Dezimiertes Holstein Kiel bei Darmstadt 98 chancenlos (original) (raw)

2. Bundesliga

Stand: 07.03.2026 15:01 Uhr

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat einen Rückschlag im Abstiegskampf erlitten. Das Team von Trainer Tim Walter unterlag am Sonnabend bei Darmstadt 98 nach 65 Minuten in Unterzahl mit 0:2 (0:0).

Spielentscheidend war die Gelb-Rote Karte für Stürmer Markus Müller nach 25 Minuten. So ebnete ein Doppelschlag der Lilien kurz nach der Pause durch Isac Lidberg (48.) und Niklas Schmidt (52.) den Weg für einen ungefährdeten Sieg der Hessen, die weiter vom Aufstieg träumen dürfen. Holstein rutschte durch den Punktgewinn der Braunschweiger in Paderborn in der Tabelle auf den Abstiegsrelegationsplatz ab.

Frustrierte Hannover-Spieler

Walter nahm seine Mannschaft in Schutz: "Selbst mit zehn Mann haben wir noch versucht, Tore zu erzielen. Ich bin total zufrieden." Kiels Kapitän Jonas Meffert sagte im ARD-Interview: "Die Darmstädter haben es in der 2. Halbzeit einen Tick besser gemacht, ihre Chancen genutzt und am Ende verdient gewonnen."

Müller schwächt "Störche" durch frühen Platzverweis

Eine Woche nach dem 1:1-Achtungserfolg gegen Elversberg ersetzte Walter den gelbgesperrten Marko Ivezic in der Defensive durch Marco Komenda, für den angeschlagenen Phil Harres rückte Müller in die Spitze.

Dessen Arbeitstag war aber früh zuende, als er Darmstadts Luca Marseiler vor dem eigenen Strafraum rüde von den Beinen holte. Das Problem: Müller hatte zehn Minuten zuvor bereits unnötig Gelb gesehen und durfte somit vorzeitig duschen - ein Nackenschlag für Holstein.

Selbstbewusste Kieler starten furios

Dabei hatte die Partie für die "Störche" vielversprechend begonnen: Die mutig auftretenden Gäste hatten eine Riesenchance zur Führung, als SVD-Keeper Marcel Schuhen einen Ball unfreiwillig mit der Hand für Andu Yobel Kelati auflegte, doch sein Schuss wurde kurz vor der Linie von Aleksandar Vukotic geblockt (4.).

Der Aufstiegsaspirant war nur kurz beeindruckt: Hiroki Akiyama hätte die Lilien um ein Haar nach einer Ecke in Führung gebracht, traf aber seinen Teamkollegen Lidberg vor der Kieler Torlinie (7.). Danach blieben zwingende Torraumszenen aus und Holstein nahm das 0:0 in Unterzahl dankbar mit die Kabine.

Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv

Lidberg und Schmidt eiskalt - 2:0 innerhalb von vier Minuten

Die Hoffnung, sich am Böllenfalltor einen Punkt zu ermauern, hatte sich bereits drei Minuten nach der Pause erledigt: Sergio Lopez spielte vom rechten Flügel einen scharfen Pass in den Strafraum. Lilien-Toptorjäger Lidberg umkurvte Holstein-Keeper Timon Weiner und schob locker zum 1:0 ein (48.) - sein 13. Saisontreffer. Nur vier Minuten später nutzte Niklas Schmidt einen Ballverlust der KSV auf der rechten Abwehrseite: Nach der Balleroberung durch Marseiler vollstreckte er eiskalt zum 2:0.

Nach dem Treffer waren die Hausherren das klar bessere Team und erarbeiteten sich Chancen im Minutentakt: Schmidt (58.), Akiyama (63.), Vukotic, Lidberg und wieder Schmidt (78.) sowie Marseiler (81.) hätten erhöhen können, aber mit Glück, viel Einsatz und einem toll parierenden Weiner blieb den Schleswig-Holsteinern ein durchaus mögliches Debakel erspart.

Sie hätten sogar fast noch den Anschlusstreffer erzielt, aber Jonas Therkelsen verzog (80.). Auf die "Störche" kommen harte Wochen im Abstiegskampf zu. Die KSV empfängt am kommenden Sonnabend den 1. FC Nürnberg (13 Uhr im NDR Livecenter).

Holstein Kiels Trainer Tim Walter (Mitte) mit eiem seiner Spieler.

25. Spieltag, 07.03.2026 13:00 Uhr

Schuhen - López, Vukotic, Maglica, Papela (46. Petretta) - Klefisch, Akiyama (90.+3 Holland) - Richter, N. Schmidt (80. Lakenmacher), Marseiler (86. Furukawa) - Lidberg (90.+2 Güler)

2

Weiner - Nekic, Zec, Komenda (68. Rosenboom), Tolkin - Kaprálik (82. Niehoff), Kelati (54. Davidsen), Meffert, Tohumcu (54. Bernhardsson), Therkelsen (82. Schwab) - Ma. Müller

0

Tore

Weitere Daten zum Spiel

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