elexiko : "Habit" (original) (raw)
Von unserem Redaktionsmitglied Wenn Liebe rot, und grün die Hoffnung, dann sind Schauspiel und Tanz schwarz. Schwarz ist schlau. Nicht nur intellektuell und existenzialistisch, sondern für das Theater auch existenziell. Viele Dramaturgen, Regisseure und selbst Kritiker legen seit den 60er Jahren furchteinflößendes, düsteres Habit an. Das hat natürlich praktische Gründe, passt doch alles zu allem, lässt sich prima zusammen waschen und befreit den Kleiderschrank von allen modischen Erneuerungszwängen.(M07/JUL.39463 Mannheimer Morgen, 07.07.2007, Ressort: Kultur; Im Dunkeln ist nicht immer gut munkeln)
Ruhe, Stille, Abgeschiedenheit, das ist vielleicht für Sie ungewohnt, weil sie selten Gelegenheit haben, mit sich allein zu sein. Probieren Sie's - Sie müssen ja nicht!" ich erlebe einen denkwürdigen Tag, denn ich werde in Unbekanntes einbezogen. da sind die gemeinsamen Gebete der acht Männer im schwarzen Habit, am Morgen, am Mittag, am späten Nachmittag, am Abend. die Kapelle: ein schmuckloser, fast karger Raum, an beiden Seiten hölzernes Chorgestühl.(H87/KS6.45118 stern, [Wochenzeitschrift], 06.08.1987, Nr. 33, Jg. 40, S.68B. - Sachgebiet: Kultur; Ein Tag zum Denken für 12 Mark)
In dem Kaff, wo sich das karge Quartier der Mineure befindet, gibt`s ein Gasthaus, sonst nichts. Der deutsche Bauführer Wolfgang Löbel bewundert unsere Arbeiter: "Es ist nur gut, daß die Österreicher keine hohen Ansprüche stellen, sonst würden sie es bei uns wohl nicht aushalten." Das Verhältnis zu den "Ossis" ist gut: Daniel Geßlbauer: "Die Leute sind freundlich zu uns. Doch manchmal bekommen wir schon zu hören, was wir da eigentlich zu suchen haben, wo doch in dieser Gegend die Arbeitslosenrate mehr als 20 Prozent beträgt." Was bringt einen dazu, jahrzehntelang im Loch zu schuften? Florian Habit (48) aus Groß St. Florian, ebenfalls Bauführer, der ständig in Deutschland lebt: "Man tut`s zuerst, weil man relativ gut verdienen kann, und bleibt dann hängen." Der Preis, den die Männer dafür bezahlen müssen, ist hoch. Florian Habit: "Jeder, der länger im Loch arbeitet, hat mit dem Kreuz und den Beinen Probleme.(O97/JUN.67637 Neue Kronen-Zeitung, [Tageszeitung], 29.06.1997, S. 10. - Schwerstarbeit im Loch...)