Nach Zweitliga-Klassenerhalt: Trainer Walter bleibt bei Holstein Kiel (original) (raw)
AUDIO: Trainer Tim Walter verlängert bei Holstein Kiel (1 Min)
2. Bundesliga
Stand: 30.05.2026 10:41 Uhr
Tim Walter bleibt Trainer des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel. Wie die Schleswig-Holsteiner am Samstagmorgen mitteilten, haben sich beide Seiten "auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigt".
Der ursprüngliche Kontrakt des Fußballlehrers wäre Ende Juni ausgelaufen. Nachdem am Freitag Gerüchte über ein starkes Interesse des Bundesliga-Absteigers VfL Wolfsburg an Walter aufgekommen waren, machte Holsteins Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe am Tag darauf Nägel mit Köpfen und einigte sich mit dem 50-Jährigen auf eine Verlängerung um ein Jahr.
Walter sei "unser erster Ansprechpartner" gewesen, sagte Rabbe: "Als Ergebnis steht nun das Commitment, die erfolgreiche Zusammenarbeit in der kommenden Saison in gleicher Konstellation fortzuführen und die ohne Frage herausfordernde Aufgabe nachhaltig und konsequent anzugehen."
Walter: "Spüre großes Vertrauen"
"Ich spüre von allen im Verein, den Verantwortlichen, Mitarbeitenden, dem Trainer- und Funktionsteam und den Spielern großes Vertrauen und Überzeugung", erklärte Walter: "Der Verein besitzt Potenzial, eine klare Idee und ein Umfeld, das nachhaltig, aber auch ambitioniert denkt und arbeitet."
Neben Dirk Bremser, der schon seit 2021 unter Ole Werner und Marcel Rapp als Co-Trainer bei den "Störchen" fungiert, bleiben auch Julian Hübner und Michael Wimmer im Trainer-Team von Walter.
Rapp-Nachfolger bewahrt KSV vor Abstieg
Der ehemalige HSV-Coach hatte am 25. Februar diesen Jahres die Nachfolge von Rapp bei den Kielern angetreten. Nach einem Stotterstart mit nur einem Zähler aus den ersten drei Partien gelangen den "Störchen" sechs ungeschlagene Begegnungen in Folge und damit am drittletzten Spieltag der vorzeitige Klassenerhalt.
Obwohl Walter stets betonte, wie sehr ihm Holstein und die Kieler Fans am Herzen liegen, ließ die Vertragsverlängerung bis jetzt auf sich warten. Vielleicht auch, weil der ebenso emotionale wie ehrgeizige Trainer konkrete Verstärkungen für das Team forderte, das beinahe zum zweiten Mal in Folge abgestiegen wäre.
Der 50-Jährige hatte die KSV bereits in der Saison 2018/2019 trainiert. Anschließend betreute der Coach den VfB Stuttgart und den HSV, bevor es ihn erstmals beruflich ins Ausland verschlug. Sein Intermezzo beim englischen Championship-Verein Hull City war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Nach nur 18 Spielen wurde er bei den "Tigers" von seinen Aufgaben entbunden.