Nina Franz | Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (original) (raw)

Books by Nina Franz

Research paper thumbnail of Militärische Bildtechniken von der frühen Neuzeit bis ins Computerzeitalter

In der vorliegenden Studie werden unterschiedliche Arten der Instrumentalisierung von Bildern dur... more In der vorliegenden Studie werden unterschiedliche Arten der Instrumentalisierung von Bildern durch befehlsgebende Mächte und insbesondere der Gehorsamsproduktion untersucht. In fünf historischen Fallstudien, die den Zusammenhang von kolonialen Machtansprüchen und militärischer Bildgebung stets im Blick haben, wird ein weites Spektrum westlich-geprägter Kriegstechniken untersucht: von der Modernisierung der Kriegführung in den Niederlanden und den Gehorsamspraktiken des Jesuitenordens in der frühen Neuzeit, zu den militärischen Bildtechniken in der Fliegerei und der Psychotechnik Hugo Münsterbergs bis hin zu den Bildschirm-Anordnungen des Computer-gestützten Drohnenkriegs der Gegenwart. In je verschiedener Weise werden Bilder in diesen historischen Kontexten zu Schlüsseltechnologien für ein Verständnis militärischer Gewalt. Die Untersuchung der Entstehungs- und Funktionsbedingungen militärischer Bildpraktiken, der ihnen zugrunde liegenden visuellen Kulturen und Theorien des Bildes, der Bild-Pädagogiken und des Drills, nähert sich einer Theorie bildlicher Gehorsamsproduktion, die für ein breites Publikum auch jenseits der historischen Kulturwissenschaft interessant ist.

Events by Nina Franz

Research paper thumbnail of Collateral Image. Zur Zeugenschaft militärischer Bildtechniken

In "Regarding the Pain of Others" skizziert Susan Sontag die Geschichte der Fotografie als die ei... more In "Regarding the Pain of Others" skizziert Susan Sontag die Geschichte der Fotografie als die eines Mediums, durch das Kriegsgeschehen bezeugt werden. Waren die Fotografien im Krim Krieg und während des Amerikanischen Bürgerkriegs bis hin zum 1. Weltkrieg noch stets Bilder der Folgen von Krieg, hielt das fotografische „Monitoring“ von Kriegsschauplätzen Einzug mit der Einführung tragbarer Kameras in den 1930er Jahren. Anders als journalistische Formen der Dokumentation produzieren moderne militärische Bildtechniken, die im Fokus dieses Vortrags stehen, solche Formen bildlicher Evidenz nur nebenbei. Neben den Kollateralschaden der Waffenwirkung treten kollaterale Bilder, die Kriegshandlungen und andere Formen der Gewalt dokumentieren, während durch ein Fadenkreuz Ziele ins Visier genommen werden. Im Vortrag soll anhand von historischen Beispielen, wie den Überflugbildern von Auschwitz-Birkenau, die in den 1970er Jahren in den Archiven des US-Militärs entdeckt wurden, dem von Wikileaks im Jahr 2007 publizierten „Collateral Murder“-Video, sowie aktuellen Veröffentlichungen von Drohnen-Feeds nachgezeichnet werden, was die komplexen Bedingungen für Zeugenschaft im Kontext militärischer Bildtechniken ausmacht.

Organisation / Gastgeberin: Jun.-Prof. Dr. Cecilia Valenti, Filmwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Plakat: Lina Grumm

Research paper thumbnail of Lecture Series: The Coming Catastrophe

Research paper thumbnail of Conference: Remote Control. Scales of Mediated Intervention

The two-day conference assembles scholars from different disciplines to discuss the conditions an... more The two-day conference assembles scholars from different disciplines to discuss the conditions and scales of remote control in contemporary media practice. It covers three perspectives on remotely controlled interventions:
1. The practices of remote intervention as ways of operating „from a distance“, such as the transmission of commands in robotics.
2. The infrastructures of remote intervention as ways of defining the possibilities of action, such as user interfaces, databases or control terminals.
3. The politics of remote intervention as a transformation of the relation between humans and machines, such as the distribution of responsibility in remote warfare.

Read the full concept at: www.remote-control-conference.org/about

Keynotes:
Jennifer Gabrys (Goldsmiths, University of London)
Timothy Lenoir (University of California, Davis)
Jutta Weber (University of Paderborn)

Talks:
Antoine Bousquet (Birkbeck, University of London), Matthias Bruhn (HfG Karlsruhe, Humboldt University of Berlin), Katherine Chandler (Georgetown University), Luci Eldridge (Royal College of Art, London), Nina Franz (Humboldt University of Berlin), Carolin Höfler (Cologne University of Applied Sciences), Matteo Pasquinelli (HfG Karlsruhe), Moritz Queisner (Cluster of Excellence Image Knowledge Gestaltung, Humboldt University of Berlin), Isabell Schrickel (Leuphana University), Lucy Suchman (Lancaster University)

Articles by Nina Franz

Research paper thumbnail of David Lieske: Armed Interpretation

David Lieske: Armed Interpretation, 2024

Bierke Verlag, Berlin, 2024. https://vivii.no/Exhibitions/2024-Armed-Interpretation

Research paper thumbnail of Tactility, Sound and Diagrammatics. Ultrasound as an Interface to the Womb

in: Interface Critique Vol. 4: Diagrammatic Operations, 2023

(cover design), Daniel Irrgang (typesetting), Alexander Schindler (layout template) APPEARANCE 1 ... more (cover design), Daniel Irrgang (typesetting), Alexander Schindler (layout template) APPEARANCE 1 issue per year Interface Critique initiates interdisciplinary dialogues about the historical, societal, political, cultural, artistic, and aesthetic dimensions of the interface and encourages comprehensive, interdisciplinary perspectives to promote an understanding of the interface as a dynamic cultural phenomenon. We invite submissions (original papers, project or artwork descriptions) in English and do not charge any author fees.

Research paper thumbnail of Über das Protokoll hinaus. Zum Verhältnis von Kontingenz und algorithmischer Kontrolle im militärisch-polizeilichen Phantasma der Automation

in: Peter Plener, Niels Werber, Burkhardt Wolf (eds): Das Protokoll, 2023

Ausgehend von der zentralen Rolle, die dem Problem der Kontingenz im Zusammenhang moderner Kriegs... more Ausgehend von der zentralen Rolle, die dem Problem der Kontingenz im Zusammenhang moderner Kriegsführung zukommt, geht es in diesem Beitrag um eine spezielle automatisierte Form dessen, was Alexander Galloway vor fast zwanzig Jahren als »protocological control« (Galloway 2004, 8) beschrieben hat und die im Zusammenhang heutiger Überwachungsregime mit Burkhardt Wolf um den Begriff des »Pan-Protokollarischen« 1 ergänzt werden kann. Im Zentrum steht dabei das dialektische Verhältnis von Determiniertheit und Offenheit, das schon Galloway in seinen frühen Beobachtungen zur politischen Technologie der internet protocols beschrieben hat, und das heute in einem neuen technologisch bedingten Verhältnis von Kontrolle und Kontingenz wieder zu Tage tritt. Der Umgang mit Kontingenz stellt, wie ich mit Verweis auf Carl von Clausewitz sowie auf kybernetische Konzepte des Command and Control zeige, eine grundlegende Aufgabenstellung der modernen Kriegsführung dar. Hierzu heißt es in Clausewitz' Vom Kriege aus dem Jahr 1832: Der Krieg ist das Gebiet der Ungewißheit; drei Viertel derjenigen Dinge, worauf das Handeln im Kriege gebaut wird, liegen im Nebel einer mehr oder weniger großen Ungewißheit. […] Der Krieg ist das Gebiet des Zufalls. […] Er vermehrt die Ungewißheit aller Umstände und stört den Gang der Ereignisse. Jene Unsicherheit aller Nachrichten und Voraussetzungen, diese beständigen Einmischungen des Zufalls machen, daß der Handelnde im Kriege die Dinge unaufhörlich

Research paper thumbnail of Perpendicular Views

in: Marina Pinsky. Four Color Theorem. Triangle Books, Brussels, 2021

Research paper thumbnail of Ungehorsame Bildbetrachtung. Rezension zu "Schauen und Strafen. Nach 9/11" von Linda Hentschel

Soziopolis, 2021

https://www.soziopolis.de/ungehorsame-bildbetrachtung

Research paper thumbnail of Mit Kate Chandler: Screen Publics. Der Bildschirm als Wahrnehmungsmilieu der Spätmoderne

Rebekka Ladewig, Angelika Seppi (Hg.): Milieu Fragmente. Technologische und ästhetische Perspektiven, 2020

https://spectorbooks.com/milieu-fragmente

Research paper thumbnail of Bilder als Waffen. Interview: Nina Franz über Kriegs- und Herrschaftstechniken des Bildes

L.I.S.A. Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, 2019

Research paper thumbnail of Where should we turn in order to arrive where exactly? A chain letter between Nina Franz, Rebekka Ladewig and Eva Wilson

Where should we turn to in order to arrive where exactly? Is published in conjunction with the ex... more Where should we turn to in order to arrive where exactly? Is published in conjunction with the exhibition Modified Limited Hangout by Agata Madejska at Kunsthalle Wilhelmshaven, October 2018 – January 2019.

Research paper thumbnail of Die Akteure verlassen die Kontrollstation. Krisenhafte Kooperationen im bildgeführten Drohnenkrieg

Das Mitsein der Medien. Prekäre Koexistenzen von Menschen, Maschinen und Algorithmen, 2018

Die jüngste Forschung über die Steuerung und Navigation unbemannter Flugobjekte konzipiert das Ve... more Die jüngste Forschung über die Steuerung und Navigation unbemannter Flugobjekte konzipiert das Verhältnis von Mensch und Maschine als immersive Synthese, in der Handlungs-, Entscheidungs- und Wahrnehmungsprozesse in Kooperation mit Maschinen realisiert werden (vgl. Suchman, Cullen). An der Schnittstelle zwischen Sinnen, Sensoren und Rechenprozessen werden militärische Operationen zunehmend als Konvergenz zwischen Soldaten und Apparaten aufgefasst. Die Debatte dieser Verschränkung von Mensch und Technik im Kontext von Begriffen wie Kulturtechnik, Dispositiv oder Apriori gehört zu den Grundzügen der Kultur- und Medientheorie. Zuletzt ist sie jedoch zunehmend um Ansätze erweitert worden, bei denen die kooperative Verfasstheit von Medien schon als vorausgesetzt gilt – etwa aus den Human Factor Studies, den Work Place Studies oder den Science and Technology Studies (vgl. Schüttpelz & Gießmann). Wie genau diese Ansätze zur Klärung der prekären Handlungskonstellation von Menschen und Maschinen beitragen, lässt sich erst am konkreten Objekt und durch eine Terminologie klären, die den Begriff der Operation anhand entsprechender Praktiken herausarbeitet.

Am Beispiel der Benutzung von Ground Control Stations (GCS) zeigt der Beitrag das potentiell Krisenhafte der Kooperation von Menschen und nicht-menschlichen Akteuren. Die GCS dient der bild-, ton- und textgeführten Fernsteuerung von Drohneneinsätzen und damit einer spezifischen Operation – der Ausführung von Tötungs- und Überwachungsbefehlen aus der Distanz. Abweichend von aktuellen Debatten über die Anerkennung nicht-menschlicher Akteure, wird Agency in Militär-Operationen immer schon als Co-Agency verstanden: der menschliche Akteur gilt als „Element“ oder „Komponente“ des operativen Systems. Vor dem Hintergrund dieses militärischen Verständnisses der Operation, sollen hier am Beispiel der GCS die Begriffe des Operativen und Operationalen insbesondere mit Blick auf das „operative Bild“ zur Debatte gestellt werden.

Die Beschreibung der Anordnung des GCS und seiner spezifischen Gebrauchsweisen beruht auf Gesprächen der AutorInnen mit Drohnenpiloten im Februar 2017 auf der Militärbasis Maxwell Air Force Base in Montgomery, Alabama. Die drei maßgeblichen Operationen des Sehens, Zeigens und Entscheidens lassen sich in dieser Anordnung als Situationen krisenhafter Kooperation analysieren, deren Bedingungen über die dezidiert technischen Prozesse hinaus auf die Umstände ihrer Gestaltung und damit auf eng verwobene politische, wissenschaftliche und (kriegs-)wirtschaftliche Akteure verweisen. Die Steuerungsoberfläche des GCS, deren primäres Ziel die Implementierung von militärischer Handlungen ist, wird in dieser Beschreibung selbst zum Schauplatz der Anfechtungen und Aneignungen.

Research paper thumbnail of 合成實境與盲目飛行:感知的操作化

DigiArts, Oct 25, 2018

Translated from English by Song Wei, Ph.D.

Research paper thumbnail of The Actors Are Leaving the Control Station. The Crisis of Cooperation in Image-guided Drone Warfare

Image – Action – Space. Situating the Screen in Visual Practice, 2018

Remote military interventions are, by their very nature, restricted to the closed system of compu... more Remote military interventions are, by their very nature, restricted to the closed system of computerised, heavily mediated environments of control. Due to their remote setting, drone operations structurally rely on visibility and controllability via a complex system of sensors, control instruments, software interfaces, and transmission technologies. In such cases, knowledge of a situation in an area of operation, the situational awareness, is based mainly on operative images in the form of visualised sensor data. But even where images form the primary, often sole, basis for action, the analysis must not be narrowed down to the level of depiction. The situation in which the images are being applied must also be considered. Against the background of an expanded understanding of what constitutes a military operation, we discuss the ground control station as a site of image-operations in contemporary warfare.

Research paper thumbnail of Synthetic Reality and Blind Flight: The Operationalization of Perception. Politik, Vol. 20, No. 1, 2017

Politik, 2017

In our contribution we trace the emergence of human perception as an actual object of design and ... more In our contribution we trace the emergence of human perception as an actual object of design and engineering in the early history of aviation through the postwar rise of human factors studies, and into military research and its respective industries today. In this survey, (perceptual) engineering and high-technology weapons such as remote- controlled or (partially) automated drones blend into a military policy that distances human operators from the ‘theater of war.’ As we argue, this new form of warfare with its visual technologies (‘Synthetic Vision Systems’) and mental ecologies (Situational Awareness) is aligned with a ‘logic of simulation,’ as discusses by Jacques Rancière in his political theory of in/visibility.

in:
Politik, Tema: Droner og krig, Årg. 20, Nr. 1 (2017), pp. 30-44.

Research paper thumbnail of Targeted killing and pattern-of-life analysis: weaponised media. Media, Culture and Society, Vol. 39, No. 1, 2017, pp. 111-121

In the aftermath of the US-led ‘global war on terror’, emerging weaponised media of warfare prese... more In the aftermath of the US-led ‘global war on terror’, emerging weaponised media of warfare present new means for the military ‘policing’ of populations. Algorithmic modes of observation are applied for the identification of targets, presenting an ‘aerial view’ that is no longer confined to optical media alone, but seeks out the criminogenic patterns and schemas that arise from human populations, or rather their double – the data masses. This article is concerned with the role of the emerging media function of militarised ‘pattern-of-life analysis’ in producing a specific perception of the mass that connects with older notions of masses and populations, as well as with a discourse on the changing nature of warfare. In what ways do the emerging media of observation and targeting of drone warfare contribute to the formation of new relations of visibility, and what does it mean for these media to become ‘weaponised’?

Published online before print October 19, 2016
In: Media, Culture and Society, Special Issue: The Media and the Military, January 2017.

Research paper thumbnail of Painting the Target. Bildbesprechung in Bildwelten des Wissens Bd. 12, 2016

Erschienen in: Kathrin Friedrich, Moritz Queisner, Anna Roethe (Hg.): Image Guidance. Bedingungen... more Erschienen in: Kathrin Friedrich, Moritz Queisner, Anna Roethe (Hg.):
Image Guidance. Bedingungen bildgeführter Operation.
Bildwelten des Wissens Band 12, De Gruyter, August 2016, S. 96-97.

Research paper thumbnail of Synthetische Realität und Blindflug - Operationalisierung der Wahrnehmung. Kritische Berichte 4, 2015

Erschienen in: Kritische Berichte. Heft 4.2015, Postdemokratie. Herausgegeben von Nikola Doll und... more Erschienen in: Kritische Berichte. Heft 4.2015, Postdemokratie.
Herausgegeben von Nikola Doll und Matthias Bruhn, Jonas Verlag, Marburg, 2016, S. 95-104.

Research paper thumbnail of Leise, unsichtbar und autonom. taz, 14./15. März 2015

taz , Mar 14, 2015

Reportage erschienen in taz, 14./15. März 2015, S. 25-27. Die IDEX ist die größteWaffenmesse der... more Reportage erschienen in taz, 14./15. März 2015, S. 25-27.

Die IDEX ist die größteWaffenmesse der Welt. Kein
anderes Land verfügt über so viele Zollfreigebiete
wie die Vereinigten Arabischen Emirate. Das
mag den Erfolg der Idex befördert haben, die 2015
bereits zum zwölften Mal stattfindet. 56 Nationen
sind in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Emirate vertreten.
Mehr als 1.200 Unternehmen präsentieren
Verteidigungstechnologien der Zukunft, wie es in
der Terminologie der Messe heißt.
Im Angebot ist fast dasgesamte Spektrum moderner
Waffen, vom automatischen Sturmgewehr bis
zur Lenkrakete, vom gepanzerten Geländefahrzeug
bis zum unbemannten U-Boot.
Neben der Produktmesse findet in diesem Jahr
zum ersten Mal eine Konferenz zumThema „Unbemannte
Systeme“ statt. Drohnen bilden den Zukunftsmarkt
der Rustungsindustrie. (...)

Research paper thumbnail of Militärische Bildtechniken von der frühen Neuzeit bis ins Computerzeitalter

In der vorliegenden Studie werden unterschiedliche Arten der Instrumentalisierung von Bildern dur... more In der vorliegenden Studie werden unterschiedliche Arten der Instrumentalisierung von Bildern durch befehlsgebende Mächte und insbesondere der Gehorsamsproduktion untersucht. In fünf historischen Fallstudien, die den Zusammenhang von kolonialen Machtansprüchen und militärischer Bildgebung stets im Blick haben, wird ein weites Spektrum westlich-geprägter Kriegstechniken untersucht: von der Modernisierung der Kriegführung in den Niederlanden und den Gehorsamspraktiken des Jesuitenordens in der frühen Neuzeit, zu den militärischen Bildtechniken in der Fliegerei und der Psychotechnik Hugo Münsterbergs bis hin zu den Bildschirm-Anordnungen des Computer-gestützten Drohnenkriegs der Gegenwart. In je verschiedener Weise werden Bilder in diesen historischen Kontexten zu Schlüsseltechnologien für ein Verständnis militärischer Gewalt. Die Untersuchung der Entstehungs- und Funktionsbedingungen militärischer Bildpraktiken, der ihnen zugrunde liegenden visuellen Kulturen und Theorien des Bildes, der Bild-Pädagogiken und des Drills, nähert sich einer Theorie bildlicher Gehorsamsproduktion, die für ein breites Publikum auch jenseits der historischen Kulturwissenschaft interessant ist.

Research paper thumbnail of Collateral Image. Zur Zeugenschaft militärischer Bildtechniken

In "Regarding the Pain of Others" skizziert Susan Sontag die Geschichte der Fotografie als die ei... more In "Regarding the Pain of Others" skizziert Susan Sontag die Geschichte der Fotografie als die eines Mediums, durch das Kriegsgeschehen bezeugt werden. Waren die Fotografien im Krim Krieg und während des Amerikanischen Bürgerkriegs bis hin zum 1. Weltkrieg noch stets Bilder der Folgen von Krieg, hielt das fotografische „Monitoring“ von Kriegsschauplätzen Einzug mit der Einführung tragbarer Kameras in den 1930er Jahren. Anders als journalistische Formen der Dokumentation produzieren moderne militärische Bildtechniken, die im Fokus dieses Vortrags stehen, solche Formen bildlicher Evidenz nur nebenbei. Neben den Kollateralschaden der Waffenwirkung treten kollaterale Bilder, die Kriegshandlungen und andere Formen der Gewalt dokumentieren, während durch ein Fadenkreuz Ziele ins Visier genommen werden. Im Vortrag soll anhand von historischen Beispielen, wie den Überflugbildern von Auschwitz-Birkenau, die in den 1970er Jahren in den Archiven des US-Militärs entdeckt wurden, dem von Wikileaks im Jahr 2007 publizierten „Collateral Murder“-Video, sowie aktuellen Veröffentlichungen von Drohnen-Feeds nachgezeichnet werden, was die komplexen Bedingungen für Zeugenschaft im Kontext militärischer Bildtechniken ausmacht.

Organisation / Gastgeberin: Jun.-Prof. Dr. Cecilia Valenti, Filmwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Plakat: Lina Grumm

Research paper thumbnail of Lecture Series: The Coming Catastrophe

Research paper thumbnail of Conference: Remote Control. Scales of Mediated Intervention

The two-day conference assembles scholars from different disciplines to discuss the conditions an... more The two-day conference assembles scholars from different disciplines to discuss the conditions and scales of remote control in contemporary media practice. It covers three perspectives on remotely controlled interventions:
1. The practices of remote intervention as ways of operating „from a distance“, such as the transmission of commands in robotics.
2. The infrastructures of remote intervention as ways of defining the possibilities of action, such as user interfaces, databases or control terminals.
3. The politics of remote intervention as a transformation of the relation between humans and machines, such as the distribution of responsibility in remote warfare.

Read the full concept at: www.remote-control-conference.org/about

Keynotes:
Jennifer Gabrys (Goldsmiths, University of London)
Timothy Lenoir (University of California, Davis)
Jutta Weber (University of Paderborn)

Talks:
Antoine Bousquet (Birkbeck, University of London), Matthias Bruhn (HfG Karlsruhe, Humboldt University of Berlin), Katherine Chandler (Georgetown University), Luci Eldridge (Royal College of Art, London), Nina Franz (Humboldt University of Berlin), Carolin Höfler (Cologne University of Applied Sciences), Matteo Pasquinelli (HfG Karlsruhe), Moritz Queisner (Cluster of Excellence Image Knowledge Gestaltung, Humboldt University of Berlin), Isabell Schrickel (Leuphana University), Lucy Suchman (Lancaster University)

Research paper thumbnail of David Lieske: Armed Interpretation

David Lieske: Armed Interpretation, 2024

Bierke Verlag, Berlin, 2024. https://vivii.no/Exhibitions/2024-Armed-Interpretation

Research paper thumbnail of Tactility, Sound and Diagrammatics. Ultrasound as an Interface to the Womb

in: Interface Critique Vol. 4: Diagrammatic Operations, 2023

(cover design), Daniel Irrgang (typesetting), Alexander Schindler (layout template) APPEARANCE 1 ... more (cover design), Daniel Irrgang (typesetting), Alexander Schindler (layout template) APPEARANCE 1 issue per year Interface Critique initiates interdisciplinary dialogues about the historical, societal, political, cultural, artistic, and aesthetic dimensions of the interface and encourages comprehensive, interdisciplinary perspectives to promote an understanding of the interface as a dynamic cultural phenomenon. We invite submissions (original papers, project or artwork descriptions) in English and do not charge any author fees.

Research paper thumbnail of Über das Protokoll hinaus. Zum Verhältnis von Kontingenz und algorithmischer Kontrolle im militärisch-polizeilichen Phantasma der Automation

in: Peter Plener, Niels Werber, Burkhardt Wolf (eds): Das Protokoll, 2023

Ausgehend von der zentralen Rolle, die dem Problem der Kontingenz im Zusammenhang moderner Kriegs... more Ausgehend von der zentralen Rolle, die dem Problem der Kontingenz im Zusammenhang moderner Kriegsführung zukommt, geht es in diesem Beitrag um eine spezielle automatisierte Form dessen, was Alexander Galloway vor fast zwanzig Jahren als »protocological control« (Galloway 2004, 8) beschrieben hat und die im Zusammenhang heutiger Überwachungsregime mit Burkhardt Wolf um den Begriff des »Pan-Protokollarischen« 1 ergänzt werden kann. Im Zentrum steht dabei das dialektische Verhältnis von Determiniertheit und Offenheit, das schon Galloway in seinen frühen Beobachtungen zur politischen Technologie der internet protocols beschrieben hat, und das heute in einem neuen technologisch bedingten Verhältnis von Kontrolle und Kontingenz wieder zu Tage tritt. Der Umgang mit Kontingenz stellt, wie ich mit Verweis auf Carl von Clausewitz sowie auf kybernetische Konzepte des Command and Control zeige, eine grundlegende Aufgabenstellung der modernen Kriegsführung dar. Hierzu heißt es in Clausewitz' Vom Kriege aus dem Jahr 1832: Der Krieg ist das Gebiet der Ungewißheit; drei Viertel derjenigen Dinge, worauf das Handeln im Kriege gebaut wird, liegen im Nebel einer mehr oder weniger großen Ungewißheit. […] Der Krieg ist das Gebiet des Zufalls. […] Er vermehrt die Ungewißheit aller Umstände und stört den Gang der Ereignisse. Jene Unsicherheit aller Nachrichten und Voraussetzungen, diese beständigen Einmischungen des Zufalls machen, daß der Handelnde im Kriege die Dinge unaufhörlich

Research paper thumbnail of Perpendicular Views

in: Marina Pinsky. Four Color Theorem. Triangle Books, Brussels, 2021

Research paper thumbnail of Ungehorsame Bildbetrachtung. Rezension zu "Schauen und Strafen. Nach 9/11" von Linda Hentschel

Soziopolis, 2021

https://www.soziopolis.de/ungehorsame-bildbetrachtung

Research paper thumbnail of Mit Kate Chandler: Screen Publics. Der Bildschirm als Wahrnehmungsmilieu der Spätmoderne

Rebekka Ladewig, Angelika Seppi (Hg.): Milieu Fragmente. Technologische und ästhetische Perspektiven, 2020

https://spectorbooks.com/milieu-fragmente

Research paper thumbnail of Bilder als Waffen. Interview: Nina Franz über Kriegs- und Herrschaftstechniken des Bildes

L.I.S.A. Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, 2019

Research paper thumbnail of Where should we turn in order to arrive where exactly? A chain letter between Nina Franz, Rebekka Ladewig and Eva Wilson

Where should we turn to in order to arrive where exactly? Is published in conjunction with the ex... more Where should we turn to in order to arrive where exactly? Is published in conjunction with the exhibition Modified Limited Hangout by Agata Madejska at Kunsthalle Wilhelmshaven, October 2018 – January 2019.

Research paper thumbnail of Die Akteure verlassen die Kontrollstation. Krisenhafte Kooperationen im bildgeführten Drohnenkrieg

Das Mitsein der Medien. Prekäre Koexistenzen von Menschen, Maschinen und Algorithmen, 2018

Die jüngste Forschung über die Steuerung und Navigation unbemannter Flugobjekte konzipiert das Ve... more Die jüngste Forschung über die Steuerung und Navigation unbemannter Flugobjekte konzipiert das Verhältnis von Mensch und Maschine als immersive Synthese, in der Handlungs-, Entscheidungs- und Wahrnehmungsprozesse in Kooperation mit Maschinen realisiert werden (vgl. Suchman, Cullen). An der Schnittstelle zwischen Sinnen, Sensoren und Rechenprozessen werden militärische Operationen zunehmend als Konvergenz zwischen Soldaten und Apparaten aufgefasst. Die Debatte dieser Verschränkung von Mensch und Technik im Kontext von Begriffen wie Kulturtechnik, Dispositiv oder Apriori gehört zu den Grundzügen der Kultur- und Medientheorie. Zuletzt ist sie jedoch zunehmend um Ansätze erweitert worden, bei denen die kooperative Verfasstheit von Medien schon als vorausgesetzt gilt – etwa aus den Human Factor Studies, den Work Place Studies oder den Science and Technology Studies (vgl. Schüttpelz & Gießmann). Wie genau diese Ansätze zur Klärung der prekären Handlungskonstellation von Menschen und Maschinen beitragen, lässt sich erst am konkreten Objekt und durch eine Terminologie klären, die den Begriff der Operation anhand entsprechender Praktiken herausarbeitet.

Am Beispiel der Benutzung von Ground Control Stations (GCS) zeigt der Beitrag das potentiell Krisenhafte der Kooperation von Menschen und nicht-menschlichen Akteuren. Die GCS dient der bild-, ton- und textgeführten Fernsteuerung von Drohneneinsätzen und damit einer spezifischen Operation – der Ausführung von Tötungs- und Überwachungsbefehlen aus der Distanz. Abweichend von aktuellen Debatten über die Anerkennung nicht-menschlicher Akteure, wird Agency in Militär-Operationen immer schon als Co-Agency verstanden: der menschliche Akteur gilt als „Element“ oder „Komponente“ des operativen Systems. Vor dem Hintergrund dieses militärischen Verständnisses der Operation, sollen hier am Beispiel der GCS die Begriffe des Operativen und Operationalen insbesondere mit Blick auf das „operative Bild“ zur Debatte gestellt werden.

Die Beschreibung der Anordnung des GCS und seiner spezifischen Gebrauchsweisen beruht auf Gesprächen der AutorInnen mit Drohnenpiloten im Februar 2017 auf der Militärbasis Maxwell Air Force Base in Montgomery, Alabama. Die drei maßgeblichen Operationen des Sehens, Zeigens und Entscheidens lassen sich in dieser Anordnung als Situationen krisenhafter Kooperation analysieren, deren Bedingungen über die dezidiert technischen Prozesse hinaus auf die Umstände ihrer Gestaltung und damit auf eng verwobene politische, wissenschaftliche und (kriegs-)wirtschaftliche Akteure verweisen. Die Steuerungsoberfläche des GCS, deren primäres Ziel die Implementierung von militärischer Handlungen ist, wird in dieser Beschreibung selbst zum Schauplatz der Anfechtungen und Aneignungen.

Research paper thumbnail of 合成實境與盲目飛行:感知的操作化

DigiArts, Oct 25, 2018

Translated from English by Song Wei, Ph.D.

Research paper thumbnail of The Actors Are Leaving the Control Station. The Crisis of Cooperation in Image-guided Drone Warfare

Image – Action – Space. Situating the Screen in Visual Practice, 2018

Remote military interventions are, by their very nature, restricted to the closed system of compu... more Remote military interventions are, by their very nature, restricted to the closed system of computerised, heavily mediated environments of control. Due to their remote setting, drone operations structurally rely on visibility and controllability via a complex system of sensors, control instruments, software interfaces, and transmission technologies. In such cases, knowledge of a situation in an area of operation, the situational awareness, is based mainly on operative images in the form of visualised sensor data. But even where images form the primary, often sole, basis for action, the analysis must not be narrowed down to the level of depiction. The situation in which the images are being applied must also be considered. Against the background of an expanded understanding of what constitutes a military operation, we discuss the ground control station as a site of image-operations in contemporary warfare.

Research paper thumbnail of Synthetic Reality and Blind Flight: The Operationalization of Perception. Politik, Vol. 20, No. 1, 2017

Politik, 2017

In our contribution we trace the emergence of human perception as an actual object of design and ... more In our contribution we trace the emergence of human perception as an actual object of design and engineering in the early history of aviation through the postwar rise of human factors studies, and into military research and its respective industries today. In this survey, (perceptual) engineering and high-technology weapons such as remote- controlled or (partially) automated drones blend into a military policy that distances human operators from the ‘theater of war.’ As we argue, this new form of warfare with its visual technologies (‘Synthetic Vision Systems’) and mental ecologies (Situational Awareness) is aligned with a ‘logic of simulation,’ as discusses by Jacques Rancière in his political theory of in/visibility.

in:
Politik, Tema: Droner og krig, Årg. 20, Nr. 1 (2017), pp. 30-44.

Research paper thumbnail of Targeted killing and pattern-of-life analysis: weaponised media. Media, Culture and Society, Vol. 39, No. 1, 2017, pp. 111-121

In the aftermath of the US-led ‘global war on terror’, emerging weaponised media of warfare prese... more In the aftermath of the US-led ‘global war on terror’, emerging weaponised media of warfare present new means for the military ‘policing’ of populations. Algorithmic modes of observation are applied for the identification of targets, presenting an ‘aerial view’ that is no longer confined to optical media alone, but seeks out the criminogenic patterns and schemas that arise from human populations, or rather their double – the data masses. This article is concerned with the role of the emerging media function of militarised ‘pattern-of-life analysis’ in producing a specific perception of the mass that connects with older notions of masses and populations, as well as with a discourse on the changing nature of warfare. In what ways do the emerging media of observation and targeting of drone warfare contribute to the formation of new relations of visibility, and what does it mean for these media to become ‘weaponised’?

Published online before print October 19, 2016
In: Media, Culture and Society, Special Issue: The Media and the Military, January 2017.

Research paper thumbnail of Painting the Target. Bildbesprechung in Bildwelten des Wissens Bd. 12, 2016

Erschienen in: Kathrin Friedrich, Moritz Queisner, Anna Roethe (Hg.): Image Guidance. Bedingungen... more Erschienen in: Kathrin Friedrich, Moritz Queisner, Anna Roethe (Hg.):
Image Guidance. Bedingungen bildgeführter Operation.
Bildwelten des Wissens Band 12, De Gruyter, August 2016, S. 96-97.

Research paper thumbnail of Synthetische Realität und Blindflug - Operationalisierung der Wahrnehmung. Kritische Berichte 4, 2015

Erschienen in: Kritische Berichte. Heft 4.2015, Postdemokratie. Herausgegeben von Nikola Doll und... more Erschienen in: Kritische Berichte. Heft 4.2015, Postdemokratie.
Herausgegeben von Nikola Doll und Matthias Bruhn, Jonas Verlag, Marburg, 2016, S. 95-104.

Research paper thumbnail of Leise, unsichtbar und autonom. taz, 14./15. März 2015

taz , Mar 14, 2015

Reportage erschienen in taz, 14./15. März 2015, S. 25-27. Die IDEX ist die größteWaffenmesse der... more Reportage erschienen in taz, 14./15. März 2015, S. 25-27.

Die IDEX ist die größteWaffenmesse der Welt. Kein
anderes Land verfügt über so viele Zollfreigebiete
wie die Vereinigten Arabischen Emirate. Das
mag den Erfolg der Idex befördert haben, die 2015
bereits zum zwölften Mal stattfindet. 56 Nationen
sind in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Emirate vertreten.
Mehr als 1.200 Unternehmen präsentieren
Verteidigungstechnologien der Zukunft, wie es in
der Terminologie der Messe heißt.
Im Angebot ist fast dasgesamte Spektrum moderner
Waffen, vom automatischen Sturmgewehr bis
zur Lenkrakete, vom gepanzerten Geländefahrzeug
bis zum unbemannten U-Boot.
Neben der Produktmesse findet in diesem Jahr
zum ersten Mal eine Konferenz zumThema „Unbemannte
Systeme“ statt. Drohnen bilden den Zukunftsmarkt
der Rustungsindustrie. (...)

Research paper thumbnail of Review: Der Ruinenwert der Bilder. Nina Franz über Trevor Paglen in der Galerie Thomas Zander, Köln. Texte zur Kunst 92, 2013

Texte zur Kunst, Dec 2013

Erschienen in Texte zur Kunst 92, Dezember 2013. Show and tell im All: In den 70er Jahren scho... more Erschienen in Texte zur Kunst 92, Dezember 2013.

Show and tell im All: In den 70er Jahren schoss Carl Sagan eine Serie von analogen Abbildungen in den Weltraum, die Auskunft über die Werke und Taten der Erdbewohner geben sollten, zum Beispiel „Lecken, Essen, ­Trinken“.
Die Geste wiederholt heute der Künstler Trevor Paglen, verschiebt sie aber aus dem Bereich des Kuriosen in eine umfassende Reflexion über Bilder, die nicht (mehr) für menschliche Augen gemacht sind. Paglens Bildern antizipieren posthumane Betrachter.

Research paper thumbnail of Review: Real Estate als Rahmenhandlung. Nina Franz über Calla Henkel & Max Pitegoff in der Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin. Texte zur Kunst 99, 2015

Research paper thumbnail of War postdigital besser?

The book "War postdigital besser?" ["Was post-digital better?"] originates from a course at the B... more The book "War postdigital besser?" ["Was post-digital better?"] originates from a course at the Berlin University of the Arts' Visual Communication department entitled "Postdigital ist besser" ("Post-digital is better") which was composed around the relationship between the physical and the digital in book making. "War postdigital besser?" documents the respective works by the around 20 students but also takes a step further by posing this exact question to five selected authors from the fields of media studies and design:

Manuel Bürger (Graphic Designer, Berlin/Stuttgart)
Prof. Dr. Jan Distelmeyer (European Media Studies, FH Potsdam)
Nina Franz (Institute for Cultural History and Theory, Humboldt-University of Berlin)
Clemens Jahn (Graphic Designer, Berlin)
Prof. Dr. Verena Kuni (Visual Culture, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main)

The book also contains a foreword by the editors and a transcription of a podium discussion (with Danny Aldred, Dr. Kristoffer Gansing, and Prof. Dr. Siegfried Zielinski) which took place at the opening of an exhibition with the students' works at the Berlin University of the Arts' designtransfer gallery in April 2013.

Every book contains a used 3,5-inch disk with unknown content. Those disks are also the main (and only) cover design of the book.

Berlin 2014, 144 pages, ill., 23 x 16 cm, Softcover, German/(English)
ISBN 978-3-95763-004-9

Research paper thumbnail of The Coming Catastrophe. Theoretical Perspectives

This course offers collateral readings and discussions to the lecture series "The Coming Catastro... more This course offers collateral readings and discussions to the lecture series "The Coming Catastrophe". Throughout the 20th century, the threat of anthropogenic environmental collapse has been a concern for philosophers, cultural theorists and media scholars alike. In response to the alarming calls of climatologists and natural scientists, the tasks of epistemology, of theoretical reflection and of 'making sense' take on a different urgency. In conjunction with the weekly lectures, the course will serve as an introduction to related theoretical texts from the mid-20th century to today, including thinkers such as Günther Anders, Octavia E. Butler, Félix Guattari, Donna Haraway, Isabelle Stengers, Bruno Latour, Déborah Danowsky, Eduardo Viveiros de Castro and Kathryn Yusoff.

Research paper thumbnail of How to live together?

Proceeding from the question 'comment vivre ensemble?', posed by Roland Barthes in his famous lec... more Proceeding from the question 'comment vivre ensemble?', posed by Roland Barthes in his famous lecture series at the Collège de France, the course focuses on the real and phantasmatic forms of living together and their reflection in the philosophical discourse around community. From the architecture of the Bauhaus and the progressive housing projects of the Weimar Republic to the violent excesses of the NS-Volksgemeinschaft, 'community' appears as a problem emblematic of the 20th century in political history, philosophical thought, as well as architectural discourse. As a rebuttal to the - still influential - philosophy of architecture presented by Martin Heidegger that is oriented towards notions of "Volk" and "Werk", this course will serve as an introduction to thinkers who formulate new and different ways of 'living together'.

Research paper thumbnail of Imaging and War

The course will focus on imaging technologies in the history of warfare from the 17th century to ... more The course will focus on imaging technologies in the history of warfare from the 17th century to the present. While the production of images and the rendering of visibility can be regarded as key practices in today’s high-tech wars – from large-area reconnaissance to screen-based remote warfare and computational image analysis – imaging techniques have long been part of the endeavor to clear the ‘fog of war’. Colonial mapping, early-modern drill books, the first attempts to verticalise the gaze onto the battlefield by means balloons, early aviation with its links to photography and film, TV-guided bombs and computerized simulations, are all part of a military history of image production that will be explored in depth to contextualize the notorious “image flood” of warfare in the 21st century. Course participants are expected to conduct and present independent research on specific topics throughout the course. Historical case studies will be complemented with theoretical and critical positions of thinkers such as Jean Baudrillard, Donna Haraway, Paul Virilio, Rey Chow, Grégoire Chamayou, Lucy Suchman and Karen Caplan.

Research paper thumbnail of Icons

What is an icon? This seminar looks at the modes of operation and limits of a very common type of... more What is an icon?
This seminar looks at the modes of operation and limits of a very common type of sign. Perspectives from art history, semiotics and historical media theory allow us to broaden our understanding for the status of pictorial signs and question their claim to be universally understood. From Charles Sanders Peirce’s foundational definition to Otto Neurath’s efforts to create an international picture language and the speculative experiments of so-called “nuclear semiotics”, to today’s applications in computer graphics and the emergence of a new, dynamic type of image on the margins of image and sign – the focus of the seminar is not so much on the problems of theoretical demarcation of the concept, but on the political and societal questions that are posed throughout the history of the “icon”.

Research paper thumbnail of Theories of the Screen

Screen-based actions in real time can count as the most paradigmatic and mundane cultural techniq... more Screen-based actions in real time can count as the most paradigmatic and mundane cultural techniques of the 21st century. Yet, in comparison to the phenomena of cinema and TV, the interactive screen has not provoked the same abundance of theoretical discussion. This course will provide a survey of existing theories and current debates. According to perspective, the screen can be understood as a ”threshold” or ”window” to the networked world and to underlying processes of computation, as a visual surface or interface for highly complex chains of operation, or as a medium that ”screens out” and separates the knowable from that which is beyond comprehension. Historical and theoretical connections can be drawn to the historical roots of the computer screen in military science, to architectural elements of separation and visualisation in sacral spaces, to psychoanalytical approaches to the imaginary, and to contemporary discourses on the (post-)digital.

Research paper thumbnail of Grundrisse. Materialanalyse für Kulturwissenschaftler

„Aus dem Grundriss entsteht alles“, schreibt Le Corbusier in Vers une architecture. Durch den Gru... more „Aus dem Grundriss entsteht alles“, schreibt Le Corbusier in Vers une architecture. Durch den Grundriss finden gesellschaftliche Prozesse ihre räumliche Gestalt. Dabei bedingt der Plan das zukünftige Bauwerk und umgekehrt dient die graphische Darstellung der Lesbarkeit des Raums. Wie zeigt sich am Grundriss kultureller Wandel? Ist er als gesellschaftlicher Ausdruck zu verstehen oder werden unterschiedliche Formen des Zusammenlebens hier erst „am Reißbrett“ entworfen?
Das oft schwierige Verhältnis von Planern und Nutzern ist, wie de Certeau zeigt, auch eins der planen Perspektive: Der Blick von obenauf entspricht nicht unbedingt der Sicht der fußläufigen Bewohner. Norbert Elias’ „räumliche Figurationsanalyse“ am Beispiel der Pariser Stadthäuser dagegen zeigt, wie historische gesellschaftliche Zusammenhänge am Grundriss ablesbar sind und wie der Grundriss des Wohnhauses bestimmte kulturelle Vorstellungen des Zusammenlebens ins Werk setzt.
Mit Hilfe von Schlüsseltexten aus Kulturwissenschaft und Architekturtheorie, sowie Quellentexten von Planern und Planungskritikern wird der Grundriss zum Werkzeug für Kulturwissenschaftler. In Referaten und kurzen schriftlichen Reflektionen haben die Seminarteilnehmer/innen Gelegenheit, das gemeinsam Gelesene jeweils an einem Beispiel aus Architektur und Städtebau anzuwenden.

Literatur:

Aicher, Otl: Die Küche zum Kochen. Das Ende einer Architekturdoktrin. Ernst und Sohn, Berlin, 1982.
Pierre Bourdieu: Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft. Suhrkamp, Frankfurt a. M., 1993.
Burckhardt, Lucius: Wer plant die Planung? Architektur, Politik und Mensch. Martin Schmitz Verlag, Berlin, 1980.
De Certeau, Michel: Die Kunst des Handelns. Merve, Berlin, 1988. Darin: Gehen in der Stadt, S. 179-208.
Elias, Norbert: Die höfische Gesellschaft. Untersuchungen zur Soziologie des Königtums und der höfischen Aristokratie. Suhrkamp, Frankfurt a. M., 2002.
Faller, Peter: Der Wohngrundriss. Entwicklungslinien 1920-1990, Schlüsselprojekte, Funktionsstudien. ..., Stuttgart, 1996.
Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. Suhrkamp, Frankfurt a. M., 1977. Darin: Der Panoptismus (S- 251-268) und: Die Kunst der Verteilung (S. 181-191).
Kuhnert, Nikolaus (Hg.): Archplus 79: Raumpläne - Abschied vom modernen Grundriss. Berlin, 1985.
Le Corbusier: 1922 Ausblick auf eine Architektur. In: Conrads, Ulrich; Neitzke; Peter (Hg.): Bauwelt Fundamente 2. Vieweg, Braunschweig, 1982.
Roloff, Simon. Strömung des Sozialen. In: Ilinx I, 2009, S. 24-43.
Schäffner, Wolfgang: Diagramme der Macht. Festungsbau im 16. und 17. Jahrhundert. In: Jöchner, Cornelia: Politische Räume. Akademie Verlag, Berlin, 2003.
Schütte-Lihotzky, Margarete: Die Frankfurter Küche. Ernst und Sohn, Berlin, 1992.
Stimmann, Hans: Berlin – Städtebaulicher Strukturplan. Kritische Rekonstruktion des Bereichs: Friedrichswerder, Friedrichstadt, Dorotheenstadt. Herausgegeben von der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnwesen, Berlin; Hans Stimmann, Senatsbaudirektor. Berlin, 1992
Trüby, Stephan: Räume der Dienstbarkeit und der Macht. Eine Einführung in die Kulturgeschichte des Korridors. In: Archplus 205, S. 26-33.

Research paper thumbnail of Mensch und Maschine

Während das Wirken der Maschine in der Antike noch als ein „listiges Manöver, ein betrügerischer ... more Während das Wirken der Maschine in der Antike noch als ein „listiges Manöver, ein betrügerischer Trick, eine verblüffende Wirkung“ (Blumenberg) galt, konnte es in der Neuzeit mehr und mehr zur Welt erklärenden Metapher aufsteigen. Mit der Auflösung des technisch Nachvollziehbaren in elektronische Impulse und Algorithmen nähert es sich in der Gegenwart indessen wieder der Zauberei an. Maschinen, die menschliche Eigenschaften annehmen, und Menschen, die wie Maschinen funktionieren – bei der notorischen Verwechslung von Lebendigem mit Konstruiertem und vice versa handelt es sich um eine der kulturell wirkmächtigsten und folgenreichsten Metaphern überhaupt.
Im Seminar werden ausgewählte philosophische Texte (von Aristoteles über Descartes bis hin zu La Mettrie) einschlägigen literarischen und filmischen Umsetzungen (Adaptionen des Golem-Themas, Karel Capecs' RUR, Ernst Jüngers Gläserne Bienen) gegenübergestellt. Ein Exkurs verfolgt die Spur der "Maschinenmusik" vom Barock bis zur Erfindung des Synthesizers.

Literatur:

Aristoteles: Politik (1. Buch). Übersetzt von Eugen Rolffs. Felix Meiner Verlag, Hamburg, 1981. (1. Buch, 1252a-1256b, S. 1-17).
Böhme, Harmut; Matussek, Peter; Müller, Peter: Orientierung Kulturwissenschaft: Was sie kann, was sie will. Rowohlt, Reinbek, 2002. Darin: Kulturgeschichte der Technik, S- 164-202.
Bredekamp, Horst: Überlegungen zur Unausweichlichkeit der Automaten. In: Pia Müller-Tamm, Katharina Sykora (Hg.): Phantasmen der Moderne. Oktagon, Köln, 1999, S. 94-105.
Canguilhem, Georges: Maschine und Organismus. In: David Gugerli et al (Hg.): Nach Feierabend. Zürcher Jahrbuch für Wissensgeschichte 3 – Daten. Diaphanes, Zürich/Berlin, 2007.
Čapek, Karel: RUR. In: Karel Čapek: Dramen. Herausgegeben von Manfred Jähnichen, übersetzt von Gustav Just und Ilse Seehase. Aufbau-Verlag, Berlin, 1976.
Descartes, René: Discours de la Méthode. Fünfter Abschnitt, 40,21-60 (S. 73-103).
Descartes, René: Abhandlung über den Menschen. (Traité de l'homme).
Descartes, René: Briefe 1629-1650. Herausgegeben von Max Bense, übersetzt von Fritz Baumgart. Staufen Verlag, Köln und Krefeld, 1945. Darin: Brief an W. Cavendish, 23. November 1646 (S. 363-368).
Jünger, Ernst: Gläserne Bienen. Cotta’s Bibliothek der Moderne. Klett, Stuttgart, 1957/1990.
Macho, Thomas: Die Träume sind älter als die Erfindungen. Am Beispiel der Hofkammermaschinisten Johann Nepomuk und Leonhard Maelzel. In: Felderer, Brigitte (Hg.): Wunschmaschine Welterfindung. Eine Geschichte der Technikvisionen seit dem 18. Jahrhundert. Springer Wien New York, 1996.
Macho, Thomas: Tiere, Menschen, Maschinen. Zur Kritik der anthropologischen Differenz., S. 17-29.
La Mettrie: Der Mensch eine Maschine. Übersetzt von Theodor Lücke. Reclam, Stuttgart, 2001.

Research paper thumbnail of Kulturtheorien des Kriegs

Das 1641 veröffentlichte Werk "Leviathan" von Thomas Hobbes und die darin entwickelte Denkfigur v... more Das 1641 veröffentlichte Werk "Leviathan" von Thomas Hobbes und die darin entwickelte Denkfigur vom "Krieg aller gegen alle" entstand unter dem Eindruck realer kriegerischer Auseinandersetzungen und wirkte auf gesellschaftliche Ordnungsprozesse und Staatsbildungen zurück. Ernst Jünger erhebt 1932 die Erfahrung des Frontsoldaten zum elementaren Erlebnis schlechthin, mit allen Konsequenzen, die dies für seine Kulturauffassung im gespaltenen Verhältnis zur Moderne haben muss. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird die "Virtualisierung des Krieges" für Virilio und Baudrillard zum Erkennungszeichen einer medialen Neuordnung der Wirklichkeit. Friedrich Kittler erklärt unterdessen den Computer zum nicht-menschlichen Helden des Zweiten Weltkriegs, während der Militärhistoriker Herfried Münkler in den "Neuen Kriegen" seit den 1990er Jahren die Merkmale einer "postheroischen Gesellschaft" verwirklicht sieht. Im Mittelpunkt des Seminars steht die Frage nach den Wechselbeziehungen zwischen Theorien des Kriegs und dem kulturellen Kontext, dem sie entspringen. Stichprobenartig sollen programmatische Entwürfe und Zeugnisse verschiedener Epochen im Hinblick auf ihren Wert als "Kulturtheorien des Kriegs" thematisiert und diskutiert werden."

Literatur:

Baudrillard, Jean: Der Geist des Terrorismus. (2002) Wien, Passagen, 2002.
von Clausewitz, Carl: Vom Kriege. (1832-1834) Herausgegeben von Wolfgang Pickert, Wilhelm Ritter von Schramm. Rowohlt, Reinbek, 1963.
Kaldor, Mary: New and Old Wars. Organized Violence in a Global Era. Stanford University Press, 1999.
van Creveld, Martin: Kriegs-Kultur. Warum wir kämpfen. Die tiefen Wurzeln bewaffneter Konflikte. (2008) Ares, Graz, 2011.
Hobbes, Thomas: Leviathan. (1641) Übersetzt von Jutta Schlösser. Herausgegeben von Hermann Klenner. Felix Meiner, Hamburg, 1996.
Jünger, Ernst: Der Kampf als inneres Erlebnis. (1922) In: Sämtliche Werke, Band 7, Essays I: Betrachtungen zur Zeit, Klett-Cotta, Stuttgart, 2002, S. 9-103.
Keegan, John: Die Kultur des Krieges. (1993) Rowohlt, Reinbek, 1995.
Krippendorf, Ekkehart: Staat und Krieg. Die historische Logik politischer Univernunft. Suhrkamp, Frankfurt a. M., 1985.
Kittler, Friedrich: Die künstliche Intelligenz des Weltkriegs: Alan Turing. (1990) In: Gumbrecht, Hans Ulrich (Hg.): Friedrich A. Kittler. Die Wahrheit der technischen Welt. Suhrkamp, Berlin, 2013, S. 232-252.
Lethen, Helmut: Verhaltenslehren der Kälte. Lebensversuche zwischen den Kriegen. Suhrkamp, Frankfurt a. M., 1994.
Münkler, Herfried: Der Wandel des Krieges. Von der Symmetrie zur Asymmetrie. Velbrück, Weilerswist, 2003.
Virilio, Paul: Krieg und Fernsehen. (1991) Carl Hanser, München, 1993.
Weil, Simone: Krieg und Gewalt. Essays und Aufzeichnungen. Übersetzt von Thomas Laugstien, Johanna-Charlotte Horst und Anouk Luhn. Diaphanes, Zürich, 2011.

Research paper thumbnail of Ikonologie der Drohnenkriege

„Die Drohne“ ist schon jetzt ein ikonisches Medienbild, das zur Zeit wie kaum ein anderes Zeichen... more „Die Drohne“ ist schon jetzt ein ikonisches Medienbild, das zur Zeit wie kaum ein anderes Zeichen sowohl für technologische Bedrohungsszenarien als auch für ein vages Gefühl von Zukünftigkeit einsteht. Im Seminar soll dem Bild der Drohne als Waffe, Überwachungstechnologie und Potentialen der ziviler Nutzung in seiner Aussagekraft für eine Ikonologie der Gegenwart auf den Grund gegangen werden. Historische Vorläufer und Medienbilder, aktuelle Theorien und Reflexionen in der Kunst und Literatur bieten das Material für eine gemeinsame Auseinandersetzung, in der die Seminarteilnehmer/innen als Forscher/innen gefragt sind und ihre eigenständige Beobachtungen einbringen können.

Literatur:

Beckmann, Angelika: Abstraktion von oben. Die Geometrisierung der Landschaft im Luftbild. In: Fotogeschichte, Jahrgang 12, Heft 45/46, 1992, S. 105-116.
Butler, Judith: Gefährdetes Leben, betrauerbares Leben/Überlebensfähigkeit, Verletzbarkeit, Affekt. In: (Dies.): Raster des Krieges. Warum wir nicht jedes Leid beklagen. Campus, Frankfurt a. M., 2010.
Chamayou, Grégoire: Pattern-of-Life Analysis. In: Theory of the Drone. The New Press, London, New York, (im Erscheinen).
Crary, Jonathan: Modernizing Vision. In: Hal Foster (Hg.): Vision and Visuality. Bay Press, 1988, S. 29-50.
Hoegsberg, Milena; O’Brian, Melanie (Hg.): Omer Fast - 5,000 Feet is the best. Sternberg Press, Berlin, 2012.
Gregory, Derek: From a View to a Kill. Drones and Late Modern War. In: Theory, Culture & Society, 28:188, 2011, S. 188-206.
Jay, Martin: Scopic Regimes of Modernity. In: Hal Foster (Hg.): Vision and Visuality. Bay Press, 1988, S. 3-28.
Paglen, Trevor; Stallabrass, Julian: Negative Dialectics in the Google-Era. In: October 138, 2011, S. 3-14.
Panowsky, Erwin: Ikonographie und Ikonologie. Eine Einführung in die Kunst der Renaissance. In: (Ders.): Sinn und Deutung in der bildenden Kunst. DuMont, Köln, 1978.
Pantenburg, Volker: Taking Pictures – Fotografie und Film. In: (Ders.): Film als Theorie. Bildforschung bei Harun Farocki und Jean-Luc Godard. Transcript, Bielefeld, 2006, S. 189-217.
Shaw, Ian: Predator Empire: The Geopolitics of US Drone Warfare. In: Geopolitics 18:5, 2012, S. 536-559.
Siegert, Bernhart: Luftwaffe Fotografie. In: Fotogeschichte, Jahrgang 12, Heft 45/46, 1992, S. 27-40.
Steyerl, Hito (in conversation with Marvin Jordan): Politics of Post-Representation. In: DIS Magazine, 2014. URL: http://dismagazine.com/disillusioned-2/62143/hito-steyerl-politics-of-post-representation/. Abgerufen am: 16.10.2014.

Research paper thumbnail of A Better Version of You - A Technology Fair

Artists and tech-developers join hands in this showcase of a wide range of new applications and p... more Artists and tech-developers join hands in this showcase of a wide range of new applications and products that shape our present and future.
A BETTER VERSION OF YOU provides a look into the technological agents that serve as the foundation of contemporary societies on a global scale, from self-learning machines, neural networks and ubiquitous computing, to swarmbased urban planning, personalised experiental gaming, brain-machine interfaces, precision agriculture, online safe spaces and the everyday tools of the entrepreneurial self.
Harnessing perspectives from China, South-Korea, Japan, USA, Russia, South-Africa and Europe, A BETTER VERSION OF YOU will showcase latest advances in defining political and social technologies.

With
Alex Anikina & Anton Anikin / FATE inc.
Lee Bul
Alice Creischer
Maja Cule
Nolan Dennis, Tabita Rezaire, Bogosi Sekhukhuni / NTU
Simon Denny
Melanie Gilligan
Kang Jungsuck
Elena Knox & Katsumi Watanabe
Lawrence Lek / Farsight
METASITU
Replika
Andreas Siekmann
Walter Solon & Jorge Loureiro
Du Yuqing / BIV IC Group
Payne Zhu

Concept: Christian von Borries and Nina Franz
Produced by Goethe-Institut China and Goethe-Institut Korea

http://www.abetterversionofyou.tech/
https://www.goethe.de/ins/cn/de/kul/sup/aby.html

Research paper thumbnail of Beyond The Bond - Jenseits der Mensch-Mensch-Grenze

An exhibition by Nina Franz and Timo Feldhaus With Antje Majewski Jonas Weber Herrera Manu... more An exhibition by
Nina Franz and Timo Feldhaus

With
Antje Majewski
Jonas Weber Herrera
Manuel Bürger & Timm Häneke
Sterling Crispin

15.7. – 22.7.2012
STUDIO Berlin

Communication, network,
love, war, friendship – every
kind of contact presumes a
state of separation. The
effort to bridge this divide
makes up the basis of most
human endeavors. Whether
smartphone or peace treaty,
human life in the 21st
century is mediated by a great
number of apparatuses and institutions
designed to regulate
or reduce that distance. Religious
or shamanistic practices,
ecstatic rituals and certain
drugs all have the function to
suggest, at least for a limited
amount of time, the feeling
of an undivided human
consciousness. Meanwhile,
latest advances in the field
of Neurophysiology might
make the sci-fi-paradigm of
a human-to-human data link
a thing of the near future.
Beyond the human-tohuman
divide – Jenseits der
Mensch-Mensch Grenze –
future cults meet speculative
science and the most venturesome
phantasies.

Photography by Linda Fuchs
Design by Vela Arbutina

http://s-t-u-d-i-o.net/Beyond-the-Bond_07-2012.pdf

Research paper thumbnail of Nina Franz und Loretta Fahrenholz: Posthuman Communities

Interdisziplinäre Ringvorlesung Hochschule Luzern – Design & Kunst, HS 2020/21 Arbeits‐ und Lebe... more Interdisziplinäre Ringvorlesung Hochschule Luzern – Design & Kunst, HS 2020/21
Arbeits‐ und Lebensformen in Krise und Transformation

28.10.2020, 17‐19.45 Uhr

"Posthuman Communities"
Nina Franz und Loretta Fahrenholz

Research paper thumbnail of Imaging and War

Critical Studies Program Sandberg Instituut, Amsterdam sandberg.nl/critical-studies Friday, ... more Critical Studies Program
Sandberg Instituut, Amsterdam
sandberg.nl/critical-studies

Friday, February 7, 2020
5–6.30pm

This talk explores the image as a disciplinary technology, from the Dutch military reforms of the 1600s to contemporary screen cultures in warfare.

Research paper thumbnail of Synthetic Vision. Screen-Based Practices in Remote Warfare

Paper presented at the Workshop: Screen operations – Enabling actions through screen-based media... more Paper presented at the Workshop:
Screen operations – Enabling actions through screen-based media
July 13-14 2016, Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung
Humboldt University, Berlin

PANEL 4: RESPONSIBILITY
Chair: Svea Bräunert (Brandenburg Center for Media Studies)

Hamid R. Ekbia (Indiana University Bloomington)
The Refracting Interface: Autonomy, Opacity, and Responsibility

Nina Franz (Humboldt-Universität zu Berlin)
Synthetic Vision. Screen-Based Practices in Remote Warfare

Research paper thumbnail of Decision. Drill Routines of Remote-Controlled Warfare

Paper presented at the ESLSA's Conference on "Control" Stockholm, June 14-17, 2016 SESSION 8: To... more Paper presented at the ESLSA's Conference on "Control"
Stockholm, June 14-17, 2016

SESSION 8: Touch, Decision, Vision
Chair: Antoine Bousquet

Surgical interventions and military operations have become significantly depended on the separation of bodies through technology. Robotic surgery or drone warfare have shown that human actors increasingly rely on remote interaction. While the practice of controlling distance through technology has different motivations, such as touchless interaction to maintain sterility or remotely controlled weapons to reduce vulnerability, the underlying question in medicine and warfare is the same: if action and perception are mediated by technical devices to what extend do the technologies of remote control shape, impact and govern medical and military decisions and actions?
The presentations in this panel will explore three specific modalities of remote control, namely touch, decision and vision in military and surgical contexts. By drawing on historical examples as well as on current problems and challenges of remote control, the papers investigate their fundamental principles for interaction and intervention.

Kathrin Friedrich: “Touch. Histories of remote control and touchless interaction in
surgical practice”
Nina Franz: “Decision. Control and command in network-centric warfare”
Moritz Queisner: “Vision. Controlling senses and sensors in remote warfare”

Research paper thumbnail of Remote Iconologies. Louise Lawler, Trevor Paglen, Omer Fast

Workshop: Imaging the Drone’s Vision: A Survey of its Aesthetic Qualities Freitag, 11. Juli 2014... more Workshop: Imaging the Drone’s Vision: A Survey of its Aesthetic Qualities

Freitag, 11. Juli 2014, Exzellenzclusters Bild Wissen Gestaltung, Humboldt Universität zu Berlin.

Das Drohnenbild, oder vielmehr dessen Fragwürdigkeit, wird zu einem Topos in der zeitgenössischen Kunst. Zugleich ist „die Drohne“ schon jetzt ein ikonisches Medienbild, das wie kaum ein anderes Zeichen sowohl für technologische Bedrohungsszenarien alsauch für ein vages Gefühl von Zukünftigkeit steht, für sich verselbstständigende Technik und wie auch immer geartete Möglichkeitspotentiale. Das Bild der Drohne steht dabei für das Sehen mit größter Präzision und Reichweite, ein Bild, das sich zugleich der Sichtbarkeit entzieht und seinen Realitätsgehalt auf neue Art problematisiert.

Research paper thumbnail of "Man in the Loop" - The Language of Participation and New Technologies of War

Conference ReClaiming Participation. Technology, Mediation & Collectivity Zurich University of ... more Conference
ReClaiming Participation. Technology, Mediation & Collectivity
Zurich University of the Arts
May 7-9, 2014
Session I.: Participation and the Claims of Community

The issue of participation is commonly discussed in respect to claims of community that either put their hopes or their dire premonitions in the technological determinants of networked media and their effects on shaping new types of collectivity. In this perspective, technology has the part of mediating between human subjects, either in the positive understanding of bridging a communicative gap or in the negative outlook on the potentials of surveillance and control implied by the digitalisation and technisation of most social realms today. Meanwhile, recent technological developments have spawned ways of talking about human participation that have detached themselves entirely from the claims or rhetorics of “community and society” that were key-categories in the 20th century. Within this new discourse, the term “community” is replaced by the word “network” human action is no longer at the centre of technical processes, but pushed to the margin. Examples for this can be found in almost all sectors, from “Industry 4.0” or the algorithmic processes at the stock market to computerized health facilities or robotic surgeons that each pose questions of responsibility with unprecedented legal and ethical implications. But nowhere are the changes as momentous and divisive as in the field of contemporary warfare. Removing the human actors from the locality of war into the remoteness of distant control rooms not only effects the soldiers’ alleged sense of identity within a “community of death”, but places them into a new situation that no longer registers under the claims of community that were formerly at the heart of military experience and ideology. In the new military discourse as presented by documents like the US-military’s Roadmaps for Unmanned Systems, human actors appear no longer as heroic subjects but as potential hazards for the work of networked machines. And yet the “man in the loop”, the human factor within the control- and decision making-processes, is the key-trope in selling “drones”, or weaponized unmanned technologies to the public. The Air Force UAS Flight Plan from 2009 cites a new office for “Human Systems Integration” and a “Human Performance Wing”, new institutions that are to ensure the integration of “human considerations, including human capabilities and limitations” into the technical systems. As chains of reaction (such as the “OODA loop”) could potentially be reduced to nano-seconds, human participation in the technological decision loops poses a serious problem to the competitiveness of arms systems. This is paradigmatic for the most decisive political implications of those technologies currently under development.

This paper explores one of the “nightmares of participation”, which challenge the notion of human participation and its potentials for “reclaiming” a positive sense of collectivity. A close-reading of unclassified military documents such as the Roadmaps of Unmanned Aircraft Systems (USA) will provide the material for a theoretical analysis that should provide relevant insights on what it means to speak of participation within a “network” that is no longer defined by human subjects. What conclusions can be drawn from the new roles attributed to participants in the practices of war and killing when they move from “human in the loop” to “human on the loop”, as one fine distinction in the military jargon proposes? Though this topic moves far from the community-discourse of the 20th century (from Ferdinand Tönnies to Jean-Luc Nancy), it may help form a basis from which to reach an understanding of what it means to formulate new claims of community today.

Research paper thumbnail of Targeted killing and pattern-of-life analysis: weaponised media

Media, Culture & Society, Oct 22, 2016

In the aftermath of the US-led ‘global war on terror’, emerging weaponised media of warfare prese... more In the aftermath of the US-led ‘global war on terror’, emerging weaponised media of warfare present new means for the military ‘policing’ of populations. Algorithmic modes of observation are applied for the identification of targets, presenting an ‘aerial view’ that is no longer confined to optical media alone, but seeks out the criminogenic patterns and schemas that arise from human populations, or rather their double – the data masses. This article is concerned with the role of the emerging media function of militarised ‘pattern-of-life analysis’ in producing a specific perception of the mass that connects with older notions of masses and populations, as well as with a discourse on the changing nature of warfare. In what ways do the emerging media of observation and targeting of drone warfare contribute to the formation of new relations of visibility, and what does it mean for these media to become ‘weaponised’?

Research paper thumbnail of Than Hussein Clark

Flash art: The leading european art magazine, 2014

The article reviews the art exhibition "Waves - Das Glueckliche Rothschild," which will... more The article reviews the art exhibition "Waves - Das Glueckliche Rothschild," which will feature various mixed media sculptures, ceramics and other artworks by the contemporary artist Than Hussein Clark, held at the Mathew gallery, located in Berlin, Germany, in 2013.

Research paper thumbnail of Über das Protokoll hinaus. Zum Verhältnis von Kontingenz und algorithmischer Kontrolle im militärisch-polizeilichen Phantasma der Automation

Springer eBooks, 2023

Kontingent ist, was weder notwendig noch unmöglich ist. Lässt sich diese Dimension des immer auch... more Kontingent ist, was weder notwendig noch unmöglich ist. Lässt sich diese Dimension des immer auch anders Möglichen kontrollieren? Ausgehend von der zentralen Rolle, die dem Problem der Kontingenz im Zusammenhang moderner Kriegsführung zukommt, geht es in diesem Beitrag um eine spezielle automatisierte Form dessen, was Alexander Galloway vor fast zwanzig Jahren als »protocological control« (Galloway 2004, 8) beschrieben hat und die im Zusammenhang heutiger Überwachungsregime mit Burkhardt Wolf um den Begriff des »Pan-Protokollarischen« 1 ergänzt werden kann. Im Zentrum steht dabei das dialektische Verhältnis von Determiniertheit und Offenheit, das schon Galloway in seinen frühen Beobachtungen zur politischen Technologie der internet protocols beschrieben hat, und das heute in einem neuen technologisch bedingten Verhältnis von Kontrolle und Kontingenz wieder zu Tage tritt. Der Umgang mit Kontingenz stellt, wie ich mit Verweis auf Carl von Clausewitz sowie auf kybernetische Konzepte des Command and Control zeige, eine grundlegende Aufgabenstellung der modernen Kriegsführung dar. Hierzu heißt es in Clausewitz' Vom Kriege aus dem Jahr 1832: Der Krieg ist das Gebiet der Ungewißheit; drei Viertel derjenigen Dinge, worauf das Handeln im Kriege gebaut wird, liegen im Nebel einer mehr oder weniger großen Ungewißheit. […] Der Krieg ist das Gebiet des Zufalls. […] Er vermehrt die Ungewißheit aller Umstände und stört den Gang der Ereignisse. Jene Unsicherheit aller Nachrichten und Voraussetzungen, diese beständigen Einmischungen des Zufalls machen, daß der Handelnde im Kriege die Dinge unaufhörlich

Research paper thumbnail of Bildbesprechung. Painting the Target

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transcript Verlag eBooks, Dec 31, 2016

Research paper thumbnail of Synthetic Reality and Blind Flight: The Operationalization of Perception

Research paper thumbnail of Bildbesprechung. Painting the Target

Research paper thumbnail of Die Akteure verlassen die Kontrollstation

Das Mitsein der Medien, 2018

Die jüngste Forschung über die Steuerung und Navigation unbemannter Flugobjekte konzipiert das Ve... more Die jüngste Forschung über die Steuerung und Navigation unbemannter Flugobjekte konzipiert das Verhältnis von Mensch und Maschine als immersive Synthese, in der Handlungs-, Entscheidungs- und Wahrnehmungsprozesse in Kooperation mit Maschinen realisiert werden (vgl. Suchman, Cullen). An der Schnittstelle zwischen Sinnen, Sensoren und Rechenprozessen werden militärische Operationen zunehmend als Konvergenz zwischen Soldaten und Apparaten aufgefasst. Die Debatte dieser Verschränkung von Mensch und Technik im Kontext von Begriffen wie Kulturtechnik, Dispositiv oder Apriori gehört zu den Grundzügen der Kultur- und Medientheorie. Zuletzt ist sie jedoch zunehmend um Ansätze erweitert worden, bei denen die kooperative Verfasstheit von Medien schon als vorausgesetzt gilt – etwa aus den Human Factor Studies, den Work Place Studies oder den Science and Technology Studies (vgl. Schüttpelz & Gießmann). Wie genau diese Ansätze zur Klärung der prekären Handlungskonstellation von Menschen und Maschinen beitragen, lässt sich erst am konkreten Objekt und durch eine Terminologie klären, die den Begriff der Operation anhand entsprechender Praktiken herausarbeitet. Am Beispiel der Benutzung von Ground Control Stations (GCS) zeigt der Beitrag das potentiell Krisenhafte der Kooperation von Menschen und nicht-menschlichen Akteuren. Die GCS dient der bild-, ton- und textgeführten Fernsteuerung von Drohneneinsätzen und damit einer spezifischen Operation – der Ausführung von Tötungs- und Überwachungsbefehlen aus der Distanz. Abweichend von aktuellen Debatten über die Anerkennung nicht-menschlicher Akteure, wird Agency in Militär-Operationen immer schon als Co-Agency verstanden: der menschliche Akteur gilt als „Element“ oder „Komponente“ des operativen Systems. Vor dem Hintergrund dieses militärischen Verständnisses der Operation, sollen hier am Beispiel der GCS die Begriffe des Operativen und Operationalen insbesondere mit Blick auf das „operative Bild“ zur Debatte gestellt werden. Die Beschreibung der Anordnung des GCS und seiner spezifischen Gebrauchsweisen beruht auf Gesprächen der AutorInnen mit Drohnenpiloten im Februar 2017 auf der Militärbasis Maxwell Air Force Base in Montgomery, Alabama. Die drei maßgeblichen Operationen des Sehens, Zeigens und Entscheidens lassen sich in dieser Anordnung als Situationen krisenhafter Kooperation analysieren, deren Bedingungen über die dezidiert technischen Prozesse hinaus auf die Umstände ihrer Gestaltung und damit auf eng verwobene politische, wissenschaftliche und (kriegs-)wirtschaftliche Akteure verweisen. Die Steuerungsoberfläche des GCS, deren primäres Ziel die Implementierung von militärischer Handlungen ist, wird in dieser Beschreibung selbst zum Schauplatz der Anfechtungen und Aneignungen.

Research paper thumbnail of Synthetic Reality and Blind Flight: The Operationalization of Perception

Politik, 2017

In our contribution we trace the emergence of human perception as an actual object of design and ... more In our contribution we trace the emergence of human perception as an actual object of design and engineering in the early history of aviation through the postwar rise of human factors studies, and into military research and its respective industries today. In this survey, (perceptual) engineering and high-technology weapons such as remote- controlled or (partially) automated drones blend into a military policy that distances human operators from the ‘theater of war.’ As we argue, this new form of warfare with its visual technologies (‘Synthetic Vision Systems’) and mental ecologies (Situational Awareness) is aligned with a ‘logic of simulation,’ as discusses by Jacques Rancière in his political theory of in/visibility.

Research paper thumbnail of The Actors Are Leaving the Control Station. The Crisis of Cooperation in Image-guided Drone Warfare

Image – Action – Space, Oct 8, 2018

Research paper thumbnail of Review: Than Hussein Clark

Flash Art, 2014

The article reviews the art exhibition Das Glueckliche Rothschild, which featured various mixed m... more The article reviews the art exhibition Das Glueckliche Rothschild, which featured various mixed media sculptures, ceramics and other artworks by the contemporary artist Than Hussein Clark at Mathew Gallery, Berlin, in 2013.

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Research paper thumbnail of Targeted killing and pattern-of-life analysis: weaponised media

Media, Culture & Society

In the aftermath of the US-led ‘global war on terror’, emerging weaponised media of warfare prese... more In the aftermath of the US-led ‘global war on terror’, emerging weaponised media of warfare present new means for the military ‘policing’ of populations. Algorithmic modes of observation are applied for the identification of targets, presenting an ‘aerial view’ that is no longer confined to optical media alone, but seeks out the criminogenic patterns and schemas that arise from human populations, or rather their double – the data masses. This article is concerned with the role of the emerging media function of militarised ‘pattern-of-life analysis’ in producing a specific perception of the mass that connects with older notions of masses and populations, as well as with a discourse on the changing nature of warfare. In what ways do the emerging media of observation and targeting of drone warfare contribute to the formation of new relations of visibility, and what does it mean for these media to become ‘weaponised’?