Arbeitsmarkt in Deutschland: hohe Akzeptanz der Chancengleichheit f��r europ��ische B��rger (original) (raw)

Die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) besitzen formal die gleichen Zugangsrechte zu allen nationalen Arbeitsmärkten der EU-Mitgliedstaaten. Eine im Sommer 2006 durchgeführte Sondererhebung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) für Deutschland zeigt, dass dieses Gleichheitsrecht von einem Großteil der Bürgerinnen und Bürger anerkannt wird; zwei Drittel der Befragten empfinden die Chancengleichheit für EU-Bürger als gerecht. Das Ausmaß der Akzeptanz nimmt dabei mit dem beruflichen Qualifikationsgrad der Befragten zu. Diese Einstellungen haben allerdings bisher nur wenig Einfluss in konkreten ökonomischen Entscheidungssituationen. Im Rahmen eines Fallbeispiels wird gezeigt, dass bei hoher allgemeiner Zustimmung zur Chancengleichheit vergleichbare Dienstleistungen ausländischer Anbieter vor allem dann in Anspruch genommen werden, wenn diese deutlich preiswerter sind als die der deutschen Konkurrenz. Europäisierung von Gleichheit Die Entwicklung der Europäischen Union ist seit ihrer Gründung durch zwei Merkmale gekennzeichnet: 1 (1) die Zunahme der Anzahl der Mitgliedsländer und (2) die weitere Vertiefung der politischen und gesellschaftlichen Integration. Unter "Vertiefung" wird die Übertragung vormals nationaler Souveränitätsrechte auf die Institutionen der EU verstanden. 2 Dieser Prozess führt zu einer Angleichung der rechtlichen Rahmenbedingungen in den Mitgliedsländern. Dies gilt auch für die Gleichheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger.

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