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2Notendruck, der

Medien: gedruckte Ausgabe der Noten eines Musikstücks bzw. deren Herstellung

Der von Johannes Gutenberg Mitte des 15. Jahrhunderts erfundene Buchdruck mit beweglichen Lettern revolutionierte die Verbreitung des geschriebenen Wortes. Ein Bereich blieb jedoch zunächst außen vor: der Notendruck. Wer etwa Beethovens Autografe kennt, weiß, wie wenig benutzerfreundlich handschriftliche Partituren sein können. Zwar ließen sich Notenseiten durch das Einritzen in Stein oder Holz vervielfältigen, doch fehlte es an einer flexiblen und effizienten Methode. Wie viele Buchdrucker seiner Zeit experimentierte auch der Venezianer Ottaviano Petrucci kurz nach Gutenbergs Durchbruch mit der Übertragung der neuen Technik auf den Notendruck. 1498 entwickelte er ein Verfahren, bei dem Notensystem, Noten und Text in mehreren Druckgängen übereinandergelegt wurden. Dieses aufwändige, aber präzise Verfahren erwies sich als erfolgreich und so veröffentlichte Petrucci am 15. Mai 1501 die „Harmonice Musices Odhecaton A“, die erste gedruckte Sammlung von Chansons.

Engelshaar, das[15.05.2026]

Elitebeamte, der, die[12.05.2026]

Bombe, die[11.05.2026]

raffen, Verb[08.05.2026]

schnalzen, Verb[08.05.2026]

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