Bebel, August (original) (raw)
Wirken
Werdegang
- nach dem Tod seines Vaters und Stiefvaters an Schwindsucht Umzug der Mutter mit ihren Kindern in ihre Heimatstadt Wetzlar
- 1847-1854 Besuch der Dorfschule in Brauweiler und der Bürgerschule in Wetzlar
- Tod der Mutter, als Bebel 13 Jahre alt war
- Drechslerlehre in Wetzlar
- ab Januar 1858 auf Wanderschaft
- März 1860 erneut in Wetzlar, Tätigkeit in Butzbach
- später in Leipzig
- ab Mitte der 1860er Jahre Aufstieg innerhalb der deutschen Arbeiterbewegung
- im Rahmen der liberalen Arbeitervereine Freundschaft mit Leopold Sonnemann
- nach dem Buchdruckerstreik von 1865 und durch eine Begegnung mit Wilhelm Liebknecht zunehmende Orientierung an der Sozialdemokratie und am Marxismus
- auch als Parteiführer Kontakte nach Hessen
- 1867-1870 Mitglied des Reichstages des Norddeutschen Bundes für den Wahlkreis Sachsen 17 (Glauchau, Waldenburg, Remse, Meerane, Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Lichenstein)
- 1874 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Wiesbaden 6: Kreis Frankfurt-Stadt (SPD, 0,4 Prozent der Stimmen)
- 1877 (0,7 Prozent der Stimmen) und 1884 (0,4 Prozent) erfolglose Kandidaturen für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Kassel 7: Fulda, Gersfeld, Schlüchtern (SPD)
- 1881 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Kassel 5: Marburg, Frankenberg, Kirchhain (SPD, 1,7 Prozent der Stimmen)
- 1898 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Wetzlar-Altenkirchen (12,7 Prozent der Stimmen)
- 1898 und 1903 erfolglose Kandidaturen für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Wiesbaden 5: Ämter Dillenburg, Hachenburg, Herborn, Marienberg, Rennerod, Selters (SPD, 1898: 5,9 Prozent der Stimmen, 1903: 7,8 Prozent)
- bis zu seinem Tod in der Sozialdemokratie aktiv
Werke
- Die Frau und der Sozialismus (1879)
- Die Sozialdemokratie und das Allgemeine Stimmrecht (1895)
- Aus meinem Leben (1912)
Lebensorte
Familie
Vater
Bebel, Johann Gottlob, † 1843, preußischer Unteroffizier, Sohn des Johann Bebel, Böttchermeister in Ostrowo (Posen)
Mutter
Simon, Wilhelmine Johanna*, Tochter des N.N. Simon, Landwirt und Bäcker in Wetzlar
Nachweise
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 1, Berlin 1953, S. 683-685 (Theodor Heuss)
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 36, Nr. 202
- Klein, Die Hessen als Reichstagswähler, Bd. 1, Marburg 1989, S. 278, 396, 838, 844 f., 870, 973
- Haunfelder/Pollmann, Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch, Düsseldorf 1989, S. 62, 374
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 368 f.
Bildquelle
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
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Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle