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Die aktuelle Sonderausstellung
Fragile Fäden. Malerei und Zeichnung von Horst Sakulowski
1. März 2026 – 17. Mai 2026
Horst Sakulowski (geb. 1943) gehört zu den bekanntesten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst.
Besonders mit seinen sogenannten „Problembildern“ Porträt nach Dienst und Das Telegramm erregte er in den 1970/80er Jahren Aufsehen, weil sie sich nicht in den ideologischen Dienst des DDR-Regimes stellten. Stattdessen machte Sakulowski den gelebten Alltag der Menschen sichtbar. Sein Werk kreist um den Menschen: um Verantwortung und Zweifel, um Verletzlichkeit, Widerstand und die fragile Balance zwischen dem Individuum und der Gesellschaft.
Von den „Problembildern“ schlägt die Schau den Bogen zu seinem späteren Werk. In diesem verweisen Marionetten, Harlekine oder Idole auf das Ausgeliefertsein des Menschen in einer brüchigen Welt – ohne den Glauben an Mitgefühl einzubüßen. Weiterhin widmet sich die Ausstellung Anknüpfungspunkten zwischen Sakulowskis Werk und Storms Pole Poppenspäler (1874).
Ermöglicht wird diese Sonderausstellung durch Leihgaben des Künstlers, der Kunstsammlung Jena, Kunstsammlung Gera, Osterburg Weida, Galerie Hebecker in Weimar sowie weiteren Privatsammlern.
Es wird ein Begleitprogramm mit Vorträgen und Führungen durch die Ausstellung geben.
Horst Sakulowski, Porträt nach Dienst, 1976, Ausschnitt, Leihgabe durch JENAKULTUR Stadt Jena.Horst Sakulowski, Klabautermann II, 2019, Ausschnitt, Leihgabe durch den Künstler.Horst Sakulowski, Die Marionette II, 1987, Ausschnitt, Leihgabe durch die Osterburg Weida.Horst Sakulowski, Das Telegramm, 1977, Ausschnitt, Leihgabe von der Kunstsammlung Gera.