Beitrag zur Naturgeschichte der Alpenkrähe,Phrrhocorax pyrrhocorax erythrorhamphus (Vieillot) (original) (raw)

Zusammenfassung

    1. Am Schloss Tarasp, Unterengadin wurden die Lebensgewohnheiten, besonders aber das Brutleben eines Alpenkrähenpaares beobachtet.
    1. Die Alpenkrähe ist auch in den Schweizeralpen ein sehr seltener Vogel, der jedoch nach der Brutzeit in grösseren Verbänden beobachtet wurde. An dem zur Zeit uns einzig bekannten Brutort in Tarasp nistet ein einzelnes Paar in einer Lichtluke des Schlosses.
    1. Ein Ringfund und Beobachtungen weisen darauf hin, dass das Winterquartier der Alpenkrähe in tiefer gelegenen Tälern liegt, die vom Brutort nicht weit entfernt sind.
    1. Das Nest besteht aus einem Unterbau von bleistiftstarken Aestchen, auf dem ein dichter Haarfilz liegt.
    1. Das Gelege enthält meistens 4 Eier und wird vom ♀ bebrütet. Dieses wird während der Brut zusätzlich vom ♂ gefüttert. Die Fütterung der Jungen und das Kotwegtragen wird von beiden Eltern besorgt. Das ♀ betreibt an seiner Brut eine aussergewöhnlich starke Gefiederpflege.
    1. Das ♀ zeigte verfrühten Fütterungstrieb schon kurz nach der Eiablage.
    1. Die ersten Fütterungen erfolgten auf Initiative des weiblichen Altvogels.
    1. Es wurde ein spontanes Sperren der Nestlinge beobachtet.
    1. Die Brutdauer beträgt 21 Tage, die Nestlingszeit 37–40 Tage.
    1. Die Entwicklung von 2 künstlich aufgezogenen Jungvögeln stimmt mit der anderer Rabenvögel überein.
    1. Die Grossgefiedermauser beginnt Ende Mai, die Kleingefiedermauser bei den Jungvögeln Anfang Juni. Es wurde ein bisher unbekannter Federling festgestellt.
    1. Das beobachtete Paar zeigte sich andern Vögeln gegenüber sehr reserviert und führte ein inniges Zusammenleben.

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Der Vogelzug

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  1. Sempach, Germany
    Alfred Schifferli
  2. Andermatt, Germany
    Ernst M. Lang

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  1. Alfred Schifferli
  2. Ernst M. Lang

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Schifferli, A., Lang, E.M. Beitrag zur Naturgeschichte der Alpenkrähe,Phrrhocorax pyrrhocorax erythrorhamphus (Vieillot).J Ornithol 88, 550–575 (1940). https://doi.org/10.1007/BF01670584

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