fliegt bald nach Malaysia. Berliner Zeitung, Berlin 13.10.2003
  3. Johannes Hiltscher: Als das Internet noch ein Abenteuer war. In: Online-Portal golem.de. 12. August 2025 (URL, abgerufen am 24. August 2025) .
  4. Larissa Rhyn, Katrin Büchenbacher: Kein Doktortitel wegen eines Tweets: So weit reicht Chinas Einfluss auf Schweizer Hochschulen. Ein Schweizer Doktorand twittert kritisch über China. Danach will seine Professorin an der Universität St. Gallen nichts mehr mit ihm zu tun haben – sie fürchtet, kein Visum mehr zu bekommen. In: NZZOnline. 3. August 2021, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 6. August 2021) .
  5. Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – Sprichwörterbuch „Was nichts kostet, ist nichts wert.
Person Wortform
Präsens ich koste
du kostest
er, sie, es kostet
Präteritum ich kostete
Konjunktiv II ich kostete
Imperativ Singular koste!
Plural kostet!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gekostet haben
Alle weiteren Formen: Flexion:kosten

[1] kosten

Worttrennung:

kos·ten, Präteritum: kos·te·te, Partizip II: ge·kos·tet

Aussprache:

IPA: [ˈkɔstn̩]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild kosten (Info), Lautsprecherbild kosten (Info), Lautsprecherbild kosten (Österreich) (Info)

Reime: -ɔstn̩

Bedeutungen:

[1] transitiv, mit Akkusativ: etwas probieren; den Geschmack testen

Herkunft:

über mittelhochdeutsch kosten → gmh und althochdeutsch koston → goh geht das Verb auf germanisch *kus–to–ausprobieren, prüfen“ zurück[1]

Synonyme:

[1] abschmecken, probieren, testen

Unterbegriffe:

[1] auskosten, durchkosten, nachkosten, verkosten, vorkosten

Beispiele:

[1] Koste doch mal meinen selbstgemachten Kuchen!

Wortbildungen:

Kostehappen/Kostehappen, Kostprobe, köstlich

[1] transitiv, mit Akkusativ: etwas probieren; den Geschmack testen

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „kosten

[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalkosten

[1] Duden online „kosten (schmecken, begutachten)

[1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „kosten“ auf wissen.de

Quellen:

  1. Wahrig Herkunftswörterbuch „kosten“ auf wissen.de

Worttrennung:

kos·ten

Aussprache:

IPA: [ˈkoːstn̩]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild kosten (Info)

Reime: -oːstn̩

Grammatische Merkmale:

kosten ist eine flektierte Form von kosen.
Die gesamte Konjugation findest du auf der Seite Flexion:kosen.
Alle weiteren Informationen findest du im Haupteintrag kosen.
Bitte nimm Ergänzungen deshalb auch nur dort vor.