Kinostarts - FSK (original) (raw)
Kinostartswp_admin2025-05-16T15:15:50+00:00
Kinostart: 9.7.26
F 2024
88:34 Min (85:01 Min bei 25fps)
Bedrohung, Risikoverhalten, belastende Szenen
Dokumentarisch angehauchte Tragikomödie über zwei Freunde um die 60, die gemeinsam mit dem Fahrrad jene Route nachfahren, die der Sohn des einen ein paar Jahre zuvor, kurz vor seinem Tod, fuhr – von der französischen Atlantikküste bis nach Istanbul. Unterwegs lernen sie viel über sich selbst, über Väter und Söhne, Schuld und Trauer. Das Roadmovie ist ruhig und nachdenklich erzählt und hat eine teils melancholisch geprägte, doch letztlich zuversichtliche Grundstimmung. Dabei werden die beiden Hauptfiguren differenziert und sehr einfühlsam gezeichnet. Schon 6-Jährige sind in diesem Rahmen in der Lage, mit belastenden Themen wie Tod und Verlust umzugehen, da sie behutsam und mit Raum zur Reflexion angesprochen werden. Auch die Themen Gewalt, Drogenkonsum und Suizid kann diese Altersgruppe bereits in den Kontext einordnen. Da der Film durch seine ruhige Erzählweise, viel Humor und schöne Bilder stets ausreichend Entlastung bietet, ist für Kinder im Schulalter keine Beeinträchtigung zu befürchten.
D 2026
115:43 Min (111:05 Min bei 25fps)
Pandora Film Medien GmbH, Aschaffenburg
Sexualität
Drama über eine Schülerin aus der thüringischen Provinz, die wegen ihres Gesangstalents zu einer Castingshow eingeladen wird. Als dafür eine Homestory verlangt wird, in der sie darstellt, was sie zu etwas Besonderem macht, gerät sie immer tiefer in Fragen über sich selbst und ihre krisengebeutelte Familie. Der Film konzentriert sich mit genauer Beobachtung und Milieuzeichnung auf die Protagonistin und ihr Bemühen, zwischen medialer Selbstdarstellung und realen materiellen Zwängen eine Mitte zu finden. 12-Jährige sind in der Lage, mit der nachdenklichen bis bedrückenden Grundstimmung des Films und belastenden Themen wie Zukunftsangst und Beziehungskonflikten umzugehen. Auch eine deutliche Sexszene zwischen den Eltern der Hauptfigur kann diese Altersgruppe bereits in den Kontext einordnen und sich ausreichend distanzieren. Auf der Basis ihrer Medienerfahrung können 12-Jährige das Geschehen reflektieren, ohne dass die Gefahr einer Überforderung besteht.
USA 2026
111:05 Min (106:38 Min bei 25fps)
Gewalt, Verletzung
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Film eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18 / Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
TN, F 2026
112:36 Min (108:05 Min bei 25fps)
Drama über eine in Frankreich lebende junge Tunesierin, die für die Beerdigung ihres Onkels nach Tunesien zurückkehrt und ihre Partnerin mitnimmt. Zunächst verschweigt sie ihre Beziehung, dann aber erfährt sie, dass ihr Onkel homosexuell war – was einige Komplikationen zur Folge hat. Der Film thematisiert behutsam und einfühlsam, anhand von differenziert gezeichneten Menschen und Milieus, die Ausgrenzung von Homosexuellen in der tunesischen Gesellschaft und das Aufeinanderprallen von Tradition und modernen Einstellungen. Aufgrund der ruhigen Erzählweise und der zurückhaltenden Inszenierung sind die dargestellten Konflikte bereits von Kindern im Vorschulalter zu verarbeiten. Zwar richtet sich der Film eindeutig an ein erwachseneres Publikum, eine Beeinträchtigung ist aber für Kinder dieser Altersgruppe nicht zu befürchten.
ET 2026
124:13 Min (119:14 Min bei 25fps)
Gewalt, Verletzung
USA 2026
116:00 Min (111:21 Min bei 25fps)
Bedrohung
Fantasyfilm über eine junge Häuptlingstochter auf einer Pazifik-Insel, die eine besondere Verbindung zum Meer empfindet und eines Tages dessen Ruf folgt: Sie bricht heimlich auf, um ein bedrohtes Volk zu retten, und trifft auf ihrer abenteuerlichen Mission bald auf einen mächtigen Gestaltwandler und Halbgott. Die Realverfilmung eines Disney-Animationsfilms erzählt in freundlichen, bunten Bildern mit viel Südseeflair über Identitätsfindung, Mut und Freundschaft und weist zahlreiche typische Fantasy-Elemente auf. Mit der opulenten, momentweise auch bedrohlichen Inszenierung können Kinder im Schulalter bereits ohne Überforderung umgehen. Dieser Altersgruppe erschließen sich die komplexeren Aspekte der Handlung wie etwa Rückblenden, und die vielen entspannenden Passagen sowie der Humor und die Selbstironie des Films bieten ihnen genug Entlastung. Zudem sorgen die positive Grundhaltung des Films und die starke Protagonistin als Identifikationsfigur jederzeit für emotionalen Halt. Eine Beeinträchtigung ist für 6-Jährige daher auszuschließen.
D 2026
94:34 Min (90:47 Min bei 25fps)
Wild Bunch Germany GmbH, München
Bedrohung, belastende Szenen
Historisches Drama über eine junge Britin aus gutem Hause Anfang des 20. Jahrhunderts, die nach dem Willen ihrer Eltern bald heiraten soll, doch lieber davon träumt, in Cambridge Mathematik zu studieren. Die Bekanntschaft mit einem charmanten Sekretär und einer Suffragette bestärken sie im Beharren auf ihrem eigenen Willen. Die Geschichte um Freiheitsdrang und weibliche Emanzipation ist mit komödiantischen Zügen, sympathischen Figuren, viel Dynamik und auch Romantik erzählt. Die junge, modern und selbstbewusst gezeichnete Protagonistin bietet sich dabei als positive Identifikationsfigur für ein junges Publikum an. Schon Kinder ab 6 Jahren sind in der Lage, in diesem Rahmen mit belastenden Themen und einzelnen bedrohlichen Momenten umzugehen. Das historische Setting und die humorvollen Passagen bieten dieser Altersgruppe jederzeit genug Entlastung, diese Aspekte zu verarbeiten. Eine Beeinträchtigung ist nicht zu befürchten.
CH 2026
87:56 Min (84:24 Min bei 25fps)
Der Filmverleih GmbH, Stuttgart
Der Kinderfilm erzählt von einer Elfjährigen, die ihre Freizeit am liebsten mit ihrer besten Freundin im Freibad verbringt. Doch der perfekte Sommer scheint zu Ende, als das Schwimmbad wegen eines technischen Schadens schließen muss und die Freundin wegziehen soll. Da gilt es zu handeln. Der in jeder Hinsicht kindgerecht erzählte Film schildert in alltagsnaher Erzählweise, mit sympathischen Figuren und meist hellen, freundlichen Bildern die Auflehnung von Kindern gegen Entscheidungen Erwachsener. Dabei thematisiert er zudem Freundschaft und das Annehmen von Veränderungen. In diesem Rahmen weist er auch einzelne spannende Passagen und traurige Momente auf, diese sind jedoch gut in die Geschichte eingebettet und werden stets schnell wieder aufgelöst, sodass schon Kinder im Vorschulalter sie verarbeiten können. Das Risiko einer Beeinträchtigung besteht für sie nicht.
IND 2026
143:01 Min (137:17 Min bei 25fps)
Gewalt, Bedrohung, Verletzung
Kinostart: 2.7.26
Die Camino-Therapie - Finde deinen Weg
B, F 2026
113:41 Min (109:08 Min bei 25fps)
Gewalt, belastende Themen, Sprache
Drama über eine Lehrerin und einen straffälligen Jugendlichen, die als ungewöhnliches Pilgerduo auf dem Jakobsweg wandern. Da sie eine ihrer Schülerinnen geschlagen hat, ist es für die Lehrerin ein Resozialisierungsprojekt, für den Jungen ist es eine pädagogische Maßnahme – und trotz mancher Konflikte entsteht eine Freundschaft. Die Geschichte über die Suche nach Gemeinschaft und Läuterungserfahrungen ist auf die beiden Hauptfiguren konzentriert, die einfühlsam und differenziert gezeichnet sind. Die Handlung ist dabei von typischen Road-Movie-Elementen geprägt, die Grundstimmung nachdenklich, doch hoffnungsvoll. In diesem Rahmen sind Zuschauende ab 12 Jahren in der Lage, die Thematisierung belastender Erfahrungen, einzelne Darstellungen von Gewalt und die teils rüde Sprache zu verarbeiten und sich ausreichend zu distanzieren. Zahlreiche entlastende Momente, etwa durch ruhige Landschaftsaufnahmen, ausführliche Dialoge und positive Begegnungen, sorgen zusätzlich dafür, dass keine Überforderung für diese Altersgruppe zu befürchten ist.
I 2025
98:19 Min (94:23 Min bei 25fps)
Gewalt, Bedrohung, Verletzung
Drama über eine Affäre, die bedrohliche Ausmaße annimmt: Ein verheirateter Mann und eine etwas jüngere Frau fühlen sich unmittelbar voneinander angezogen und beginnen, sich heimlich in einem Hotel zu treffen. Doch nach und nach stellt die Frau dem Mann immer hartnäckiger nach und drängt sich in sein Leben. Die Geschichte ist weitgehend ruhig und mit Fokus auf die differenziert gezeichneten Figuren erzählt. Die Atmosphäre entwickelt sich dabei mit der Zeit zu einer düsteren, mysteriösen Stimmung mit Thrillermotiven.12-Jährige haben bereits genug Medienerfahrung, um diese Motive zu entschlüsseln und die Stimmung in den Kontext der Geschichte einzuordnen. Auch von einzelnen kurzen Gewaltdarstellungen und den sehr zurückhaltend inszenierten erotischen Szenen kann sich diese Altersgruppe bereits ausreichend distanzieren. Eine Überforderung ist für sie nicht anzunehmen.
USA 2025
107:55 Min (103:36 Min bei 25fps)
Gewalt, Bedrohung, Verletzung
Drama über einen jungen Klavierstimmer und ehemaliges Klavier-Wunderkind, dessen extreme Geräuschempfindlichkeit seine Karriere zerstört hat, ihn jetzt aber in Kontakt mit Gangstern bringt – denn mit seinem sensiblen Gehör kann er Safes öffnen. Die Begegnung mit einer Pianistin bringt seine Pläne durcheinander. Die Geschichte über Identität und Isolation ist mit Elementen des Thrillers wie auch des Liebesfilms erzählt und konzentriert sich auf die einfühlsam dargestellten Hauptfiguren. Das Sounddesign vermittelt dabei eindringlich die Sensibilität des Protagonisten. Zuschauende ab 12 Jahren sind in diesem Rahmen in der Lage, einzelne bedrohliche und gewalthaltige Szenen sowie die Darstellung von Verletzungen zu verarbeiten. Der Wechsel von spannenden und entspannenden Passagen, die ruhigen Dialogszenen sowie die zurückhaltende Inszenierung insbesondere der Gewalt ermöglichen dieser Altersgruppe die Distanzierung vom Geschehen und die Reflexion. Eine Beeinträchtigung ist nicht zu befürchten.
RO, MD, D 2026
130:39 Min (125:25 Min bei 25fps)
Gewalt, belastende Themen
Das Drama spielt im moldawischen Chisinau in den 1990er Jahren und erzählt vom Existenzkampf einer verarmten Künstlerfamilie in dem postsowjetischen Land. Die Eltern und ihre 17-jährige, klavierbegabte Tochter geraten durch den Entschluss, ihr Zuhause zu vermieten, auf eine Reise zwischen Verlust und Hoffnung. Der Film zeichnet ein genaues, glaubwürdiges Bild von den sozialen Umständen in einem Land im Umbruch und ist überwiegend ruhig und mit Fokus auf die Figuren erzählt.12-Jährige sind auf der Basis ihrer Medienerfahrung bereits in der Lage, die belastenden Themen des Films und einzelne gewalthaltige Szenen in den historischen Kontext einzuordnen. Distanzierungsmöglichkeiten bieten insbesondere die zurückhaltende Inszenierung und der nachdenkliche, zur eigenen Reflexion einladende Grundton des Films. Eine Überforderung ist für 12-Jährige nicht zu befürchten.
D 2026
112:16 Min (107:46 Min bei 25fps)
Gewalt, Bedrohung, Verletzung
Drama über eine Gruppe junger Leute, die angesichts des Sterbens so vieler Geflüchteter im Mittelmeer beschließen, eine eigene Rettungsmission zu gründen. Ohne Vorerfahrung kaufen sie ein Schiff und retten auch zahlreiche Menschen – doch was sie erleben, stellt ihren Sinn für Recht und Gerechtigkeit auf eine harte Probe. Die auf wahren Ereignissen beruhende Geschichte ist überwiegend ruhig und einfühlsam erzählt und macht den Idealismus der Hauptfiguren ebenso wie ihre Desillusionierung nachvollziehbar. Auch die Schicksale Geflüchteter werden eindringlich dargestellt. Zuschauende ab 12 Jahren sind bereits in der Lage, die belastenden Themen und Szenen des Films sowie Darstellungen von Gefahr, Not und Sterben auf See in den Kontext einzuordnen und zu verarbeiten. Ihnen erschließt sich die Thematik des Films, sodass sie sie eigenständig reflektieren können. Die Möglichkeit einer Beeinträchtigung besteht für diese Altersgruppe nicht.
IND 2026
140:19 Min (134:42 Min bei 25fps)
Gewalt, Verletzung
Kinostart: 25.6.26
ET 2026
122:48 Min (117:53 Min bei 25fps)
Gewalt, Verletzung
Actionfilm über einen Interpol-Agenten und ein ehemaliges Mitglied eines Verbrechersyndikats, die sich miteinander verbünden, um die Verbreitung einer neuartigen Droge zu verhindern und das Syndikat zu zerschlagen. Der Film enthält zahlreiche Actionszenen mit teils drastischen Gewalt- und Verletzungsdarstellungen. Jugendliche ab 16 Jahren können diese Darstellungen aber als Elemente eines realitätsfernen und teils comichaft übertriebenen Agenten-Actionfilms betrachten und eine angemessene emotionale Distanz wahren. Nachhaltige Irritationen oder andere negative Wirkungen sind ab dieser Altersstufe nicht zu befürchten.
IND 2026
142:00 Min (136:19 Min bei 25fps)
Bedrohung
Komödie über einen jungen Mann, der die Anerkennung der strengen und wohlhabenden Familie seiner Angebeteten gewinnen möchte. Um dies zu erreichen, nimmt er eine falsche Identität an, was zu einigen Verwicklungen führt. Der turbulente Film enthält zahlreiche Situationen mit Bedrohungen, Handgreiflichkeiten und körperlichen Übergriffen. Diese Szenen wirken jedoch kaum ernsthaft, sondern sind stets in die klamaukhaft-komödiantische Gesamthandlung eingebunden und können von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren entsprechend eingeordnet und verarbeitet werden. Negative Wirkungen lassen sich daher in jeder Hinsicht ausschließen.
F 2025
105:21 Min (101:09 Min bei 25fps)
Lighthouse Home Entertainment Vertriebs GmbH & Co KG, Hamburg
Risikoverhalten, Bedrohung, belastende Szenen
Komödie über einen jungen Algerier, der tagsüber Koch in einem Bistro ist, das er gemeinsam mit seiner Freundin übernehmen möchte, abends aber seiner traditionell eingestellten Mutter gegenüber den braven Sohn gibt. Als seine Freundin endlich seine Mutter kennenlernen will, lässt er sich auf ein riskantes Versteckspiel ein. Die geradlinig erzählte Geschichte über kulturelle Unterschiede, Vorurteile und Traditionen ist mit zahlreichen typischen Elementen der Culture-Clash-Komödie erzählt und konzentriert sich in hellen Bildern und positiver Atmosphäre auf die sympathisch gezeichneten Figuren. Bereits Kinder im Schulalter können in diesem Rahmen mit potenziell belastenden Themen, bedrohlichen Momenten und der Thematisierung von selbstschädigendem Verhalten umgehen. Der Humor, die vielen ruhigen Szenen und die langsame sowie zurückhaltende Erzählweise bieten 6-Jährigen ausreichend Entlastung, sodass keine Überforderung zu befürchten ist.
SF, USA, GB 2024
94:35 Min (90:48 Min bei 25fps)
belastende Szenen
Drama über ein 9-jähriges Mädchen, das nach dem Tod seiner Mutter einen Sommer bei der Großmutter auf einer kleinen Schäreninsel verbringt. Auf langen Spaziergängen erkunden die beiden die Insel, und das Mädchen findet Rückhalt und Trost in den Gesprächen mit der klugen alten Frau – bis ein Sommersturm aufzieht. Die Geschichte über Verlust und Trauer, Kindheit und Vergänglichkeit ist sehr einfühlsam und ruhig erzählt und konzentriert sich auf die Perspektive der jungen Protagonistin, die den ersten großen Einschnitt in ihrem Leben zu verarbeiten lernt. Aufgrund der kindgerechten Erzählweise können bereits Kinder im Grundschulalter die ernsten Themen des Films verarbeiten. Die Behutsamkeit, mit der auch über den Tod gesprochen wird, und die gute Einbettung der wenigen dramatischen Momente ermöglicht 6-Jährigen die Auseinandersetzung mit der letztlich positiven Geschichte. Eine Überforderung ist nicht zu befürchten.
D 2025
107:44 Min (103:25 Min bei 25fps)
Salzgeber & Co. Medien GmbH, Berlin
Sexualität
Drama über zwei Schwestern, die schon immer in Konkurrenz um die Aufmerksamkeit ihrer kontrollierenden Mutter standen. Als die drei sich im norddeutschen Elternhaus wiedersehen, beginnt der Kleinkrieg zu eskalieren. Die dokumentarisch anmutende, präzise Schilderung einer zutiefst gestörten Mutter-Töchter-Beziehung mit alten Geheimnissen und eskalierenden Vorwürfen ist mit Fokus auf die Figuren, ihre Interaktionen und Dialoge erzählt und immer wieder von ausführlichen und emotional intensiv dargestellten Streitszenen geprägt. Jugendliche ab 16 Jahren sind bereits in der Lage, mit einer kurzen, expliziten Darstellung von Sexualität umzugehen. Die belastenden Themen und Schilderungen von Verletzungen und Drohungen können sie ebenfalls in den Kontext einordnen und sich ausreichend distanzieren. Auch da sich Jugendlichen kaum Anknüpfungs- oder Identifikationsmöglichkeiten bieten, besteht kein Risiko einer Beeinträchtigung.
CH 2026
112:24 Min (107:55 Min bei 25fps)
belastende Szenen
Die Komödie spielt in den 1950er Jahren in der Schweiz und erzählt von einer jungen Texterin in einer Werbefirma, die die Kunstfigur Betty Bossi erfindet, eine Köchin und Ratgeberin. Doch bald stellt sie fest, dass sie, obwohl sie ein Vorbild für Frauen verkörpert, sich zunächst mal selbst gegen männliche Gängelung durchsetzen muss. Die geradlinig erzählte Geschichte um Emanzipation und Selbstbewusstsein konzentriert sich in überwiegend ruhiger Erzählweise mit bunten, viel Zeitkolorit verströmenden Bildern auf die sympathische Protagonistin und löst die thematisierten Konflikte letztlich versöhnlich auf. So sind bereits Kinder im Schulalter in der Lage, mit kurzen bedrohlichen Momenten und der Darstellung von Ehestreitigkeiten umzugehen und sie in den Rahmen der historischen Geschichte einzuordnen. Eine Beeinträchtigung ist für ab 6-Jährige nicht zu befürchten.
USA 2026
92:24 Min (88:42 Min bei 25fps)
Verletzung
In der Komödie präsentiert das berühmt-berüchtigte Stuntteam um Johnny Knoxville 25 Jahre nach seinen Anfängen eine Auswahl von alten und neuen Stunts, Mutproben und Streichen mit versteckter Kamera. Dabei legen sie es stets auf Schmerz, Ekel, Schock und das Überschreiten von Geschmacks- und Schamgrenzen an. 16-Jährige haben bereits genug Medienkompetenz, auch die drastischeren Ausprägungen der Nummernrevue zu verarbeiten und sich ausreichend zu distanzieren. Die mehrfachen deutlichen Warnungen, die Stunts keinesfalls nachzuahmen, sowie die ausführliche Zurschaustellung von Setting, Vorbereitungen und schmerzhaften Folgen erleichtern die Distanzierung ebenso wie der anarchische Humor und die selbstironische Inszenierung. Der spielerisch-artistische, durchweg komödiantische Grundton sorgen für genug Entlastung, sodass für die genannte Altersgruppe keine desorientierende oder anderweitig überfordernde Wirkung zu befürchten ist.
USA 2026
90:19 Min (86:42 Min bei 25fps)
Bedrohung, belastende Szenen
Der Animationsfilm erzählt ein weiteres Abenteuer der beliebten kleinen Minions und führt sie auf der Suche nach einem Bösewicht ins Hollywood der 1920er Jahre, wo sie jede Menge Chaos stiften. Das Aufkommen des Tonfilms bedroht ihre Karriere – doch ein großer Monsterfilm soll ihren Starruhm retten. Die Geschichte mit zahlreichen Anspielungen auf die Filmhistorie ist in farbenfrohen Bildern, mit oft slapstickhaftem und turbulentem Humor sowie zahlreichen Actionszenen erzählt, wobei die sympathischen Minions stets im Mittelpunkt stehen. Oft geraten sie in bedrohliche und auch gewalthaltige Situationen, die aber meist schnell wieder aufgelöst werden. So sind bereits Kinder im Schulalter in der Lage, sich ausreichend von diesen Aspekten zu distanzieren. Die liebenswerten Hauptfiguren und ihr Zusammenhalt, die heitere Grundstimmung und die oft ins Absurde reichenden komischen Momente bieten ausreichend Entlastung, sodass für Kinder ab 6 Jahren keine Überforderung zu befürchten ist.
Obsession - Du sollst mich lieben
USA 2026
109:25 Min (105:03 Min bei 25fps)
Plaion Pictures GmbH, Planegg/München
Gewalt, Selbstschädigung, Verletzung
Mystery-Horrorthriller über einen introvertierten Mann, der mittels eines magischen Objekts eine Arbeitskollegin zu seiner bedingungslos in ihn verliebten Freundin macht – allerdings wird ihre Hingabe bald zu einer gefährlichen Obsession. Der Film hat eine zunehmend beklemmende, emotional intensive Atmosphäre und enthält einige drastische Gewaltdarstellungen sowie einen Suizid. Jugendliche ab 16 Jahren sind jedoch in der Lage, den Themen des Films zu folgen und die Darstellungen entsprechend einzuordnen. Zudem können Zuschauende ab 16 Jahren den Film als übertriebene, teils satirisch überspitzte Horrorgeschichte erkennen und eine angemessene emotionale Distanz wahren. Überforderungen oder eine sozialethische Desorientierung sind nicht zu befürchten.
Power Ballad - Der Song meines Lebens
IRL, USA 2026
99:07 Min (95:09 Min bei 25fps)
Bedrohung, belastende Szenen
Mischung aus Drama und Komödie über einen alternden Musiker, dem der Durchbruch als Rockstar verwehrt blieb. Als jedoch ein junger Sänger mit einem seiner Lieder einen großen Hit landet, fordert der Ältere seinen Anteil an dem Erfolg ein. Der Film hat eine heitere, positive Grundstimmung und enthält nur vereinzelt leicht dramatische Situationen, die Kinder ab 6 Jahren jedoch nicht überfordern. Auch der Konsum von Zigaretten und Alkohol ist in einer Weise inszeniert, die nicht verharmlosend wirkt und daher auch keine negative Vorbildwirkung entfaltet. Ängstigungen oder anderweitige Beeinträchtigungen lassen sich bei Kindern ab 6 Jahren rundweg ausschließen.
F, USA, VRC 2025
159:24 Min (153:01 Min bei 25fps)
Gewalt, Selbstschädigung, Verletzung
In einer dystopischen Zukunft spielendes Drama über eine Welt, in der die Menschen ihre Träume gegen Unsterblichkeit eingetauscht haben. Ein Mann, dem es gelungen ist, sich seine Träume zu bewahren, wird von einer Agentin bis in seine symbolgeladenen Träume hinein verfolgt. Der Film enthält vereinzelte Szenen mit drastischen Gewalt- und Verletzungsdarstellungen sowie Darstellungen von selbstschädigendem Verhalten. Die realitätsferne Geschichte und die oft surreale Inszenierung erleichtern Zuschauenden ab 16 Jahren jedoch eine emotionale Distanzierung. Zudem sind Jugendliche ab diesem Alter in der Lage, der über weite Strecken kunstvoll stilisierten Handlung zu folgen und die Gewaltmomente entsprechend einzuordnen. Negative Wirkungen sind nicht zu befürchten.
USA 2026
108:24 Min (104:03 Min bei 25fps)
Gewalt, Bedrohung
Fantasy-Actionfilm über die junge Superheldin Supergirl, die nach dem Tod ihrer Eltern durch die Galaxien reist und die Trauer mit Alkohol und Feiern betäubt. Als sie eine junge Frau kennenlernt, deren Eltern von einem bösen Weltraum-Briganten ermordet wurden, starten die neuen Freundinnen einen Rachefeldzug. Der Film enthält zahlreiche bildgewaltige Action- und Kampfszenen, die sich jedoch in einem Rahmen bewegen, der Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren nicht nachhaltig ängstigt oder emotional überfordert; körperliche Gewalt oder Tötungen werden zudem nicht reißerisch ausgespielt. Darüber hinaus bieten humorvolle Momente immer wieder Entlastungsmöglichkeiten. Der Alkoholkonsum von Supergirl wird kritisch hinterfragt und entwickelt keine negative Vorbildwirkung. Beeinträchtigungen lassen sich daher bei Zuschauenden ab 12 Jahren in jeder Hinsicht ausschließen.
D 2024
89:51 Min (86:16 Min bei 25fps)
Selbstschädigung
Das Drama erzählt von einer 30-Jährigen, die nach dem Tod ihrer Mutter in eine tiefe Depression stürzt und ihr Leben beenden will. Nach gescheiterten Suizidversuchen beschließt sie, dieses Vorhaben auszulagern und engagiert einen Auftragskiller – doch die Bekanntschaft mit ihm weckt in ihr Zweifel am Wunsch zu sterben. Die Geschichte ist überwiegend ruhig und ganz auf die Protagonistin konzentriert erzählt. Diese wird einfühlsam dargestellt, ihre Todessehnsucht zu Anfang auch eindringlich vermittelt und bebildert. Diese Thematik und ihre intensive Darstellung kann für Jugendliche eine Herausforderung darstellen. 16-Jährige sind jedoch bereits in der Lage, diese Passagen in den Kontext einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Ihnen erschließt sich die deutlich kritische Bewertung des suizidalen Verhaltens sowie die Betonung des Films auf der Wandlung der Hauptfigur hin zu neuem Lebensmut und Sinnfindung. Eine emotionale Überforderung ist für diese Altersgruppe daher nicht zu befürchten.
IND 2026
162:43 Min (156:12 Min bei 25fps)
Gewalt
Indische Komödie über eine Reihe skurriler Figuren, die in einen gefährlichen Dschungel und ein großes Chaos um einen vorgetäuschten Filmdreh geraten. Gangster, Polizei und jede Menge exzentrische Charaktere prägen den turbulenten Film, der mit zahlreichen, teils exzessiven Actionszenen, slapstickhaften Humor und grotesken Situationen aufwartet. Die häufig drastisch und blutig ausgespielte Gewalt samt Darstellungen von Verletzungen und Tod können Jugendliche ab 16 Jahren auf der Basis ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung in den völlig überzeichneten Kontext einordnen. Da sich dieser Altersgruppe stets die Fiktionalität und der überdrehte Humor des Films erschließt, sind sie in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren und das Geschehen eigenständig und kritisch zu bewerten. Eine Beeinträchtigung ist für diese Altersgruppe nicht zu befürchten.
Kinostart: 18.6.26
USA 2025
111:13 Min (106:46 Min bei 25fps)
Constantin Film Distribution GmbH, München
Gewalt, Bedrohung
Der Horrorthriller erzählt von einem Mann, der Eigentümer eines heruntergekommenen Möbelgeschäfts ist, wo er nach einer Scheidung auch wohnt. Als er dort eines Tages im Keller eine Tür zu einem Labyrinth scheinbar unendlich vieler Räume entdeckt, beginnt eine Reise in eine grauenvolle Parallelwelt. Der Film ist als minimalistisches Psycho-Kammerspiel mit typischen Genre-Stilmitteln inszeniert und erzeugt zunächst eine unheimliche Atmosphäre, bevor sich später Schockmomente und drastische Gewaltszenen häufen. 16-Jährige sind auf der Basis ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung in der Lage, diese Aspekte in den Kontext einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Das realitätsferne Setting und die für diese Altersgruppe gut zu entschlüsselnden Genremuster bieten ausreichend Anhaltspunkte, das Geschehen zu reflektieren und ohne Überforderung zu verarbeiten.
A, D 2025
98:30 Min (94:33 Min bei 25fps)
Salzgeber & Co. Medien GmbH, Berlin
Gewalt, Selbstschädigung, Bedrohung
Science-Fiction-Drama, in dem Menschen über Port-Zugänge im Kopf direkt an Computer angeschlossen werden können. Als ein Angehöriger einer anarchistischen Hacker-Gruppe in ein neurotechnisches Koma fällt, reist seine eigentlich technologiekritische Freundin in seinen Kopf, um ihn zu retten. Die dystopische Zukunftsvision ist in oft düsteren Bildern einer futuristischen Punk-Ästhetik erzählt und konzentriert sich auf die Figuren. Ausführlich werden anhand der dramatischen Geschichte moralische Fragen des technischen Fortschritts diskutiert. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind in diesem Rahmen bereits in der Lage, die bedrohliche Grundsituation, dramatische Wendungen und Darstellungen von Gewalt und Verletzungen sowie von selbstverletzendem Verhalten einzuordnen. Das realitätsferne Setting und die klaren Genreanteile sorgen für genug Distanz, sodass diese Altersgruppe das Geschehen eigenständig und ohne das Risiko einer Überforderung reflektieren kann.
USA 2025
108:05 Min (103:46 Min bei 25fps)
Gewalt, Diskriminierung
Das Drama verknüpft mehrere Schicksale miteinander, die sich in einer Nacht auf dem Mittelmeer kreuzen. Hauptfiguren sind eine syrische Ärztin mit ihrer kleinen Tochter auf der Flucht aus Aleppo, ein Schleuser, der seinen Sohn retten will, ein Dichter, der eine Heimat sucht, und ein griechischer Kapitän der Küstenwache. Der episodische Film ist mit zeitlichen Überlappungen aus den verschiedenen Perspektiven der Figuren erzählt. Deren Erlebnisse vor und auf der Flucht schildert er in drastischen Momentaufnahmen, die teils auch blutige und eiskalt ausgeführte Gewalttaten und Tötungen zeigen, gelegentlich verbunden mit diskriminierenden Kommentaren der Täter. Jugendliche ab 16 Jahren sind bereits in der Lage, diese Szenen in den Kontext einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Ihnen erschließt sich die eindeutig humanistische Haltung des Films, und sie können das Geschehen entsprechend bewerten, ohne dass für sie das Risiko einer Beeinträchtigung besteht.
GR, F 2025
96:20 Min (92:28 Min bei 25fps)
Gewalt, Diskriminierung, Sexualität
Das Drama spielt in einem kleinen Stadtstaat in einem postapokalyptischen Griechenland. Das Geschäft mit Erdöl prägt die Stadt und wird von patriarchal organisierten Banden beherrscht – bis eines Tages eine junge Frau um die Herrschaft kämpft. Unterstützt wird sie von einer mysteriösen Sängerin. Der dystopische Film um Männergewalt und weibliches Aufbegehren ist in düsterem Setting angesiedelt und mit ambivalenten Figuren, zahlreichen Gewalt- sowie erotischen Momenten, doch auch einem mystischen Einschlag erzählt. Jugendliche ab 16 Jahren sind auf der Basis ihrer bereits gesammelten Medienerfahrung in der Lage, diese Aspekte in den Kontext einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Ihnen erschließt sich die Realitätsferne der Geschichte, weshalb sie die Figuren und das Geschehen eigenständig reflektieren und bewerten können. Eine Beeinträchtigung ist auszuschließen.
F 2026
124:31 Min (119:32 Min bei 25fps)
Studiocanal GmbH, Berlin
Selbstschädigung, Bedrohung, Verletzung
Thriller über einen ebenso charismatischen wie erfolgreichen Motivationstrainer, der sich eine von Gewalterfahrungen geprägte Kindheit erfindet, um die Sympathien seiner teils fanatischen Anhänger weiter anzufachen. Schon bald aber droht er die Kontrolle über seine Lügen zu verlieren. Der Film enthält vereinzelte Gewaltmomente, die nicht explizit bebildert sind; auch ein blutiger Suizid wird nur indirekt gezeigt, während eine drastische Verletzungsdarstellung in einem Video klar als inszenierter Fake erkennbar ist. Zuschauende ab 12 Jahren sind problemlos fähig, diese Szenen im Handlungskontext zu betrachten und überforderungsfrei zu verarbeiten. Nachhaltige Irritationen oder andere negative Wirkungen sind nicht zu befürchten.
F 2025
105:16 Min (101:03 Min bei 25fps)
Wild Bunch Germany GmbH, München
Drogenkonsum, Sprache
Fortsetzung der Mutter-Tochter-Komödie "LOL" (2008): Die inzwischen erwachsene Tochter zieht nach beruflichen und privaten Rückschlägen zu ihrer Mutter zurück, die mit Mitte fünfzig eigentlich ihre neu gewonnene Freiheit und ihr Liebesleben genießen will. Der Film hat eine heitere Grundstimmung und enthält nur vereinzelten Gebrauch beleidigender, vulgärer oder sexualisierter Sprache. Auch kurze Darstellungen von weichem Drogenkonsum sind in den humorvollen Kontext eingebunden und entfalten trotz ausbleibender Kritik daran keine Vorbildwirkung. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind in der Lage, die Dialoge und Darstellungen im Rahmen der komödiantisch überspitzten Geschichte zu betrachten, sodass sich negative Wirkungen in jeder Hinsicht ausschließen lassen.
F 2024
100:13 Min (96:12 Min bei 25fps)
Filmwelt Verleihagentur GmbH, Berlin
Sprache
Drama über eine Frau Mitte fünfzig, die angesichts ihres Alterns in eine Lebenskrise gerät. Nach einem kleinen Zusammenbruch landet sie zunächst in der Psychiatrie, aber bei einer Reise nach England findet sie endlich zu sich selbst. Der ruhig erzählte Film enthält keine emotionalen Ausbrüche oder dramatischen Streitigkeiten. Vereinzelt kommt es zu derber und beleidigender Sprache, aber dies bewegt sich in einem Rahmen, der Zuschauende ab 12 Jahren nicht überfordert. Zudem bieten humorvolle Momente immer wieder Entlastungsmöglichkeiten. Negative Wirkungen lassen sich bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren in jeder Hinsicht ausschließen.
D 2025
80:31 Min (77:17 Min bei 25fps)
UCM.ONE GmbH, Berlin
Gewalt, Diskriminierung, Bedrohung
Coming-of-Age-Film über zwei jugendliche Freundinnen, die sich kurz nach dem Abitur ziellos durch das sommerliche Berlin treiben lassen und dabei verschiedensten Menschen begegnen. Der insgesamt ruhig und in einem realistischen Stil inszenierte Film enthält einige Szenen mit derber und derb sexualisierter Sprache; vereinzelt kommt es im Jugendkontext auch zu Bedrohungen und leicht diskriminierender Sprache. Zuschauende ab 12 Jahren sind problemlos fähig, diesen Sprachgebrauch im Kontext der Jugenderzählung zu betrachten, ihn kritisch zu hinterfragen und angemessen zu verarbeiten. Zudem steht die Freundschaftsgeschichte klar im Vordergrund. Negative Wirkungen lassen sich bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren rundweg ausschließen.
USA 2026
114:04 Min (109:30 Min bei 25fps)
Sexualität, Verletzung, Sprache
Das historische Drama spielt im 18. Jahrhundert und erzählt von einem adeligen, dekadenten englischen Paar, dass es trotz denkbar schlechter Voraussetzungen wie Kriegen und Seuchen ganz an die Spitze der Gesellschaft schaffen und seine vielen Schulden tilgen möchte. Mit satirischer Überhöhung, ambivalenten bis negativen Figuren und in düsterer Atmosphäre entfaltet sich der Niedergang einer Familie. Die unheilvolle Atmosphäre, Bilder von Krankheit und Verletzungen sowie einzelne zurückhaltend inszenierte Darstellungen von Sexualität und Gewalt können bereits 12-Jährige in den Kontext einordnen. Da sich ihnen die satirische Haltung des Films erschließt, sind sie in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren und das Geschehen eigenständig und kritisch zu bewerten. Für zusätzliche Distanz sorgt das historische Setting. Eine Beeinträchtigung ist für 12-Jährige nicht zu befürchten.
D 2025
102:40 Min (98:34 Min bei 25fps)
belastende Szenen, Sprache
Drama über eine junge Frau, die während des Corona-Lockdowns nach dem Tod ihrer Mutter in ihrem Heimatort eine Trauerfeier organisieren möchte, wobei sie jedoch auf familiäre und behördliche Hindernisse stößt. Der sehr ruhig erzählte Film richtet sich klar an ein erwachsenes Publikum und bietet Kindern praktisch keine emotionalen Anknüpfungspunkte. In diesem Kontext entfalten auch Themen wie Tod und Pandemie keine übermäßige Wirkung auf Kinder ab 6 Jahren. Darstellungen der verstorbenen Mutter und der Trauer sind kurz gehalten. Emotionale Überforderungen sind daher bei Kindern ab 6 Jahren sind nicht zu befürchten.
USA 2026
122:29 Min (117:35 Min bei 25fps)
Gewalt, Verletzung
Das historische Drama revidiert den Mythos um Robin Hood als edlen Helden und erzählt von ihm als brutalem Räuber und Mörder. Als er schwer verletzt in einem Kloster gepflegt wird, prüft er jedoch sein Gewissen und reflektiert sein bisheriges Leben. Die Umkehrung des vertrauten Bildes von Robin Hood ist in düsteren Mittelalterbildern und mit schwermütiger Musik erzählt. Vor allem im ersten Drittel des Films reihen sich zahlreiche, teils sehr drastische und blutige Gewaltszenen bei zunächst unklarer Gewichtung von Gut und Böse aneinander. Jugendliche ab 16 Jahren sind bereits in der Lage, diese auf der Basis ihrer Medienerfahrung in den Rahmen einzuordnen und sich ausreichend zu distanzieren. Das ferne historische Setting und die später einsetzende Selbstprüfung der Hauptfigur inklusiver moralischer Entwicklung bieten dieser Altersgruppe ausreichend Entlastung und Möglichkeiten der Reflexion. Eine desensibilisierende oder desorientierende Wirkung ist für sie nicht zu befürchten.
VRC, HK 2025
113:15 Min (108:43 Min bei 25fps)
Gewalt, Verletzung
Nach Einschätzung des Prüfausschusses beinhaltet der Film eine beeinträchtigende Wirkung auf Jugendliche. Für Filme mit der Alterskennzeichnung FSK ab 18 / Keine Jugendfreigabe wird keine individuelle Begründung erstellt.
S, F, IS, DK 2025
109:34 Min (105:11 Min bei 25fps)
Verletzung, belastende Themen
Drama über den Alltag einer fünfköpfigen Familie, die an der isländischen Küste lebt, wo der Vater leidenschaftlich als Fischer arbeitet, während die Mutter, eine Künstlerin, sich um die Kinder kümmert. Obwohl die Eltern sich auseinandergelebt und getrennt haben, verbringen sie wegen der Kinder weiterhin Zeit miteinander. Der Film hat eine ruhige Grundatmosphäre und enthält nur vereinzelt dramatische Situationen, die durch ästhetische Stilisierungen verstärkt werden. Diese Szenen werden jedoch stets schnell aufgelöst und entfalten im Kontext der harmonischen Familiengeschichte keine nachhaltig ängstigende Wirkung auf Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.
Kinostart: 11.6.26
B, NL, F 2026
102:25 Min (98:19 Min bei 25fps)
Sexualität
Coming-of-Age-Film über einen Teenager, der als Kameramann an den Pornofilmen seines Vaters mitarbeitet. Als er sich in eine feministische Mitschülerin verliebt, versucht er, seinen "Nebenjob" zu verheimlichen und erkennt zugleich den Unterschied zwischen Pornografie und realer Sexualität. Der Film ist in einem ruhigen, realistischen Stil inszeniert. Das Porno-Milieu wird nicht verharmlost, sondern eher problematisch dargestellt. Zwar kommt es zu sexuellen Darstellungen, doch diese werden nicht reißerisch bebildert und bewegen sich in einem Rahmen, der Jugendliche ab 16 Jahren nicht überfordert. Im Mittelpunkt stehen die jugendliche Liebesgeschichte und die positive Entwicklung der Hauptfigur. Negative Wirkungen lassen sich daher bei Zuschauenden ab 16 Jahren ausschließen.
CDN, B, F 2024
90:15 Min (86:38 Min bei 25fps)
Bedrohung
Animationsfilm über einen Zoo, dessen Tiere sich durch einen außerirdischen Virus in Monster verwandeln. Nur einige Tiere, darunter eine Wölfin und ein Puma, können dem Virus entgehen und müssen nun versuchen, die anderen Tiere zurückzuverwandeln. Der Film hat eine eher düstere Grundatmosphäre und enthält einige bedrohliche und gruselige Situationen sowie diverse Actionszenen, die bildgewaltig inszeniert sind. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind jedoch in der Lage, diese Darstellungen als Elemente einer realitätsfernen und übertriebenen Animationsgeschichte zu betrachten und sie entsprechend zu verarbeiten. Ironisch-humorvolle Momente und das glückliche Ende bieten zudem Entlastungsmöglichkeiten, sodass sich emotionale Überforderungen bei Zuschauenden ab 12 Jahren ausschließen lassen.
D, F 2026
92:35 Min (88:52 Min bei 25fps)
Sexualität
Das Drama über Beziehungen und Lebensentwürfe entwickelt sich ausgehend von einem Anruf, den ein Kranführer auf der Baustelle von seiner Frau erhält: Sie liegt nach einem Unfall im Krankenhaus. Dort erzählt sie ihm, der junge Mann, der mit ihr im Auto war – eine Bekanntschaft aus einem Tanzkurs -, sei gestorben. Die zurückhaltend und ruhig inszenierte Geschichte mit bewusst artifiziell gehaltenen Dialogen und vielen lediglich angedeuteten Aspekten richtet sich deutlich an ein erwachsenes Publikum und bietet Kindern und Jugendlichen kaum Anknüpfungspunkte. 12-Jährige sind in diesem stilisierten und distanzierten Rahmen aber in der Lage, einzelne Darstellungen sexueller Handlungen und die ausführliche verbale Thematisierung von Sex zu verarbeiten, ohne dass das Risiko einer Überforderung besteht.
I, D, CZ 2026
128:19 Min (123:11 Min bei 25fps)
Filmwelt Verleihagentur GmbH, Berlin
Gewalt
Mystery-Thriller über einen jungen Mann, der Mitglied einer mächtigen Geheimgesellschaft ist, dann aber mit Hilfe eines Journalisten die dunklen Machenschaften des Ordens öffentlich machen will. Der insgesamt ruhig und dialogstark erzählte Film enthält mehrere Bedrohungs- und Gewaltszenen, die vereinzelt auch drastisch bebildert sind. Diese Darstellungen sind jedoch kurz gehalten und wirken nicht reißerisch. Jugendliche ab 16 Jahren sind in der Lage, sie im Kontext der Gesamthandlung zu betrachten und angemessen zu verarbeiten. Beeinträchtigungen jeglicher Art lassen sich ausschließen.
F 2025
77:31 Min (74:24 Min bei 25fps)
Selbstschädigung, Sprache
Das Drama spielt in Paris bei der Eröffnung der Olympischen Spiele 2024 und zeigt eine private, für Ferienwohnungen zuständige Concierge im Dauerstress – zusätzlich zu ihrer Hörschädigung und depressiven Zuständen. Die Begegnung mit einem unbeschwerten Rucksacktouristen beschert ihr ein ungeahntes Aufatmen. Der Film konzentriert sich auf die überforderte Protagonistin und inszeniert eindrücklich die audiovisuelle Reizüberflutung durch Menschenmassen, Hektik, Lärm und Musik sowie ihr Leiden darunter. 12-Jährige sind bereits in der Lage, diese teils auch dramatischen Szenen in den Kontext einzuordnen und zu verarbeiten. Auch mit dem teils vulgären und beleidigenden Sprachgebrauch sowie der Thematisierung von Suizid kann diese Altersgruppe umgehen, da sich ihnen die Gefühlswelt der Protagonistin erschließt. Da das Drama immer wieder auch Entlastung durch ruhige und positive Momente bietet, ist für diese Altersgruppe keine Beeinträchtigung zu befürchten.
EST 2025
112:42 Min (108:12 Min bei 25fps)
Sächsischer Kinder-und Jugendfilmdienst, Chemnitz
Gewalt, Selbstschädigung, Drogenkonsum
Drama über einen Jungen, der wegen des gewalttätigen Vaters bei einem Onkel unterkommt. Dort freundet er sich mit einer Jungenbande an, die immer wieder einen Mann mit Behinderung schikaniert. Trotzdem entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft – doch die Bande stellt sie immer mehr auf die Probe. Die Coming-of-Age-Geschichte thematisiert einfühlsam und gleichzeitig teils drastisch ernste Themen wie häusliche Gewalt, Gruppendynamiken und Diskriminierung. Jugendliche ab 16 Jahren sind bereits in der Lage, die verschiedenen Darstellungen von Bedrohung und Gewalt in den Kontext einzuordnen und zu verarbeiten, ebenso wie die Darstellung selbstschädigenden Verhaltens und eines Suizidversuchs. Auch den teils drastisch diskriminierenden Sprachgebrauch kann diese Altersgruppe den Figuren und dem Milieu zuordnen. 16-Jährige können sich ausreichend vom Geschehen distanzieren und die Themen des Films eigenständig reflektieren, ohne dass das Risiko einer Überforderung besteht.