elexiko : "verbittern" (original) (raw)

Dass ein Opfer des Locked-in-Syndroms sich der Aussenwelt auf derart differenzierte Weise mitzuteilen vermag, ist einmalig. Schon das macht die Lektüre des 130seitigen Buches spannend. In Staunen versetzt aber auch der Inhalt. Denn Baubys Notizen aus dem Betonsarg sind keine verbitterte Abrechnung eines vom Schicksal Auserwählten. «Schmetterling und Taucherglocke» ist auch kein herkömmliches Patiententagebuch, sondern das hochpoetische Journal eines aufmerksamen Beobachters.(A97/AUG.18112 St. Galler Tagblatt, 12.08.1997, Ressort: TB-LBN (Abk.); Der Betonsarg hat Flügel bekommen)

Es habe zwischen den beiden Kandidaten aus Florstadt eine Übereinkunft bestanden, sagte Gerhard Salz gestern auf eine Anfrage der FR. Demnach hätte Roswitha Krum ihre Kandidatur nicht plötzlich auf den Ostkreis ausweiten dürfen. Der 44jährige Lehrer zeigte sich enttäuscht über den fliegenden Kandidaturwechsel seiner Parteikollegin. "Ich bin verbittert. Mit einer Niederlage bei der Wahl hätte ich eher umgehen können", sagte der Grünen-Politiker, der bei der Landtagswahl vor vier Jahren in seinem Wahlbezirk das Ergebnis der Grünen auf 8,3 Prozent gegenüber 5,1 Prozent von 1991 verbessern konnte.(R98/JUN.48475 Frankfurter Rundschau, 19.06.1998, S. 5, Ressort: LOKAL-RUNDSCHAU; Wetterauer Grüne entscheiden sich für Dr. Roswitha Krum und Helmut Betschel-Pflügel)

wenn ohne Beziehungen absolut nichts mehr läuft, wird dem einen oder anderen nichts anderes übrigbleiben, als eine Praxis aufzumachen oder aufzugeben, worüber sich die Ärzteverbände freuen würden. am meisten würden sie sich jedoch freuen, wenn noch mehr Abiturienten vom Medizinstudium abgeschreckt würden. Kranke sind nicht beliebig vermehrbar, und wer verzichtet schon freiwillig auf einen Teil der Kundschaft? wir aber sollten uns (am besten im Ausland) schleunigst nach einem Arzt unseres Vertrauens umsehen, nach einem Brinkmann alten Stils, der nicht über eine jahrzehntelange Ausbildungs- und Wartezeit grau, verbittert und lustlos geworden ist. vorher sollten wir allerdings den Bonner Gesetzesmachern noch die Leviten lesen und ihnen verbieten, uns einen faulen Zauber als Fortschritt zu verkaufen.(H85/CZ2.30768 Die Zeit, 13.12.1985, S. 42; Fauler Zauber)