pervers – Wiktionary (original) (raw)

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Positiv Komparativ Superlativ
pervers perverser am perversesten
Alle weiteren Formen: Flexion:pervers

Worttrennung:

per·vers, Komparativ: per·ver·ser, Superlativ: per·ver·ses·ten

Aussprache:

IPA: [pɛʁˈvɛʁs]

Hörbeispiele: Lautsprecherbild pervers (Info)

Reime: -ɛʁs

Bedeutungen:

[1] abwertend: (oft in sexuellem Zusammenhang) entartet, verkehrt, nicht den (moralischen) Konventionen entsprechend

[2] nicht logisch folgerichtig zueinanderpassend, verkehrt, widersinnig

Herkunft:

vermutlich über gleichbedeutend französisch pervers → fr, von lateinisch perversus → la „verdreht, verkehrt“, Partizip Perfekt von pervertereumkehren, umstürzen[1]

Synonyme:

[1] abartig, abnormal, fetischistisch, schöpfungswidrig, widernatürlich, sittlich verdorben

[2] verkehrt, widersinnig

Gegenwörter:

[1] artig, normal, zivilisiert

[2] logisch

Oberbegriffe:

[1] anormal

Unterbegriffe:

[1] nekrophil, pädophil, masochistisch, sadistisch, sodomistisch

Beispiele:

[1] Also ich finde es pervers, wenn Menschen Sex mit Tieren haben!

[1] Ich finde Pornovideos wirklich pervers.

[2] Ihre Verurteilung zu zwei Jahren Haft zeigt nur, wie pervers das ganze System ist.

[2] Das kann nicht stimmen, das ist ja geradezu pervers, wie soll denn das funktionieren?

[1, 2] „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt.“[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] perverses Schwein

[2] geradezu pervers

Wortbildungen:

[1] Perverser, Perversling, Perversion, Perversität, pervertiert

[1] (oft in sexuellem Zusammenhang) entartet, verkehrt, nicht den (moralischen) Konventionen entsprechend

[2] nicht logisch folgerichtig zueinanderpassend, verkehrt, widersinnig

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „pervers

[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalpervers

[1, 2] The Free Dictionary „pervers

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0 , Seite 1034
  2. Wikipedia-Artikel „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ Titel eines Films von Rosa von Praunheim