Tiefschlaf vor und nach der Pause: Holstein Kiel unterliegt Magdeburg (original) (raw)

Stand: 09.05.2026 15:05 Uhr

Holstein Kiel hat sein letztes Heimspiel der Zweitliga-Spielzeit verloren. Die KSV unterlag am Sonnabend dem 1. FC Magdeburg mit 1:3 (0:2) und wird nun versuchen, sich im letzten Saisonspiel anständig zu verabschieden.

Eine Woche nach der umjubelten Rettung mühte sich die Mannschaft von Trainer Tim Walter zwar, sie rannte mehr und passte mehr. Den nötigen Zug zum Tor entwickelten aber vor allem die Gäste aus Sachsen-Anhalt nach Standards. "Dämlich, doof und unnötig", nannte der KSV-Coach die Niederlage daher.

Jean Hugonet (40.), Dariusz Stalmach (45.+2) und Baris Atik (56.) trafen für die Magdeburger, die durch den Erfolg an der Förde so gut wie gerettet sind.

Für die Schleswig-Holsteiner, für die Adrian Kapralik in der Nachpislzeit traf (90.+2), geht die Spielzeit am nächsten Sonntag mit der Partie bei Dynamo Dresden zu Ende (15:30 Uhr, im NDR Livecenter), das am Sonnabend im Parallelspiel bei Eintracht Braunschweig mit 1:2 verlor und damit weiter um den Klassenverbleib zittern muss.

Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv

FCM trifft doppelt vor der Pause

In einer zwar temporeichen, aber weitgehend chancenarmen ersten Hälfte brachte Hugonet die Gäste kurz vor der Pause in Führung. Nach einer Flanke von Mateusz Zukowski von der linken Seite hätte Dariusz Stalmach den Ball am zweiten Pfosten eigentlich schon über die Linie drücken müssen. Weil er die Kugel aber nicht richtig erwischte, legte er unfreiwillig für Hugonet auf, der aus kurzer Distanz traf (40.).

Stalmachs Tor war aber nur aufgehoben, weil er praktisch mit dem Pausenpfiff das 2:0 für den FCM erzielte. Im Kieler Strafraum stand er so blank wie wahrscheinlich sonst nur am Bankschalter und nickte ein (45.+2). Der Unterschied in einer eigentlich ausgeglichenen Partie war damit relativ klar: Magdeburg brachte drei seiner sechs Versuche auf das Tor und traf zweimal - die KSV hingegen jagte keinen ihrer sechs Schüsse auf den Kasten und lag folgerichtig zurück.

Atiks Ecke landet im Netz - Kapralik trifft zu spät

Die "Störche" waren um den Anschluss bemüht, da die defensiven Nachlässigkeiten aber einfach nicht aufhörten, wuchs der Rückstand kurz nach Wiederanpfiff weiter an. Atik schlug eine Ecke scharf an den ersten Pfosten, der Ball flog im Gewühl an allen vorbei in die Maschen (56.).

Zukowski verpasste in der 77. Minute den vierten Treffer des FCM. Auch so war das letzte Holstein-Heimspiel allerdings ein wenig sinnbildlich für die Saison: irgendwie anstrengend für alle, die es mit den Schleswig-Holsteinern halten. Daran änderte auch der Ehrentreffer von Kapralik nichts, der eine Hereingabe von Alexander Bernhardsson über die Linie grätschte (90.+2).

33. Spieltag, 09.05.2026 13:00 Uhr

Weiner - Rosenboom, Zec, Nekic (71. Roslyng), Ivezic - Meffert (71. Niehoff) - Kaprálik, Tohumcu (60. Ugoh), Davidsen (5. Schwab), Therkelsen (60. Bernhardsson) - Harres

1

Reimann - Bockhorn (65. Hercher), Mathisen, Hugonet, Musonda - F. Michel - Ulrich, Stalmach (62. Krempicki) - Nollenberger (83. Pesch), Zukowski (83. Ahl-Holmström), Atik

3

Tore

Weitere Daten zum Spiel

Trainer Tim Walter von Holstein Kiel

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