Hat der Raufutteranteil eine besondere Bedeutung für Zweinutzungshennen? (original) (raw)
Leiber, Florian; Helbing, Manuela; Steiner, Andrea K.; Vlad, Teslia; Amsler, Zivile; Quander-Stoll, Nele and Vitra, Amarante (2024) Hat der Raufutteranteil eine besondere Bedeutung für Zweinutzungshennen? [Does the roughage content have a special importance for dual-purpose hens?]Agrarforschung Schweiz, 2024, 15, pp. 89-97.
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Document available online at: https://www.agrarforschungschweiz.ch/2024/05/raufutteranteile-in-der-legehennenfuetterung-sinnvoll-bei-zweinutzungshuehnern/
Summary in the original language of the document
Im Zusammenhang mit Zweinutzungs-Genotypen beim Geflügel besteht die Frage, ob extensivere Futtermittel die geringere Futterverwertung zum Teil kompensieren können. In einem kontrollierten Experiment wurden Leistungsparameter von Lohmann Braun Hennen mit denen einer neuen Zweinutzungslinie (Coffee) bei normaler und raufutterreicherer Fütterung verglichen. Trotz grösserem Kropf und Muskelmagen hatten Coffee-Hennen den gleichen Futterverbrauch, aber geringere Legeleistung und Eigewichte als Lohmann Braun. Dies resultierte in einer schlechteren Futterverwertung. Das Futter mit höherem Raufutteranteil hatte bei beiden Genotypen keinen signifikanten Einfluss auf Futteraufnahme und Leistung. Geringere N-Konzentrationen der Exkremente bei der faserreicheren Fütterung wiesen auf eine erhöhte Blinddarmfermentation in beiden Genotypen hin. In einer anschliessenden on-farm-Studie wurde eine Herde Coffee-Hennen mit einer Herde Brown Nick bei Weideauslauf verglichen. Coffee-Hennen frassen aufgrund von Biomasseschätzungen ca. 26g, Brown Nick etwa 23g Trockensubstanz pro Tag vom hochwertigen Wiesenfutter. Die Verdrängung von Hühnerfutter betrug dabei rund 20%, ohne substanzielle Unterschiede zwischen den Genotypen. Die Legeleistungen in der on-farm-Studie waren mit rund 70% nur für Coffee zufriedenstellend. Zusammenfassend hatte der höhere Raufutteranteil im Experiment keine negativen Auswirkungen auf die Leistungen beider Genotypen, führte aber auch nicht zu einem Vorteil bei den Coffee-Hennen. Beim Weideauslauf war die Leistung für die Legehybride zu niedrig, für das Zweinutzungshuhn aber erwartungsgemäss.
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