Rübe – Wiktionary (original) (raw)
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | die Rübe | die Rüben |
| Genitiv | der Rübe | der Rüben |
| Dativ | der Rübe | den Rüben |
| Akkusativ | die Rübe | die Rüben |
[1, 2] Zuckerrüben
Worttrennung:
Rü·be, Plural: Rü·ben
Aussprache:
IPA: [ˈʁyːbə]
Bedeutungen:
[1] Botanik: meist kegelförmig verdickte Hauptwurzel (teilweise mit Anteilen der Sprossachse) eines Bedecktsamers als Speicherorgan für Reservestoffe
[2] Biologie, Taxonomie, im Plural: eine Gattung der Familie Fuchsschwanzgewächse
[3] umgangssprachlich:
[a] Kopf
[b] dicke Nase
[c] altmodische Taschenuhr
[d] frecher, sonderlicher Mensch
Herkunft:
[1] mittelhochdeutsch rüebe, althochdeutsch ruoba, urverwandt mit lateinisch rapa, rapum
Synonyme:
[2] Runkel, Runkelrübe; wissenschaftlich: Beta
[3b] Zinken
[3c] Zwiebel
Verkleinerungsformen:
[3d] Rübchen
Gegenwörter:
[1] Kohyponyme: Hypokotylknolle, Rhizom, Sprossknolle, Wurzelknolle
Oberbegriffe:
[1] Speicherorgan, Pflanzenknolle
[2] Bedecktsamer, Nelkenartige, Fuchsschwanzgewächse
Unterbegriffe:
[1] Möhre, Pastinake, Wurzelpetersilie, Zuckerrübe (ausgewählte Taxa mit Rüben)
[2] Bete, Futterrübe, Mangold, Rote Bete, Zuckerübe
Beispiele:
[1] Einige Pflanzen speichern Nährstoffe in Rüben.
[1] Rüben sind im Pflanzenreich weit verbreitet, besonders in den Gattungen Brassica, Beta und bei Umbelliferen.
[1] Die Hauptwurzel einer Pflanze kann ebenfalls anschwellen und eine Rübe bilden; dies geschieht meist in Verbindung mit einer gleichzeitigen Verdickung der Hypokotylbasis.[1]
[2] Aus der Rübe (Beta vulgaris) wurden viele Kulturformen gezüchtet.
[3a] „Dann knackte er ihre Rübe mit ’m Holzklotz und futterte ihr Hirn.“[2]
[3a] „All diese herrlichen Lieder, die mir in der Rübe herumfahren, während ich im Taxi dahinfahre.“[3]
Redewendungen:
[1] wie Kraut und Rüben – unordentlich, durcheinander
[3] die Rübe einziehen – volle Deckung nehmen
Wortbildungen:
Rübenacker, Rübenälchen, Rübenanbau, rübenartig, Rübenbestand, Rübenblatt, Rübenernte, Rübenfeld, Rübenferien, Rübenfliege, Rübengabel, Rübenheber, Rübenkampagne, Rübenkraut, Rübenlichter, Rübenmiete, Rübenmüdigkeit, Rübenroder, Rübensaft, Rübensau, Rübenschneider, Rübenschnitzel, Rübenschwein, Rübensirup, Rübensuppe, Rübenwanze, Rübenwinter, Rübenzucker
[1] Botanik: kegelförmig verdickte Hauptwurzel
| Albanisch: [2] rrepë → sq f Bulgarisch: цвекло (cveklo☆) → bg n Dänisch: [1] roe → da Englisch: [1] storage organ → en, root vegetable → en; [2] turnip → en, beet → en Französisch: [1] betterave → fr Griechisch (Neu-): [1, 2] γογγύλι (gongýli) → el n, τεύτλο (téftlo) → el n Isländisch: [1] næpa → is f, rófa → is f Kurdisch:Kurmandschi: [1] şêlim → kmr Niederdeutsch:[1] Rööv → nds Niederländisch: [1] knol → nl Norwegisch: [1, 2] roe → no, bete → no Polnisch: [1] rzepa → pl, burak → pl m Portugiesisch: [1] nabo → pt m, rote Rübe: beterraba → pt f Russisch: [1] корнеплод (korneplod☆) → ru m; [2] свёкла (svëkla☆) → ru f; [3a] репа (repa☆) → ru f, тыква (tykva☆) → ru f Schwedisch: [1] rova → sv u; [3c] rova → sv u Serbisch: [1] репа (repa☆) → sr f Spanisch: [1, 2] remolacha → es f Tschechisch: [1] řepa → cs Ukrainisch: [1] ріпа (ripa☆) → uk f, ріпка (ripka☆) → uk f |
|---|
[1] Wikipedia-Artikel „Rübe“
[2] Wikipedia-Artikel „Rüben“
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Rübe“
[1, 3a] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Rübe“
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Rübe“
Quellen:
- ↑ Bell, Adrian D.: Illustrierte Morphologie der Blütenpflanzen. Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8252-8089-6, Seite 111
- ↑ Edward Lee: Bighead. Roman. 2. Auflage. Festa, Leipzig 2013, ISBN 978-3-86552-161-3, Seite 50 .
- ↑ Henry Miller: Insomnia oder Die schönen Torheiten des Alters. Rowohlt, Reinbek 1977 (übersetzt von Katja Behrens), ISBN 3-499-14087-X, Seite keine Seitenzählung. Englisches Original New York 1974.